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 Defenseless Slaves

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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 7:35 am

Valentin:

Der Tag mit Erik im Dorf war doch noch ganz schön geworden, da ich, trotz seines Termins, ein wenig mit ihm rum blödeln konnte, nachdem der Ball auch vom Tisch war und ich mich erst gegen Abend wieder mit diesem beschäftigen musste. Es hatte mir Spaß gemacht endlich wieder spaßen zu können, jedes Mal, wenn Erik über einen meiner Kommentare gegrinst hatte hatte es mich umso glücklicher gemacht.
Am Abend hatte ich mich dann gar nicht groß dagegen gewehrt, mich von dem Arzt untersuchen und verarzten zu lassen. Ich wusste auch, dass er alles, was er an meinem Körper fand und in irgendeiner Weise behandelte, auch Erik mitteilen würde. So versuchte ich mir beinahe jede Schramme oder entzündete Wunde zu merken, bis der Arzt fertig war und sich von mir verabschiedete, was ich ebenfalls höflich tat. Dann blickte ich einmal zu dem Anzug, welcher für mich gedacht war. Erik hatte mir vorhin bereits gesagt, dass er für mich war und ich nach dem Arztbesuch einfach aus kommen sollte, da sie dort auf mich warteten. Somit zögerte ich dann auch nicht mehr lange und nahm den Anzug, welcher auf dem Bett lag, schleppte ihn mit ins Badezimmer und begann mich meinen normalen Klamotten zu entledigen, bevor ich den Anzug anzog. Es war so ein ungewohntes Gefühl, es schien beinahe irreal, nach so einer langen Zeit wieder einen Anzug zu tragen. Seufzend sah ich an mir hinab, nachdem ich mir mein Hemd zugeknöpft hatte und griff zu der Krawatte, die dabei gelegen hatte, bevor ich schwach grinste, aus Angst, nicht mehr genau zu wissen, wie man diese band. Doch war das wohl eine Sache, die ich nie vergessen konnte und so zog ich mir letztlich noch das Jackett über, bevor ich mir durch meine Haare fuhr und diese ein wenig zu richten versuchte.
Ich wusste nicht, ob es nun wirklich solch eine gute Idee war, Erik und Drake auf diesen Ball zu begleiten, doch konnte ich mich jetzt noch sträuben? Vermutlich nicht. So strich ich mein Hemd nur noch einmal glatt und verließ dann das Gemach, wo ich Erik und Drake stehen sah. Ich musste gestehen, dass ich den Gedanken, wie gut Erik doch aussah, nicht verdrängen konnte und so lächelte ich leicht. Damit dies jedoch nicht willkürlich aussah, wollte ich dann ansetzen, um wenigstens etwas zu sagen. „Ich fühl mich ein wenig lächerlich in dem Anzug.“, erklärte ich ein wenig leiser, als ich auf Erik und Drake zugegangen war.

Manuel:

Ich hatte mich um einige Papiere gekümmert, die mich anbelangten, als Denis sich auf das Gemach begeben hatte, welches ich ihm bereit gestellt hatte. Natürlich gewährte ich ihm dort alle Freiheiten, wollte aber nicht, dass er weglief, sodass die Wachen, welche sonst eher vor meinem Gemach standen, mehr vor seinem standen und dort darauf achteten, dass Denis nicht weglief, was ich aber eigentlich auch nicht glaubte. Somit konnte ich mich voll und ganz auf die Papiere konzentrieren, wozu ich die letzten Tage nicht gekommen war, selbst wenn es für mich nicht allzu tragisch war.
Als es dann aber plötzlich klopfte, wurde ich vollkommen aus meinen Gedankengängen gerissen und dazu gebracht, mich zur Türe umzudrehen. Doch da niemand ohne mein Einverständnis eintrat, erhob ich mich letztlich von meinem Stuhl, lief zur Türe und öffnete diese. Denis stand in der Mitte der beiden Wachen, die ich vor seinem Gemach positioniert hatte, schien gar nicht glücklich über den ganzen Aufruhr zu sein. „Er ist aus seinem Gemach gelaufen und hat gesagt er will nach unten. Ich glaube aber nicht, dass er dafür eure Erlaubnis hatte.“, erklärte mir letztlich eine Wache und ich blickte kurz zu Denis, befreite ihn dann aber aus dem Griff, meiner Wachen. „Danke.“, meinte ich bloß kurz und zog Denis ein wenig in mein Gemach hinein, schloss die Türe und ließ die Wachen ohne eine Erklärung dort stehen. „Was wolltest du denn unten?“, fragte ich letztlich, nachdem ich wieder umgedreht und zu meinem Bett begeben hatte, auf welchem ich mich letztlich niederließ, nachdem ich vorerst wohl nicht an meinen Papieren arbeiten würde. Natürlich hatte ich nicht vor Denis auf irgendeine Weise zu bestrafen, doch wollte ich bloß wissen, was er vorgehabt hatte.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 8:22 am

Erik:

Für einen kurzen Augenblick den ich mein Gespräch mit Drake unterbrochen hatte, musterte ich Valentin einfach nur immens lange, nachdem er mein Gemach verlassen hatte. Ihm stand der Anzug unglaublich gut, was mich schon fast dazu brachte, dazu auch etwas von mir zu geben, ich mich aber trotzdem zu beherrschen versuchte. Ich atmete nur einmal tief durch und brachte meinen Verstand wieder teilweise unter eigene Kontrolle, ehe ich rauf in Valentins Augen sah und leicht lächelte. "Solltest du nicht", meinte ich ruhig, "der Anzug steht dir, und das ist die Hauptsache." "Sehe ich genau so", erwiderte Drake nur und zupfte ein wenig an seiner eigenen Krawatte rum, bevor er sich noch sachte an der von Valentin zu schaffen machte, welche er nur noch ein wenig richtete. Mich beruhigte schon, dass Drake auf ihn zuging, damit er nicht später dachte, dass mein bester Freund ihn früher oder später noch fressen würde. Ich beobachtete die beiden und schmunzelte ein wenig. "Ihr könntet einen Kurs aufmachen, wie man seine Krawatte perfekt binden kann", stellte ich grinsend klar, "wäre wohl nicht so falsch. Und wahrscheinlich eine nette Beschäftigung für Zwischendurch." "Sicher", spaßte Drake, "und wenn wir beiden dass dann jedem nur erdenklichen Kerl beigebracht haben, können wir bei dir enden. Du rennst ja auch nur mit Fliegen rum!", meinte er noch lachend. Ich stupste ihn leicht an. "Das hat seine Gründe", erklärte ich nur und schaute zu Valentin. "Sorry", "manchmal kann ich echt viel quatschen und albern sein. Das Verhalten geben sich andere sogar manchmal auf Bällen, wie wie wir ihn nun besuchen", gestand ich schwerfällig, deutete dann aber zur Treppe. "Trotz dem Gelaber sollten wir los." "Wow", höre ich Drake nur. "Klappe", gab ich lachend zurück und marschierte dann neben Valentin los. Der Abend konnte gut werden, zumindest ging ich schwer davon aus.
Gar nicht lange hatte es gedauert, bis wir am Schloss angekommen waren und man uns auch direkt begrüßt hatte. Es war für mich eine Leichtigkeit, Valentin in die ganze Veranstaltung einzubringen. Ich erzählte ihnen dass er ein Freund aus dem fernen Norden war, der Rest hatte niemanden zu interessieren. Und Drake kannte man sowieso schon, weswegen er sich hin und wieder auch in Gespräche ziehen ließ, während ich wirklich durchgehend dazu gezwungen wurde, einen Champagner nach dem anderen zu trinken. Was sollte ich schon anderes tun. Normalerweise hielt ich genug Alkohol aus, und gerade Champagner ermunterte ganz gut. Auch wenn ich mich in Valentins Nähe nicht dazu zwingen sollte, tat ich es trotzdem. Irgendwann, als ich dann aber mal ohne Champagner dort stand, und nur merkte wie Drake mir leicht grinsend zuwinkte als er inmitten von einigen Frauen untergegangen war, schüttelte ich den Kopf und blickte Valentin neben mir an. "Und? Lebst du noch?", fragte ich lächelnd, "ich hab nämlich das Gefühl, dass es hier unten ein wenig zu voll wird." Ich hatte eigentlich nicht vor zu flüchten, aber da ich die Besitzer des Schlosses persönlich kannte, würde es sie bestimmt nicht stören, würde ich mit Valenitn gemeinsam ein wenig Luft oben auf dem Balkon schnappen gehen. Aber bevor ich darüber weiter nachdenken konnte, brachte mich jemand vollkommen aus dem Konzept. Die Tochter des Königs stand plötzlich mit zwei Gläsern Champagner vor mir und lächelte mich an. "Erik!", hörte ich sie, "oh!", folgte darauf, "ich wusste gar nicht, dass du eine Begleitung hast! Sonst hätte ich noch ein Glas mitgebracht." Verwundert musterte sie den Blonden, ehe sie mir das Glas mit dem Champagner überreichte. Ich unterdrückte mir ein Seufzen. Noch mehr Alkohol, als ohnehin schon? Es brachte nichts ihr nun das Glas wiederzugeben, oder es an Valentin abzudrücken, weswegen ich es mit mehreren Schlücken direkt leerte. "Plötzlich Alkoholiker?", hörte ich Melina, welche mir das leere Glas abnahm und es einem Butler übergab. "Nein", erwiderte ich schmunzelnd, "aber man muss sich ja bei Laune halten, bei den ganzen arroganten Schnöseln die hier rumlaufen und denken sie sind was besseres." Ich beobachtete wie Melina mich erschrocken musterte, da ich sonst nie solche Dinge sagte und stets meine Würde behielt. "Ist doch wahr", murrte ich noch, "du wurdest letztes Jahr auch von einem Kerl angemacht von dem dein Vater nicht mal wusste, wer er ist. Lädt er einfach immer die ganzen Adelsleute ein?" "Normalerweise nicht", erwiderte sie, "vielleicht hat er sich bloß vertan. Du solltest trotzdem nicht mehr so viel trinken", "man hört an deiner Stimme, dass es langsam zu viel ist." "Du hast mir den Champagner doch angeboten", protestiere ich lachend, "außerdem geht es mir gut." Sie lächelte nur und schüttelte den Kopf. "Pass auf deine schöne Begleitung auf, du Casanova", meinte sie dann bloß noch und zwinkerte mir zu, ehe sie auch schon verschwand und sich auf den Weg zurück unter die anderen begab. Ich hingegen sah runter zu Valentin und fuhr mir durch meine dunkle Mähne. "Normalerweise zickt Melina rum, wenn sie mich sieht", erklärte ich, "ich glaube sie war fasziniert genug von dir, um mich mal nicht vor allen zu blamieren." Mit einem leichten Lachen deutete ich dann kurz zu Drake. "Drake hat Spaß, so wie alle anderen hier. Wir stehen hier ein wenig unbeholfen rum. Kommst du kurz mit hoch zum Balkon? Ein wenig Luft schnappen. Vor der Tür wäre ja zu langweilig", erklärte ich lächelnd.

Denis:

Als Manuel sich auf sein Bett gesetzt hatte, wanderte ich vorerst noch ohne Worte rüber zum Sofa und ließ mich auf diesem nieder, fuhr mir durch meine Haare und unterdrückte mir ein Seufzen. Was sollte ich im groß erzählen? Ich hatte mir nur ein Glas Wasser holen wollten, das klang in seinen Ohren aber wahrscheinlich wie eine Lüge. Weshalb sollte ich nach so einem Tag denn auch nicht abhauen wollen? Ich blickte mit verschränkten Armen zu Boden, gar nicht gewillt Manuel auch nur eines Blickes zu würdigen, auch wenn diese Haltung mich innerlich zerstörte. Ich wollte ihn doch überhaupt nicht ignorieren, so wie ich es momentan tat. Ich vermisste seine Nähe und wollte Gewissheit über seine Worte, aber meinen Stolz wollte ich dafür nicht aufgeben. Es war auch nur eine einfache Trotzreaktion die ich hier führte, und sie störte mich tierisch. Dennoch, trotz meiner Proteste, wollte ich nicht nachgeben. "Ich wollte mir nur etwas zu trinken holen", meinte ich ruhig, "ich wusste nicht, dass das eure Wachen direkt stört. Das hat sich nun aber erledigt, denn ich habe auch keinen Durst mehr", besserte ich mich dann noch selbst aus. "Es tut mir leid, dass ich ohne einen Befehl von euch meinen Weg beschritten habe", "ich dachte nur, ihr hättet eure Wachen vielleicht darüber aufgeklärt. Aber das habe ich ja nicht wissen können." Mit den hohen Anreden wollte ich ihn keinesfalls provozieren oder fertig machen, nur wollte ich mich gemäß der Situation verhalten. Ich wollte ihn nicht niedrig ansprechen nach meiner Nummer, wie ich mich auf das Gemach verkrochen und nichts von mir gegeben hatte. Ich hatte mich falsch verhalten und das sah ich nun langsam ein, dennoch wollte ich einfach nicht nachgeben. Ganz gleich wie verrückt mich dieser Kerl machte, ich konnte ihm nicht direkt wieder um den Hals fallen, mit dieser dämlichen Ungewissheit, die er stets zu pflegen schien. "Darf ich nun wieder gehen, oder wollt ihr mir noch eine Predigt halten? Mehr als entschuldigen kann ich mich nicht", meinte ich leise, hätte beinahe schon losheulen können über meine eigenen, dummen Worte. Ich verhielt mich so grässlich ihm gegenüber. Aber was sollte ich sagen? "Manuel, ich liebe dich, bitte sag mir was das von vorhin bedeuten soll"? Mit so etwas kam ich bei ihm bestimmt nicht an. Vor allem, weil meine Gefühle doch gar nicht so offensichtlich waren. Vielleicht waren sie es aber doch, und ich verdrängte es. Wobei ich wirklich glaubte, das alles verdrängen zu wollen. Denn dieser Mann konnte mir mit kleinsten Taten und Worten das Herz brechen, ohne es vielleicht zu wollen. Valentin behielt noch immer recht. Ich sollte aufpassen mit ihm, solange ich ihm nicht sicher vertrauen konnte. Ganz gleich wie ich empfand und wie sehr es mir weh tat, in seiner Nähe so zu agieren. Eigentlich wollte ich nun lieber in seinen Armen liegen und mit ihm kuscheln, ihm sagen dass mir die Sache mit der Kirche leid tat und vielleicht schon den nächsten, öffentlichen Ort mit ihm aushandeln. Aber ich konnte nicht, dafür war ich mir einfach zu unsicher.
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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 8:35 am

Valentin:

Ich hatte den Abend über eigentlich meist schweigend neben Erik gestanden und kaum einen Champagner angenommen, der mir angeboten wurde. Ich hatte schon lange keinen Alkohol mehr getrunken und wusste somit auch nicht, wie viel ich vertrug, sodass mir schon ein bis zwei Gläser reichten. Erik schien jedoch auch ein wenig mehr zu trinken, sodass er doch weniger darauf achtete, was er sagte. Das bemerkte ich aber erst, als ein Mädchen bei uns aufgetaucht war und sich mit Erik unterhalten hatte. Ich hörte natürlich aufmerksam zu, ohne mich in das Gespräch irgendwie einzubringen oder gar einzumischen, da es mich zum einen nicht zu interessieren hatte und ich zum anderen auch gar keine Lust hatte mich nun noch damit rum zu schlagen, wie ich vor all den Gästen hier eine gute Figur machte. Ich würde nämlich kaum ein Wort herausbekommen, wenn es dazu kam. Ich konnte mich ja gerade mit Denis, Erik und mittlerweile auch Drake unterhalten. Nachdem das Mädchen mit dem Kommentar Pass auf deine schöne Begleitung auf, du Casanova, verschwunden war, blickte ich dann zu Erik, welcher die Chance nutzte um mir von der Idee zu berichten, gemeinsam mit mir den Weg auf den Balkon einzuschlagen. Ich nickte nur, während ich mich noch einmal umsah, bisher aber niemanden entdeckt hatte, der mich kennen könnte, sodass ich mich dann langsam auch mal wieder beruhigte. „Ich denke frische Luft tut dir, sowie mir sowieso ganz gut.“, erklärte ich und lächelte charmant, bevor ich Erik nach draußen begleitete. Er schien sich hier in diesem Schloss ziemlich gut auszukennen, was ich aber gar nicht hinterfragen wollte. Immerhin war er Herrscher und hatte ziemlich viele Kontakte, die er eigentlich auch aufrechterhalten und pflegen musste.

Manuel:

Bei den Worten von Denis, welche so abweisend und kalt klangen, hob ich dann doch nochmal überrascht meinen Blick, jedoch nicht gewillt mich ihm zu nähern. Ich ließ ihm seine Freiheit vor mir, solange ich mich zusammenreißen konnte und er sich mir gegenüber benahm, selbst wenn sein Verhalten mir gegenüber momentan auch nicht ganz fair war. Doch so wie ich ihn die ganze Zeit über behandelt hatte, war das wohl mehr als fair. „Denis, wieso bist du mir gegenüber so abweisend?“, murmelte ich leise und sah ihn bloß an, während ich weiter auf dem Bett sitzen blieb. „Ich habe dir vorhin indirekt meine Liebe gestanden und ich meine es absolut ernst was ich gesagt habe. Warum das alles so plötzlich ist und obwohl ich dich wohl kaum kenne und noch nicht lange bei mir habe? Du bist anders wie all die anderen. Du wehrst dich gegen mich, bist im gleichen Moment aber gehorsam und unterwürfig, lässt mich meine Spielchen abziehen. Gespräche, auf welche ich mich bisher nur bei dir eingelassen habe, erzählst du mir, dass du mich bewunderst, obwohl du mich eigentlich hassen solltest. Du bist anders wie die anderen. Du bist etwas besonderes. Und das liebe ich an dir. Bisher konnte ich meine Prioritäten nicht in den Sand setzen, doch wenn ich schon kurz vor der Enthauptung war und vollkommen in Rage Fehler begangen habe, die ich bereue, dann ist es doch auch mal für mich Zeit mich zu ändern und gerade das habe ich bisher noch nie getan.“, erklärte ich ihm ruhig. „Ich gebe dir all die Freiheiten, die du willst, gebe dir meinetwegen alles, was du dir nur von mir wünschen kannst. Aber bitte hör auf mich so von dir zu stoßen. Ich tue dir letztlich nichts! Im Gegenteil, ich werde wohl nun versuchen dir alles Recht zu machen.“ Ich meinte all das was ich sagte vollkommen ernst, selbst wenn es lächerlich war, dass ich in seiner Gegenwart davon redete, alles stehen und liegen zu lassen, mich komplett zu ändern, nur damit er akzeptierte, was ich vorhin gesagt hatte. Ich wollte ihm zu gerne beweisen, dass ich ernst meine, was ich gesagt hatte. Ich liebte diesen Jungen. Er war wohl der Erste und Letzte, den ich je lieben würde, da ich mich bisher immer schwer getan hatte und wusste, ich würde nie jemanden finden, der mich so um meinen Verstand bringen würde.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 9:29 am

Erik:

Erst auf dem Weg nach oben wurde mir langsam bewusst, wie dumm meine Idee eigentlich war. Denn nachdem ich nun schon ein wenig Alkohol zu mir genommen hatte, und selbst doch spürte, dass er mir weniger gut tat als erwartet, war es nicht sehr schlau nach meinen ganzen Versprechen alleine mit Valentin den Weg zum Balkon überhaupt annähernd anzutreten. Aber wie sollte ich im das nun noch groß erklären? Ich konnte sicherlich nicht sagen dass ich mich nun davor scheute, weil ich wusste, dass mir das Alkohol im Blut nicht gut tat und ich deswegen ein wenig meine eigene Beherrschung verlieren würde. Ich konnte mich nicht einmal zwingen, mich in seiner Nähe anständig zu verhalten. Man brauchte sich diesen Mann nur einmal besser ansehen, dann wusste man, wie ich momentan empfand. Denn ich hatte nicht vor meinen Prinzipien nachzukommen, wollte einfach nur meine Versprechen und Ansagen ihm gegenüber nicht brechen und ihn auch nicht wieder verunsichern. Wir verstanden und gerade viel zu gut, als dass ich mich nun wieder unbeliebt machen wollte. Aber so leicht, wie ich es anstellte, war es dann trotzdem überhaupt nicht. Denn alleine schon wegen des Alkohols merkte ich, wie das Verlangen in mir langsam hochkochte und mich nahezu dazu zwang, etwas zu tun, was ich wahrscheinlich recht schnell wieder bereuen würde. Ich konnte mir wirklich den ganzen Abend den Kopf darüber zerbrechen und verzweifeln.
Mittlerweile waren wir auf dem Balkon langsam angekommen, Valentin war jedoch aufmerksamer als ich, in meinem doch leicht alkoholisierten Zustand. Klar denken konnte ich noch, aber was Alkohol mit meinem Körper anstellte, war momentan weniger zu gebrauchen. Ich beobachtete wie Valentin zu dem weißen Balkongeländer spazierte und seinen Blick zu den Sternen anhob, welche um die Uhrzeit schon zu sehen waren. Schwach lächelnd trat ich einige Schritte in seine Richtung und sah ebenfalls kurz rauf zum Himmel. "Für die Uhrzeit und die Jahreszeit ist es wirklich noch nicht sonderlich kalt", gestand ich dann während ich ihn weiterhin beobachtete und noch immer mit meinen Gedanken kämpfte. Ich könnte mir nicht verzeihen, würde ich den Schritt in eine so falsche Richtung wagen. Aber was, wenn ich gar keinen anderen Ausweg als diesen sah? Ich seufzte unbemerkt und lehnte mich gegen die Steinsäule neben mir, also ziemlich weit weg von Valentin, welcher sich aber aufgrund meiner Worte zu mir umdrehte, was mich schon von selbst dazu trieb auf ihn zuzugehen. Da ich aber nicht zu aufdringlich wirken wollte, blieb ich einige Schritte entfernt stehen und lächelte. "Ich will ja keine falschen Behauptungen aufstellen", meinte ich, "aber du siehst noch immer nicht sehr begeistert aus. Ich wusste, ich hätte dir meinen Champagner zuschieben sollen", spaßte ich leicht lachend. "Damit ich dann so trunken geschienen hätte, wie ihr momentan?", gab er mir doch noch recht höflich und schmunzelnd wieder. Wozu sollte ich protestieren? Er hatte ja recht mit seinen Worten, ich hatte zu viel getrunken, dennoch war mein Verstand nicht komplett benebelt, auch wenn es sich langsam so anfühlte. Mittlerweile konnte ich sogar schon behaupten, dass es mehr weh tat, als dass ich in irgendeiner Weise genoss, dass ich mich beherrschen konnte. Wo schaffte ich das denn bitte? Innerlich starb ich fast, während mein Blick von seinen Augen herab zu seinen Lippen gerutscht war, was er sicherlich schon längst bemerkt hatte. Mein Blick hing einfach an seinen Lippen und durch die Müdigkeit die meinerseits langsam aufkam, wunderte es mich auch nicht mehr. Ich schüttelte leicht den Kopf bevor ich Valentin noch einmal in die Augen zu sehen versuchte, als im selben Moment das Klavier von unten ertönte, was mir die Sache nur noch schwerer machte. Irgendwer wollte mich hier wirklich foltern, so wie ich zu glauben begann. "Sorry", murmelte ich leise, als ich im in die Augen sah. Ich spürte wie er bereits fragen wollte was ich meinte, sicher glaubte ich hatte das eigentlich nur auf meinen intensiven Blick bezogen, aber schon wenige Sekunden später, hatte ich mich dazu aufgerafft, durch das Alkohol in meinem Blut, meine Ansagen zu vergessen. Ich zog ihn vorsichtig an seiner schwarzen Krawatte zu mir, legte im nächsten Moment eine Hand sachte an sein Becken um ihn noch ein wenig mehr an mich zu drücken, und legte meine Lippen vorerst bloß ziemlich fordernd auf seine. Da mir diese Ruhe aber wenig von dem gab, wonach mein Körper eigentlich verlangte, spaltete ich seine Lippen mit meiner Zunge einen Spalt weit um mir selbst den Einlass zu verschaffen, ehe ich ihn auch schon in einen ziemlich leidenschaftlichen und zugleich viel zu verlangenden Zungenkuss zog, während meine Hand noch immer auf seiner Krawatte ruhte, sie aber nicht mehr umklammerte. Meine Hand von seinem Becken ließ ich langsam zu seiner Hüfte wandern, während meine Zunge seine eigene zärtlich liebkoste. Ich wollte nachgeben, und doch konnte ich nicht. Ich war einfach nicht gewillt nun aufzugeben wozu mein Körper mich getrieben hatte, ganz gleich wie leid mir das Ganze eigentlich tat. Dieser Mann machte mich unbewusst verrückt, um das zuzugeben, brauchte ich nicht einmal Alkohol.

Denis:

Alles was er sagte schlug so unglaublich bei mir ein, dass ich mich schon dazu zwingen musste nun nicht wieder zu weinen. Ich war einfach ein Gefühlsmensch gewesen, schon seit Ewigkeiten. Und dass ich das nun in seiner Nähe auch war, trotz der Umstände die ich eigentlich völlig außer Acht ließ, machte mich immens fertig. Es war schließlich nicht so dass ich ihm nun um den Hals fallen und seine Liebe erwidern konnte, selbst wenn ich das am liebsten wollte. Aber es war einfach Fakt, dass er mich mit vielen seiner Worte und Taten zuvor noch enttäuscht und verletzt hatte, was ich im eigentlich direkt verzeihen wollte, und doch nicht den Mut dazu hatte. Aber was blieb mir? Wollte ich nun ewig schmollen und mich dazu zwingen, ihm aus dem Weg zu gehen, wenn ich doch eigentlich nichts mehr als seine Nähe wollte? Ich erhob mich seufzend von dem Sofa und blickte rüber zu dem Bett, auf welchem er noch immer saß. Ich konnte nicht ewig schmollen und mich davor drücken mit ihm zu reden, weswegen ich auf ihn zu ging und vor ihm stehen blieb, bevor ich meine Hände auf seine Schultern legte und mich noch immer leicht schmollend auf seinem Schoß niederließ, im nächsten Moment dann schon spürte, wie er seine Hände an meine Hüften geschoben hatte, um mich zu halten, damit ich nun nicht fiel. Seine Worte machten zwar deutlich dass er es irgendwo ernst meinte, vor allem weil er sicherlich nicht der geduldigste Mensch, und es bei mir ja dennoch war. Warum sollte ich ihm weiter misstrauen, wenn er mich schon längst hätte für meine Worte schlagen oder in den Kerker sperren können? Ich ließ eine Hand von seiner Schulter in seinen Nacken gleiten, die andere platzierte ich ruhig auf seinem Oberkörper. "Wenn ihr eure Worte wirklich so ernst meint, müsst ihr euch im Klaren darüber sein, dass ich mir jeden Tag aufs neue etwas ausdenken werde, um euch dennoch weiterhin beeindrucken zu können", gestand ich ihm dann wieder etwas formeller. "Spaß beiseite", schnurrte ich dann, als ich mich etwas zu seinem Ohr gebeugt hatte. "Wenn du mich liebst, kannst du mich wenigstens als deinen Liebhaber betiteln? Der Begriff Sklave steht mir in deiner Hinsicht nicht", flüsterte ich leise und ließ meine Hand aus seinem Nacken gleiten, um die andere auch auf seinen Oberkörper zu legen, ehe ich ihn so in die Matratze drückte, und nun wenigstens noch auf seinem Unterleib saß. Meine Hände stütze ich neben ihm auf der Matratze ab, als ich mich wieder zu ihm heruntergebeugt hatte. "Stört dich diese Seite an mir denn?", fragte ich leise, "ich muss nicht aufmüpfig sein, ich kann einfach nur ein wenig reizender sein als andere Männer in deiner Gegenwart", murmelte ich als ich mich zu seinem Hals gebeugt hatte, welchen ich zärtlich mit meiner Zunge liebkoste, ehe ich ihn an einige Stellen auch liebevoll Küsse aufdrückte. "Du machst es mir recht wenn du nun nicht zum Kitschmonster mutierst, Baby", murrte ich lächelnd als ich ihm wieder in die Augen sehen konnte und mir eine Strähne aus dem Gesicht gestrichen hatte. "Ich gewöhne mir meine Sturheit ab, wenn ich im Gegenzug dazu von dir einen Kuss bekomme", erklärte ich, "einen Kuss nach einem Geständnis. Einem Schwur", "danach können wir den Kitsch aber auch in eine Kiste stopfen und uns nicht verhalten wie ein altes Ehepaar", murrte ich, "außer du willst das, dann tue ich das meinetwegen." Ich lächelte ihn schief an und war eigentlich ziemlich glücklich darüber, dass meine viel zu freche Art mich doch dazu getrieben hatte, auf ihn zuzukommen. Und vielleicht war es so sogar besser. Ich wollte schließlich keinen Abstand, sondern seine Nähe. Es könnte alles besser werden, und das wusste ich. Warum sollte ich also alles so schlecht sehen? Ich sehnte mich doch nach der gemeinsamen Zeit mit ihm, auch wenn ich mich fragte, was sie für uns noch offen hielt.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Mo Apr 28, 2014 5:30 am

Valentin:

Die Zeit, in welcher ich an dem Geländer gestanden hatte, bevor Erik mich zu ihm drehte und er mich letztendlich kurz nach seinem Sorry an der Krawatte zu sich zog, schien viel zu schnell zu verstreichen, als dass ich das alles groß hatte nachvollziehen können. Doch als seine Lippen schließlich schon auf meinen lagen und seine Zunge sich Einlass verschaffte, um zu meiner zu gelangen. Auch wenn ich gestern noch vor ihm geflohen war, aufgrund solch einer rapiden Näherung, fand ich es nun nicht einmal tragisch, genoss seinen Kuss beinahe und erwiderte das Zungenspiel, welches er angezettelt hatte. Der Gedanke, dass wir uns hier auf einem Ball befanden, auf welchem jeder Zeit jemand hier hoch kommen konnten, verdrängte ich für den Moment. In irgendeiner Weise machte mich der Kuss unglaublich glücklich, während mein Puls sowie mein Herzschlag in die Höhe geschossen waren, vermutlich konnte Erik dies sogar spüren, so nah wie ich an ihm stand. Vorsichtig legte ich meine Hände an seine Brust und vertiefte diesen Kuss nur noch etwas. Ich wusste nicht ob Erik mich für dumm erklären würde, dass ich gestern noch verweigert hatte, was er nun wieder anzettelte, nun aber darauf einging. Gestern jedoch hatte ich geglaubt, dass es Erik nichts bedeuten würde. Wie konnte es auch, nach dem einen Tag den ich bei ihm gewesen war? Dass es nun, als Erik teilweise betrunken war und mich auch nicht sonderlich lange kannte, anders sein sollte, schien zwar noch fragwürdig, doch wollte ich ihm einfach vertrauen, wollte hoffen, dass er mich wirklich mochte. Denis hatte mir gesagt das Erik in Ordnung war und das wollte ich glauben, ich wollte es glauben, damit auch ich irgendwann glücklich war, weil ich einen guten, wenn nicht sogar irgendwann einen festen Freund gefunden hatte. Doch ob es je dazu kommen würde und es nicht nur ein unwillkürliches Verlangen war, welches in Erik hochkochte, würde ich wohl erst später erfahren, doch wollte ich mich nun, freiwillig, darauf einlassen.

Manuel:

Ich war überrascht über Denis plötzliches Verhalten. Dass er auf mich zuging, sich auf meinem Schoß niederließ und meinen Oberkörper nach hinten drückte, sodass ich auf dem Rücken lag, er meinen Hals liebkoste, während er mich belehrte, was die Zukunft anging. Ich hörte ihm natürlich aufmerksam zu und lächelte zufrieden, bevor ich Denis so hochhob und mich drehte, dass er unter mir lag. „Was deine Bezeichnung angeht, deine Art an dir und der forschere Umgang, all dem stimme ich zu, da es auch nur in mein Muster passt.“, murmelte ich, bevor ich mich diesmal zu seinem Hals runter beugte und ihm ein gleiches tat, mich aber mehr darauf fixierte ein paar Küsse auf seinem Hals zu verteilten. „Was den Schwur angeht, dafür überlege ich mir noch etwas. Immerhin bin ich der Bruder des Herrschers und kann nicht zulassen, dass es einfach irgendein Schwur ist.“, begann ich dann und begann zu Lächeln, während ich von Denis Hals abgelassen und in seine Augen geblickt hatte. „Kriege ich meinen Kuss, denn auch schon vorher? Sonst müsste ich dich natürlich zwingen, was ich weniger gerne mache, Liebster.“ Mein Lächeln verwandelte sich beinahe schon zu einem Grinsen, während ich Denis weiterhin ansah. „Danach können wir dir gerne auch etwas zutrinken holen, was du ja eigentlich gewollt hattest, nicht?“, meinte ich leicht lächelnd. Eigentlich hatte er ja letztendlich nicht mit mir sprechen wollen, doch ehrlich gesagt, nahm ich ihm das weniger übel. Immerhin hatte ich mich ihm gegenüber wirklich schlecht verhalten, was einige Situationen anging. In anderen war ich aber nur mittelmäßig bereit, mein Verhalten, Denis gegenüber, zu verändern, da ich von ihm ja auch als Bestätigung zur Kenntnis genommen hatte, dass es durchaus positiven Anklang bei ihm gefunden hatte.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Mo Apr 28, 2014 6:02 am

Erik:

Die ganze Anspannung die sich mit der Zeit aufgebaut hatte, fiel sicherlich genau so schnell wieder ab, als ich spürte, dass Valentin keinerlei Widerstand leistete und sich an meinem kleinen Schwächeanfall in seiner Gegenwart sogar beteiligte. Ich spürte seine Hände auf meinem Oberkörper, vernahm selbst dass ein oder andere Keuchen durch seine schwere Atmung, die Nervosität die sich immens gesteigert hatte. Ich brauchte gar nicht leugnen dass ich glücklich darüber war, auch wenn es mich wohl noch eine Weile beschäftigen würde. Immerhin hatte ich durch den Alkohol meine Worte gebrochen und völlig unbeachtet liegen gelassen, was ich mir als Ziel in seiner Nähe gesetzt hatte. Da ich nun aber nichts mehr ändern konnte, löste ich mich fast schon widerwillig von seinen weichen, warmen Lippen und atmete tief durch, ehe ich mich wieder dazu drillte, ihm in die Augen zu sehen. Meine Finger umspielten seine Krawatte noch ein wenig, während die andere noch immer an seiner Hüfte lag, und dort auch noch nicht abließ. Ich brauchte ihm nun nichts vormachen und behaupten dass es mir wirklich leid tat, dass ich es bereute und mich ihm nie wieder nähern würde, denn das stimmte überhaupt nicht. Ich lächelte zufrieden und ließ meine Hände rauf zu seinem Kopf wandern, legte sie dann an seine Wangen und brachte ihn dazu, meinen Blick zu erwidern. "Ist es denn so schlimm?", fragte ich leise, "ich habe dir damit nicht geschadet, auch, wenn es zu früh für so etwas ist, was ich gestehen kann", "aber es ist keinesfalls etwas schlechtes, wenn es auf keiner Brutalität baut. Wenn es aus Leidenschaft und wachsender Liebe kommt", flüsterte ich und lächelte weiterhin schwach. Ich wollte nun nicht schon mit Worten protzen, was in meinem leicht alkoholisierten Zustand doch aber schon ziemlich schwer zu werden schien. Ich könnte nun noch mehr behaupten, Dinge erzählen die er nicht wissen sollte oder ihm bestenfalls noch Komplimente machen, die irgendwann darin enden würden, dass er denken müsste, ich würde mich bei ihm nur beliebt machen wollen, weil ich sonst zu nichts fähig war. Aber so weit wollte ich es dann auch gar nicht treiben. Ich ließ meine Hände aus seinem Gesicht gleiten, nachdem ich ihm sanft einen Kuss auf die Stirn gedrückt hatte. "Wir sollten wieder runter", erklärte ich ruhig, "ich glaube frische Luft schnappen bringt nun sowieso nichts mehr. Außer, du siehst es anders, dann bleiben wir noch eine Weile", meinte ich schmunzelnd.

Denis:


Noch immer konnte ich nicht behaupten, dass auch nur ein Funken meiner Faszination und Bewunderung für diesen Mann nach der Aktion vorhin abgeklungen war, auch wenn es noch immer irgendwo in meinem Kopf schwirrte und versuchte, mich auf unfairste Weise fertig zu machen. Ich schmunzelte nur als ich seine Lippen auf meinem Hals spürte, was mich dazu brachte, meine Hände an seine Hüften zu legen, um zu verhindern, dass er mir nun nicht wieder entkam. Ich genoss die Atmosphäre nur im Stillen und schloss für einen Moment meine Augen, während ich den Worten von Manuel dann doch aufmerksam genug folgte. Es wunderte mich dass er meinte, er würde sich für den Schwur etwas besonderes überlegen wollen. Immer wenn er von besonderen Dingen sprach, endeten sie doch sicherlich in einem Desaster, so, wie ich es nun mit mir selbst fast erlebt hätte. Oder wollte er mit einer Idee protzen, die der Grandiosität in der Nummer mit der Kirche nahe kam? Sicher hatte der Schwur nichts mit Sex zu tun, eigentlich machte ich mir auch nur Gedanken darüber, ob es genau so einfallsreich und neu werden würde. Als ich spürte dass Manuel von meinem Hals abgelassen hatte, öffnete ich meine Augen und erwiderte seinen Blick schmunzelnd. Bei seinen Worten wich mein Schmunzeln und ersetzte sich recht schnell durch eine Erwiderung seines Grinsens, während ich meine Hände von seinen Hüften zog, und diese dafür in seinen Nacken legte, ehe ich seinen Kopf ein wenig zu mir herunterzog. "Du kannst von mir alles haben, was du willst", murmelte ich beinahe schon herausfordernd, bevor ich meine Lippen mit einem charmanten Lächeln auf seine drückte, nur um seinen Worten nun auch wieder gerecht zu werden. Ich wusste dass er nicht so sein konnte wie man ihn mir beschrieben hatte, er hatte genügend andere Seiten, vielleicht auch die eine oder andere die mir nicht gefallen würde, sobald ich sie kannte. Denn womit James sicherlich recht hatte, war Manuels Vergangenheit, von welcher ich bis jetzt noch nichts wusste. Ich würde es aber auch nicht auf Zwang hinterfragen, was einfach nur unfair wäre. Ich würde warten, bis er mir von selbst davon berichten, selbst, wenn das ewig dauern würde.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Di Apr 29, 2014 4:28 am

Valentin:

Diese Nähe zu Erik hatte ich unglaublich genossen, hatte gehofft, das alles noch ein wenig länger herauszögern zu können, bis Erik sich löste, doch sah ich auch ein, dass es besser war, wenn wir uns nicht in aller Öffentlichkeit auf einem Balkon so nahe waren. Ich blickte hinauf zu Erik, selbst wenn es diese Situation doch ein wenig komisch war, während ich auf meinen Füßen ein wenig hin und her wippte. Nach Eriks Worten lächelte ich bloß sanft und schüttelte meinen Kopf. Es war absolut nicht schlimm gewesen, dass er mich geküsst hatte, selbst wenn er betrunken war. Ich hatte mich noch nie abgeneigt, ihm gegenüber, gefühlt, sondern hatte bloß Angst davor gehabt, dass er war wie all die anderen Männer. Doch schien dies keinesfalls so. Er war viel lieber, kümmerte sich um mich und schien sich, selbst wenn er mich geküsst hatte, ein paar Gedanken über sein Versprechen zu machen. Das Versprechen, welches er mir ursprünglich mal gegeben hatte, bevor es nun aber außer Kraft gesetzt wurde, ohne dass es mich groß störte.
Bei der Frage ob wir wieder nach unten gehen sollten oder ich doch noch lieber auf dem Balkon stand, auf welcher ich die frische Nachtluft genießen hätte können, schüttelte ich nur den Kopf. „Es wäre vielleicht angebracht, wieder nach unten zu gehen. Meinetwegen müsst ihr nicht mit mir hier oben bleiben, frische Luft haben wir ja genug geschnappt, wie ich glaube.“, erklärte ich dann und lächelte freudig, bevor ich hinüber zur Balkontüre lief, während die Klaviermusik noch immer zu mir durch rang, sowie das Wirrwarr der ganzen Gespräche, die dort geführt worden. Ich hoffte nur, dass der Abend weiter so glimpflich weiter ging, wie bisher, und ich niemandem begegnete, der mich ehemals gekannt hatte. Dafür war der Tag viel zu schon gewesen, als dass man ihn nun noch ruinieren sollte. Ich war schließlich glücklich und es war wohl eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal so glücklich war.

Manuel:

Bei den Worten von Denis hatten meine Lippen ein leichtes Grinsen umspielt. Doch hatte ich gar keine Zeit gehabt, um irgendwas darauf zurück zu geben, da er schon meinem Wunsch, von einem Kuss, nachgekommen war. Glücklich erwiderte ich den Kuss, legte meine linke Hand an seine Wange und zog ihn für einen Moment noch in ein leidenschaftliches Zungenspiel, welches ich jedoch nicht allzu lange fortführte, bevor ich mich auch von seinen Lippen löste, jedoch nicht sonderlich viel Abstand nahm. Ich blickte in seine Augen, verlor mich sogar einen Moment in ihnen, während ich ein wenig über den heutigen Abend und den morgigen Tag nachdachte, überlegte, was wir denn tun konnten. Jedoch hatte ich kaum eine Ahnung, was er denn wirklich gemeinsam mit mir unternehmen wollte, sodass ich bloß eine Idee hatte. „Du hattest mir etwas über deine Familie erzählt, über deine Mutter und deine Schwester“, begann ich und fuhr ihm durch sein dunkles Haar. „Wie wäre es, wenn wir sie mal besuchen gehen?“, schlug ich schließlich vor. Ich wusste nicht genau ob sie hier in der Nähe wohnten, doch schien es kein allzu großes Problem dazustellen, letztlich auch mit ihm eine kleine Reise zu unternehmen, um seine Familie kennen zulernen. Denis war nun schon, anfangs wohl mehr wie zwanghaft, bei mir untergekommen und so wollte ich ihm wenigstens die Chance geben, seine Familie wieder zu sehen, die er sicherlich auch vermisste. Immerhin war es doch schön, wenn er sich mit ihnen super verstand, wieso hätte ich ihm dann auch einen Besuch verwehren sollen? Außerdem war ich doch schon interessiert an seinem Leben, wollte wissen, wie seine Familie sich gab und sich mir gegenüber verhalten würde. Ich wollte noch so vieles über Denis lernen, ohne dabei groß im Kitsch abzutauchen, was ich nun heute wohl genug getan hatte. Denn mit meiner neuen Art wollte ich Denis keinesfalls nerven, zumal ich mich so auch ein wenig unwohl fühlte.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Di Apr 29, 2014 5:21 am

Erik:

Bei seiner Entscheidung war ich einverstanden weswegen ich auch nicht lange auf mich warten ließ, sondern im in die Richtung wieder zurück in den Ballsaal folgte, wo es noch immer so laut und stimmungsvoll wie vorher auch zu sein schien. Für mich war das wegen dem Alkohol sowieso kein Problem, ich würde mich hier noch einige Stunden aufhalten können, solange man mich nicht darauf ansprach, wie es mir hier denn in Wirklichkeit gefiel. Ich war nicht der Mensch für solche Feiern und saß lieber mit einem guten Wein vor dem Kamin, statt den ganzen Abend zu tanzen und Alkohol zu trinken. Mein Blick schwenkte in die Richtung von Drake, welcher sich neben uns gerade von den ganzen Frauen befreite, die ihn anhimmelten. Ich grinste schief während ich vorsichtig eine Hand auf die Schulter von Valentin legte, um zu verhindern, dass er nun noch weiterging, damit wir bei Drake stehen bleiben konnten, welchen ich kurz schief musterte. "Zieh dich mal ordentlich an", brummte ich und deutete auf das Hemd unter seinem Jackett, welches nur noch zu einem Viertel zugeknöpft war. "Und mach deine Haare, alter, wie rennst du denn rum?", fragte ich lachend, "das ist ja nicht wahr." "Ich kann da nichts für", brummte er und fuhr sich durch seine verwuschelten Haare, gab aber recht schnell auf und beschäftigte sich lieber mit seinem Hemd, welches er so gut es ging zuknöpfte und hinterher glatt strich. Was war ich froh, dass keiner darauf das Recht hatte, mich auch nur auf geringste Weise anzuflirten. Frauen interessierten mich sowieso nicht mehr, und gerade weil ich eben herrschte, sollten sie sich bei mir unter Kontrolle haben. Ich schmunzelte Valentin an als ich merkte, wie Drake kurz zu ihm deutete. "Wir waren Luft schnappen", schilderte ich im nur rasch, damit er es nicht wagte, in der Öffentlichkeit meine Taten zu hinterfragen, worauf ich wirklich verzichten konnte. Ich brauchte mich nicht wie manch andere so blamieren, und wollte es auch gar nicht darauf anlegen, weswegen ich Drake etwas angespannt ansah. "Verstehe", gab er mir nur zurück, bevor er sich von einem Butler ein Glas Champagner geben ließ. Er hielt es mir hin, woraufhin ich nur stark den Kopf schüttelte. "Spinnst du?", knurrte ich, "hab mich schon selbst abgefüllt. Noch ein Glas und du darfst mich zurück zum Schloss tragen", erklärte ich noch etwas energisch bevor ich beobachtete, wie er mit den Schultern zuckte und das Glas leerte, ehe er mich angrinste. Ich spürte schon wie er wieder provozieren und etwas sagen wollte wie ich wusste du hältst nicht viel Alkohol aus, aber darauf wäre ich auch gar nicht weiter eingegangen. Eher widmete ich mich Valentin, welchem ich nun wieder mehr Zeit von mir schenken konnte. Ich beugte mich leicht zu ihm herunter, bis ich bei seinem Ohr angekommen war. "Das Tanzen mit dir ist mir hier untersagt", flüsterte ich, "aber wir holen das meinetwegen nach, sobald ich ausgeschlafen bin. Betrunken tanzen kann ich schon gar nicht", meinte ich dann noch lächelnd und stellte mich wieder aufrecht.

Denis:

Als Manuel sich aus dem Zungenspiel mit mir gelöst hatte und sich dafür wohl eher Gedanken um andere Dinge machte, beobachtete ich ihn eine ganze Zeit lang fasziniert und lächelte über seine Frage, die er mir daraufhin stellte. Es war schon lange her gewesen, dass ich meine Mutter und meine Schwester gesehen hatte. Meine Schwester war noch nicht einmal Volljährig, und eigentlich hatte sie mich an ihrer Seite immer gebraucht. Nun wo man mich aber dauernd verkauft hatte, war es mir einfach nicht möglich gewesen, meinen Platz an ihrer Seite einzuhalten. Auch meine Mutter hatte ich die Jahre über nicht mehr unterstützen können, wofür ich mich bei ihr sicherlich noch entschuldigen würde. Aber wie sollte man sich auf so ein Treffen vorbereiten, wenn man keine Ahnung hatte, wie es dem Rest der Familie momentan ging und ob sie wirklich noch lebten? In meinem Kopf machten sich genügend pessimistische Gedanken breit, die ich so schnell auch gar nicht verdrängen konnte, weswegen ich nur leise seufzte, dann aber doch noch zustimmen musste. Weshalb sollte ich diesen Vorschlag auch ausschlagen, wenn ich doch nichts lieber wollte, als die beiden wichtigsten Frauen in meinem Leben noch einmal wiederzusehen? Ich sah Manuel wieder in die Augen und lächelte entschlossen. "Sie würden sich bestimmt freuen, mich auch mal wiederzusehen. Auch wenn wir meiner Mutter lieber nichts von der Zeit bei dir erzählen", meinte ich dann etwas besorgt, "nachher kippt sie noch um. Sie kennt mich so schließlich nicht, sie weiß doch gar nichts mehr über mich. Wir können ihr sagen dass wir Geschäftspartner sind", ergänzte ich mich dann doch etwas unsicher. Ich wollte wirklich nicht lügen und irgendwas verstecken, aber es war besser so, weil ich wusste, dass meine Mutter Respekt vor den Gesetzen hatte. Sie wollte keinen Ärger haben, und einen homosexuellen Sohn zu haben, wäre wohl das Schlimmste, was ihr hätte passieren können. "Ich würde der ganzen Welt sagen, dass du der Grund bist, wieso ich glücklich bin", "aber meine Mutter achtet und ehrt die Gesetze. Der Herrscher persönlich müsste ihr schildern, dass das in Ordnung ist", meinte ich lächelnd und strich im sachte mit einer Hand über die Wange. "Es ist bestimmt nicht verwunderlich für sie, wenn zwei unwiderstehliche Typen Nachts vor ihrer Tür stehen", "meine Schwester wird ausrasten", erklärte ich lachend, "es wäre echt schön, würden wir das machen."
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Di Apr 29, 2014 6:54 am

Valentin:

Nachdem wir wieder nach drinnen gegangen waren, hatte ich das Gespräch zwischen Drake und Erik beobachtet und leicht grinsend dort neben gestanden, ohne etwas zu sagen. Es war schön zu sehen wie gut sie sich verstanden und miteinander umgehen konnten. Sie rissen zusammen Witze am laufenden Band, neckten sich und alberten meist herum, konnten aber bestimmt genauso gut über ernstere Themen sprechen.
Nach Eriks Worten und dem Betrunken tanzen kann ich schon gar nicht, musste ich doch unwillkürlich leise Lachen und blickte zu Erik hinauf. „Ich weiß gar nicht, ob ich noch tanzen kann. Das wurde mir mal beigebracht, doch hab ich diese Künste nicht gebraucht. Wir können damit auch ruhig warten, bis ich herausgefunden habe, ob ich dies überhaupt noch kann.“, murmelte ich leicht grinsend und versuchte mein rasendes Herz zu beruhigen, welches schon schneller schlug, seitdem Erik sich zu mir hinunter gebeugt hatte.
Eine knappe Stunde später waren dann auch endlich alle Gäste eingetroffen und man konnte sagen, dass dieses Event den Höhepunkt erreicht hatten, da die meisten auf dem Parkett ihr Tanzbein schwangen und einige sich gerade mit dem Alkohol den Rest gaben, während ich glücklicherweise noch immer bei klarem Verstand war, weil ich einfach nicht viel trinken wollte. Ich hatte mich dafür viel lieber mit Erik unterhalten, ihn davon abgehalten sich um all die Gäste zu kümmern, welche auch oft mit ihm, dem Herrscher, reden wollten. Auch einige attraktive Frauen waren dabei gewesen, die Erik sicherlich fragen wollten, ob er nicht mit ihnen tanzen wollte. Konnte man ihnen diese Frage denn verübeln? Erik sah wirklich unheimlich gut aus und hatte ein warmes Herz, in welchem ich wohl schon meinen kleinen, bisher nur noch nicht allzu wichtigen, Platz eingenommen hatte. „Valentin Rahmel?“, erkundigte sich eine ziemlich tiefe und raue Stimme nach mir, schien auf einiger Entfernung zu sein und dennoch war sie laut und klar zu verstehen. Ein wenig erschrocken drehte ich mich in die Richtung, aus der ich meinen vollständigen Namen gehört hatte. In unserem Umkreis war es stiller geworden, seitdem mein Name gefallen war, weil meine Geschichte scheinbar doch bekannt war, wahrscheinlich nur ohne Details und meinen jetzigen Aufenthaltsort. Nachdem ich endlich denjenigen gefunden hatte, welcher mich gerufen und nun gerade auf mich zu lief, versuchte ich mich an seinen Namen zu erinnern, da er mir doch bekannt vorkam. Natürlich, der Kerl hieß Gabriel. Er trieb sich immer auf solchen Events rum und so war es schon oft zu Kontakt zwischen ihm und mir gekommen, welcher immerhin besser war, wie der mit all den Männern, ausgenommen Erik, der letzten Jahre. „Du bist es wirklich.“, meinte er triumphierend und musterte mich einmal von oben bis unten, als er bei mir angekommen war und er sämtliche Blicke mit sich gezogen hat. „Der entführte Thronfolger ist also wieder zurück“, spottete er ein wenig, bevor er dann auch einmal zu Erik sah, welcher noch immer unmittelbar neben mir stand. Ich hatte ihm nie davon erzählt und auch gehofft, er würde nie etwas über diese Sache erfahren. Es war nicht so, dass ich mich vor dem Thron drücken wollte. Ich war einfach nicht in der Lage diesen einzunehmen, wäre auch ein ziemlich lächerlicher Herrscher, nachdem ich Jahre lang verschwunden war und mich benehmen würde, wie ich es momentan tat. Um uns herum brach Getuschel aus, während ich mich in meiner Haut ziemlich unwohl fühlte. Ich hatte gehofft nicht in solch eine Situation zu gelangen, immerhin war der Abend ja auch beinahe geschafft. Wieso musste Gabriel unbedingt nun aufkreuzen? „Zurück würde ich nun nicht unbedingt sagen.“, gab ich zurück und lächelte bitter. „Wieso bist du denn dann hier?“ Was ich ihm darauf antworten wollte? Ich hatte keinen blassen Schimmer. Nun wo er wusste, dass ich noch lebte und es mir auch einigermaßen gut ging, würde er meinen Vater davon wissen lassen, welcher bestimmt auf ein Neues nach mir suchen lassen würde. Gabriel war ein Adliger unseres Landes, hatte seine Position geerbt und war sie keinesfalls würdig. Er war nur scharf auf all die Events und die Frauen, alles andere war ihm egal. „Um einem Freund zur Seite zu stehen.“, erklärte ich kurz, bevor ich leise seufzte. „Den tollen Kerl neben dir? Warst du etwa die ganzen Jahre bei ihm, ohne dich bei deinem Volk und Vater zu melden, welche krank vor Sorge waren?“, hinterfragte er und hob misstrauisch eine Augenbraue, bevor er Erik nur noch einmal ansah. „Nein. Nachdem ich entführt wurde und etlichen Leuten erklären wollte, wer ich war, wurde ich ausgelacht, habe es irgendwann gelassen meine soziale Position klarzustellen und lieber geschwiegen. Erik, mittlerweile ein guter Freund von mir, hat mir geholfen und mich gerettet. Ihm habe ich nur nicht erzählt, wer ich denn wirklich bin, weil ich auch noch nicht bereit bin, zurückzukommen.“ Wie sehr ich es hasste alles zu erklären, so viel reden zu müssen und im Mittelpunkt zu stehen. Wieso musste Gabriel hier auch alles in der Öffentlichkeit hinterfragen. Die meisten Leute musterten mich. Ich war eine Witzfigur, nichts weiter. Ich war erbärmlich. Das waren Gründe, warum ich nicht zurück gewollt hatte und Erik auch nicht erklären konnte, wer ich war. Er hätte mich doch bestimmt für lächerlich gehalten, als Thronfolger eines Landes. „Soll ich genau das deinem Vater sagen? Denkst du er wird stolz auf dich sein?“ Ich schluckte schwer bei seinen Worten und blickte zu Boden. Ich wollte meinen Vater nie enttäuschen, doch wenn ich ihm so unter die Augen trat, würde er mich bestimmt auch nicht mehr als Thronfolger in Erwägung ziehen. Doch wollte ich diesen Posten überhaupt? Meine Gedanken überschlugen sich und ich war vollkommen überfordert. „Du sollst ihm gar nichts sagen.“, brummte ich und atmete tief durch, bevor ich mir durch meine Haare fuhr. Es machte mich fertig, wie er einfach jedes meiner Worte zu seinen Gunsten nutzte. Damit ich mich nun nicht mehr mit ihm unterhalten musste, drehte ich mich zu Erik. „Es tut mir leid, dass ich euch nicht vorher gesagt habe, wer ich bin. Aber wenn ihr davon gewusst hättet, vor zwei Tagen, hättet ihr mich bestimmt nicht ernst genommen und für lächerlich und erbärmlich befunden, so wie all die anderen vor euch. Das hätte ich euch nicht einmal verübeln können, doch wollte ich gerade das vermeiden.“, murmelte ich leise, sodass er, aber nicht alle anderen, verstand, was ich sagte. „Dann willst du ihm also weiter Kummer bereiten, durch den Glauben sein Kind wäre tot?“, vernahm ich hinter mir, sodass ich mich ein wenig bedrückt wieder umdrehte, diese Haltung aber wieder ablegte. Vermutlich wäre es besser gewesen, ich hätte mich gegen diesen Ball gewehrt. Vermutlich wäre es besser, wenn mein Vater weiterhin denken würde, ich wäre tot. Denn ich war nicht der Mann, der fähig war über ein Land zu herrschen. Vielleicht wäre ich dies irgendwann. Doch momentan nicht. Vollkommen fertig wusste ich nicht einmal, was ich nun noch zu Gabriel sagen sollte, stand nur völlig planlos dort herum und starrte ihn an. Ich kam aus dem Schlamassel nicht raus. Entweder ich meldete mich persönlich bei meinem Vater oder ich blieb weiter bei Erik, enttäuschte damit aber ein Land und zusätzlich noch meinen Vater.

Manuel:

Denis war, wenn auch noch etwas besorgt, auf meinen Vorschlag eingegangen und so hatte ich mich gleich daran gemacht uns zwei Mäntel zu besorgen, hatte mir noch einmal ein anderes Hemd angezogen und noch schnell ein paar Blumen, sowie einen kleinen Präsentkorb besorgt, damit es nicht ganz so unhöflich war, einfach nachts, ohne Ankündigung, bei Denis' Familie aufzutauchen.
Es hatte auch gar nicht lange gedauert, da waren wir schon bei dem Haus angekommen, welches Denis noch in Erinnerung hatte. Es lag tatsächlich in unserem Dorf, sodass wir zu Fuß gehen hatten können, was uns gerade mal eine halbe Stunde kostete. Auf dem Weg zu dem Haus unterhielt ich mich noch ein wenig mit Denis, ließ mich über die Namen von seiner Schwester und seiner Mutter belehren und erfuhr noch andere Dinge aus seiner Kindheit, welche er mir anvertraute.
Ein kleines doch recht schönes Landhaus erstreckte sich vor uns, im Vorgarten mit einem kleinen Beet für Gemüse, sowie einem Baumstamm, in welchem eine Axt hing, welche jedoch schon länger nicht benutzt wurde. Wenn hier wirklich nur zwei Frauen lebten, dann war es nicht verwunderlich, dass kaum Holz gehackt wurde. Denn solch eine Arbeit ließ man den Mann normalerweise machen. Ich lief mit Denis über den kleinen Weg aus Stein hinüber zu der Türe aus Holz und blickte noch einmal zu Denis, bevor ich ihm noch einmal seine Haare richtete, sanft lächelte und dann an der Türe klopfte, aus dem Präsentkorb die Blumen entnahm und sie Denis gab, damit er diese abgeben konnte. Das was ich nun mitgenommen hatte, war nicht sonderlich viel oder etwas besonderes. Es sollte nur eine kleine Aufmerksamkeit sein, wenn wir schon aus dem nichts auftauchten.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Di Apr 29, 2014 8:03 am

Erik:


Still hatte ich fassungslos beobachtet was sich vor mir abgespielt hatte, während der Kerl gegenüber von Valentin Dinge von ihm als Thronfolger faselte, wie er sagte, dass er seinem Vater auch nur schlechtes überbringen würde, könnte er ihm nun nicht genau sagen, was sich in der nächsten Zeit tun sollte. Die beiden schienen sich besser zu kennen als ich anfangs geglaubt hatte, was mich an den Anfang meines Glaubens warf, den ich seit Valentin bei mir war, erst noch aufgenommen hatte. Es war ein Kampf zwischen dem Willen etwas zu tun, und der Ruhe die ich eigentlich hatte bewahren wollen. Aber ich sah keinen Grund mich hier nun zurückzuhalten, denn was der Kerl dort von sich gab, erniedrigte nicht nur den angeblichen Thronfolger, die blonde Schönheit neben mir, sondern auch mich, weil er in meinem Besitz lebte. Ich fuhr mir mit der Zunge sachte über die trockenen Lippen und starrte den Kerl vor Valentin noch eine ganze Weile an, bevor ich mir durch meine dunklen Haare fuhr und Valentin ein wenig zur Seite schob, damit ich mich vor dem Kerl positionieren konnte. Ich musterte ihn erst jetzt ein wenig und sah schon deutlich genug, dass er den Status den er angeblich besaß, keinesfalls verdient hatte. Wenn man so wollte, konnte man sogar sagen, dass er neben seinem arroganten Auftreten und diesem widerlichen Verhalten seinerseits gar nichts besaß. Er hatte vielleicht Geld und Frauen, aber in der Hinsicht war er wahrscheinlich wie mein Bruder. Mein Bruder hatte Macht und konnte damit tun was er wollte, nahm sich aber nur das ganze Geld und die Befriedigung die er sich teils gesetzwidrig besorgte. Für mich war die Situation hier also nur teilweise neu, da ich gar nicht wusste, ob ich nun die richtige Seite vertreten würde. Aber weshalb sollte ich Valentin nun noch im Stich lassen? Es stand fest, dass er es mir schuldig war, mir seine komplette Vergangenheit einmal zu offenbaren. Vorerst war jedoch viel wichtiger, was ich nun mit diesem Kerl anstellen sollte. Mir war nicht klar ob er sich in mein Land verirrt hatte oder tatsächlich ein geladener Gast war, was er aufgrund seines Adeltitels aber sein musste, doch trotzdem war das für mich noch längst kein Grund, mich nun nicht für seine niederen Worte zu revanchieren. Sein Status in der Gesellschaft interessierte mich gar nicht, selbst wenn er ein König oder ein Prinz wäre, das würde nichts daran ändern, dass er einen Fuß auf mein Land gesetzt hatte und somit unter meiner Macht stand, ich also mit ihm tun konnte was ich nur wollte. Ich lächelte ihn schwach an und neigte meinen Kopf leicht, als ich ihn ein letztes Mal gemustert hatte. "Was ist denn mit deinem Vater?", fragte ich, "ist er denn stolz auf dich? Ich meine, du kommst in mein Land und greifst dir den Thronfolger aus eurem Land, machst ihn öffentlich fertig und verlangst dann noch nach Ruhm?" Meine Worte glichen nur noch einem einzigen Spott, da ich diesen Kerl nicht einmal ernst genommen hatte. Was die Sache mit dem Thronfolger anging, das hatte ich im tatsächlich abgenommen. Aber der ganze Rest den er von sich gegeben hatte, konnte man protokollieren und hinterher verbrennen. "Ich denke schon dass er stolz auf mich sein kann. Ich habe kein Ende genommen wie dein kleiner blonder Freund", gab er mir nur zurück, was mich in gewisser Weise schon arg provozierte. Aber was sollte ich tun? Ihn hier und jetzt zusammenschlagen und mir ein schlechtes Image zuziehen? Ich blickte kurz zu Drake und deutete zu Valentin, welchen er sich schappte und dann den Weg mit ihm nach draußen antrat. Er brauchte nicht länger hier sein, wenn ich nun die Gründe dafür kannte, weshalb er gar nicht erst hatte herkommen wollen. Außerdem musste er nicht miterleben, wie ich mich mit diesem dummen Adel auseinandersetzte, der wirklich nicht zu wissen schien, vor wem er hier stand, wenn er mich schon so niedrig ansprach. Mittlerweile hatte wohl so gut wie jeder mitbekommen was hier passierte, weswegen es mich nicht wunderte, als Melina mit ihrem Vater plötzlich neben mir stand. Von Damien vernahm ich nur ein leises "was ist hier los?" und Melina krallte sich in den rechten Ärmel meines Jacketts, schien zu erwarten dass ich nun irgendetwas sagte, das die ganze Sache beendete, damit die Lage sich hier wieder beruhigte. Aber meine Wut auf diesen Typen wuchs bei jedem seiner arroganten Blicke, dennoch packte ich ihn nicht an. "Wenn ihr es als schlecht bezeichnet, an der Seite des Herrschers zu arbeiten", verkündete ich, "müsst ihr ja noch über einem Herrscher stehen, um größer zu sein, als Valentin Rahmel es momentan ist", meinte ich lächelnd, woraufhin er mich nur angespannt ansah, kaum dazu kam etwas zu sagen. "Damien", meinte ich ruhig, "macht sich deine Frau heute wieder auf den Weg nach England?" Er nickte, schien schon zu wissen was ich meinte. "William?", vernahm ich ihn, "zeigen sie unserem neuen Freund doch mal sein Gemach in dem er auf seine Abreise wartet", fügte er noch bei. Ich beobachtete wie William, eine der Wachen, langsam in unsere Richtung marschierte und sich den Typen vor uns krallte. "Hey!", rief er, "was soll das? Ich habe doch gar nichts schlimmes getan!" "Spotte in der Gegenwart des Herrschers und der direkte Spott durch niedrige Ansprache des Herrschers", meinte Melina als sie mich endlich losgelassen hatte und vor mich getreten war, während sie den Kerl anlächelte, den William bereits festhielt. Sie winkte ihm provokant zu, was mich zur zum Lächeln brachte. Auch wenn wir gut für Aufruhr gesorgt hatten, dem war nun ein Ende gesetzt. Und jetzt war viel wichtiger, dass ich mich um meine blonde Schönheit kümmerte, während Melina und Damien wieder Ruhe in den Saal brachten.
Ich hatte mich nach draußen unter den Sternenhimmel begeben, außerhalb des Schlosses, und hielt Ausschau nach den beiden wichtigsten Männern in meinem Leben. Sie saßen gemeinsam auf der Holzbank die hinten am Fluss bei den Ställen stand, was mich dazu trieb, direkt meinen Weg dorthin anzutreten. Bei ihnen angekommen blieb ich hinter der Bank stehen und fuhr Valentin vorsichtig durch sein blondes Haar, strich ihm einige Strähnen zurück und blickte kurz zu Drake herunter, welcher meinen Blick eifrig erwiderte. Mit einer kurzen Geste deutete ich darauf hin, dass ich alleine mit Valentin sein wollte, weswegen er sich erhob und den Platz auf der Bank für mich frei machte. Ich ließ mich auch direkt neben Valentin nieder und blickte kurz zu dem Fluss, bevor ich aber rüber zu Valentin schaute. Er sah total aufgelöst aus, blass, weil er bis eben noch so panisch gewesen war. Ich war nicht einmal wütend darüber, dass er mir das verschwiegen hatte. Trotzdem musste er mir sagen, was sich zugetragen hatte. "Es tut mir leid", meinte ich ruhig, mit sanfter Stimme, "hätte ich gewusst, dass du Angst vor so einem Treffen gehabt hattest, hätte ich dich nicht mit her geschleppt. Ich hätte dir diese Erniedrigung nicht antun müssen." Ich würde mich den Rest meines Lebens dafür entschuldigen können, doch glaubte ich nicht, dass uns das in gewisser Weise voran brachte. Ich wollte ihm irgendwie helfen, aber dafür musste ich seine Vergangenheit kennenlernen, was nur funktionieren könnte, würde er auch mit mir kooperieren. "Verstehst du jetzt, wieso ich wissen muss, was dir alles passiert ist? Ich kann dir nicht helfen, und das würde ich sehr gerne. Ich würde dir gerne dabei helfen, auf deinen Thron zurückzukehren und dich mit deinem Vater darüber auseinanderzusetzen, was geschehen ist. Er muss nicht jedes Detail wissen, Valentin", meinte ich leise und strich ihm sanft mit meinen Daumen einige Tränen aus dem Gesicht. "Er muss nur wissen, dass es dich gibt, und dass du jemanden hast der dich unterstützt, egal welchen Weg du einschlagen willst."


Sunshine:


Schläfrig tapste ich mit der Tasse Tee die ich mir eben erst noch gemacht hatte in Richtung des Schlafzimmers meiner Mutter um ihr diese zu bringen, vernahm im nächsten Moment aber das Klopfen an der Tür und zuckte kurzzeitig zusammen. Es war schon kurios genug dass um die Uhrzeit noch jemand hier vorbei kam, aber für den ersten Moment war mir das auch egal. Ich stellte die Tasse mit dem Tee auf dem Nachttisch im Schlafgemach meiner Mutter ab, fragte sie ob sie noch etwas benötigte, woraufhin sie nur lächelnd den Kopf schüttelte, weswegen ich ihr Gemach wieder verließ und mich auf den Weg zur Haustür machte. Auch wenn ich nach dem Ball eben absolut keine Lust mehr hatte mich noch groß zu unterhalten falls wieder einer dieser Versicherungskerle vor der Tür stehen sollte, mit denen ich sowieso nichts anfangen konnte. Ich strich meinen blauen Rock ein wenig glatt bevor ich die Hand an die Klinke legte, diese dann herunter drückte und die Tür etwas müde öffnete. Angespannt krallte ich beide Hände ein wenig in meinen Rock, der nun etwas enger lag als noch zuvor, während mein Blick völlig starr auf den beiden Männern vor mir lag. Ich spürte schon wie mir die Tränen hoch kamen, aber bevor es dazu kam dass ich weinte, kam mir der Jüngere der beiden entgegen, achtete auf den Blumenstrauß den er noch in der einen Hand hielt, als er mich in eine wohlige Umarmung zog, in der ich mich kaum halten konnte. Meine Beine wurden schwächer und deuteten an, dass ich mein Gleichgewicht verlor, während meine Hände so arg zitterten, dass ich schon glaubte, es würde wegen der Kälte um uns herum sein, womit ich aber vollkommen Unrecht hatte. "Oh Gott", keuchte ich nur schwer und wollte mich gar nicht mehr lösen, von dem Mann, den man mir einst genommen hatte. Wie hatte er wieder zu uns gefunden, nach den ganzen vergangenen Jahren? "Sunshine?", vernahm ich meine Mutter irgendwo hinter mir, befreite mich dann, nicht jedoch ganz, sondern umschlang mit einem Arm noch die Hüfte meines Bruders. Meine Mutter, völlig schläfrig wie sie dort stand, konnte kaum ihren Augen trauen. Ich sah schon von hier wie sie kurz davor war zu weinen, es sich dann aber auch nicht mehr unterdrücken konnte und in Tränen ausbrach. Ich sah kurz rauf zu Denis und lächelte, was dieser nur erwiderte, bevor er auf meine Mutter zuging und sie erst einmal in den Arm nahm. Es war noch viel zu früh für mich um das zu verstehen, das würde ich wohl auch erst, würden wir uns nun noch einmal zusammensetzen und das alles durchgehen. Ich verstand die Welt überhaupt nicht mehr. Mein Blick wanderte zu dem Mann der noch auf der Schwelle stand, was mich mindestens genau so schwer aufatmen ließ. "Ouh", meinte ich dann vorsichtig, "entschuldigt, ihr seid nicht etwa hier weil ihr schlechte Nachrichten bezüglich meines Bruders habt?" Ich hatte stets gelernt wie man sich verhalten sollte, wenn Adelige vor einem standen. Nun aber, wo der Bruder des Herrschers und somit auch ein Oberhaupt, vor mir stand, fiel mir das um einiges schwerer. Vor allem noch wenn er so hübsch war. Diesen Gedanken versuchte ich aber schnellstens wieder zu verdrängen, während ich ihn dennoch einmal musterte, bevor ich ihm wieder in die Augen schaute. "Oder seid ihr zusammen mit ihm hergekommen? Habt ihr ihn hergebracht? Hat er irgendwas angestellt?" Während ich mich hier sogar einige Male versprach, meine Mutter sich noch mit Denis unterhielt, ihm sagte wie glücklich sie sei, begann ich immer mehr zu verzweifeln. Es konnte doch nicht so schwer sein, sich mit einem Herrscher zu unterhalten. Glücklicherweise half mir Denis aber aus dieser unmöglichen Situation. Ich spürte eine seiner Hände auf meiner Schulter, was mich dazu trieb, kurz zu ihm rauf zu sehen. Ich zitterte noch immer am ganzen Körper und wusste gar nicht wo ich zuerst mit mir hin sollte. Denis hatte bestimmt so viel zu erzählen, vor allem, weswegen er hier mit einem Herrscher aufschlug! Es war alles so unglaublich interessant, und doch viel zu verlockend. Ich hasste dieses Gefühl, aber was sollte ich schon tun? Ich musste mich benehmen, das hatte ich gelernt. Doch ging das in der Gegenwart eines so hübschen Mannes überhaupt? Ich strich mir einige Strähne aus dem Gesicht und lächelte den Herrscher an, vernahm aber Denis über mir und schwieg somit. "Sunshine, das ist Manuel", erklärte er mir, "aber nur weil du seinen Namen kennst, heißt es nicht, dass du ihn niedrig ansprechen sollst", lehrte er mich noch, worauf ich dann verständlich nickte. Schließlich war es leicht, solche Dinge zu beachten. Ich spürte wie Denis sich zu meinem Ohr herunterbeugte um mir etwas zuzuflüstern. "Wir haben uns durch Zufall getroffen und uns auf Anhieb verstanden", flüsterte er, "ein Grund mehr, höflich zu ihm zu sein. Verstanden, Schwesterherz?" Erneut nickte ich, lächelte dann aber wieder Manuel an. "Hi!", brachte ich noch hervor, um nicht ganz so doof auszusehen und dennoch höflich zu bleiben.
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Defenseless Slaves
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