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 Defenseless Slaves

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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Do Apr 24, 2014 4:59 am

Erik:

Die Entscheidung die ich getroffen hatte, lag mir noch immer schwer im Magen und ließ mir auch absolut keine Ruhe, was mich auch dazu getrieben hatte, mich mit Alkohol ein wenig abzulenken. Eigentlich hatte ich mich auch mit einigen Frauen beschäftigen können, während mein Bruder sich den Tag über wieder Beschäftigungen gesucht hatte, was sogar eine Erleichterung für mich darstellte, da er es wahrscheinlich komplett auf mich abgesehen hatte. Immerhin hatte er gestern früh erfahren, dass Valentin sich vom Schloss entfernt hatte, ohne dass ich ihm die Erlaubnis gegeben hatte. Er war einfach so abgehauen und nun hatte ich ihn dafür in den Kerker sperren lassen, zwischen einige andere Verbrecher, zu welchen er doch eigentlich gar nicht zählte. Ich wollte ihm das auch nicht zumuten, aber was blieb mir schon? Er hatte sich widersetzt und er musste daraus lernen. Was redete ich mir da nur für einen schnippischen Schwachsinn ein?
Mit den Schlüsseln in meiner Hand machte ich mich auf den Weg in den Kerker, dachte dabei noch mal über alles mögliche nach, was ich loswerden wollte, selbst wenn es mir nichts bringen würde. Drake begleitete mich, da ich ihm gesagt hatte, dass er sich um die Verbrecher unten in den Kerkern kümmern sollte.
Als wir unten angekommen waren, warf ich Drake die nötigen Schlüssel zu und marschierte mit einem goldenen Schlüssel in Richtung des Kerkers von Valentin, welchen ich auch ohne zu zögern öffnete und betrat. Ich blickte rüber zu Valentin und unterdrückte mir ein gequältes Seufzen, bevor ich auf ihn zu ging und mich vor ihn hockte. Ich steckte den Schlüssel in meine Hosentasche und sah Valentin an, beließ es jedoch auch bei einem Blick, ließ meine Hände bei mir, auch nicht gewillt, ihn nun groß anzupacken oder sonstiges. Ich wollte ihm schließlich nichts antun, auch nicht gegen seinen Willen angehen und ihn nur fragen, was er nun für akzeptabel hielt. "Ich habe mich über den Mann von vorhin erkundigt", stellte ich ernst klar, "vor dem Gericht wird entschieden, was mit ihm passiert, da man ihn bereits kennt. Nicht nur wegen Mord, auch wegen Misshandlung", fügte ich noch leise bei und fuhr mir durch meine dunklen Haare. "Ich habe von ihm persönlich in Erfahrung bringen können, wo er dich hinschicken wollte und was er ehemals mit dir vorgehabt hatte. Deswegen möchte ich dich nun etwas fragen", gab ich ruhig von mir und senkte meinen Blick kurz, hob ihn aber recht schnell wieder an, da nun entscheidend war, was Valentin antworten, falls er das überhaupt wollen würde. "Was ist dir lieber? Dass ich dich aus dem Kerker lasse und zurück in die gefährliche Welt schicke, du wieder in die Arme eines Bastardes wie Aristoteles läufst, oder dass ich dich aus dem Kerker, und hinterher auf mein Gemach bringe, damit du dich frisch machen kannst, damit ich hinterher ein Gespräch mit dir führen kann, um dir den gestrigen Abend, den heutigen Morgen und deine Bestrafung zu erklären? Du hast freie Wahl", erklärte ich besorgt.

Denis:

Als es endlich später geworden war und bereits feststand, dass wir uns gemeinsam auf den Friedhof begeben würden, war mein Körper kaum noch zu halten, genau so wenig wie die Vorstellungen die sich in meinem Kopf ausbreiteten. Es schien noch immer völlig krank, dass es mich nicht überforderte, wenn ich doch weiterhin keine Rechte hatte und einfach nur die Klappe halten sollte, bis man mir einen Befehl erteilte. Aber sollte ich lügen, und behaupten, dass mir die ganze Sache keinen Spaß bringen würde? Ich genoss seine Nähe und die Art wie er beim Sex mit mir umging, auch wenn ich mich nicht damit abfinden konnte, dass ich eine eingespielte Rolle in dieser ganzen Beziehung hegte, diese aber nicht wirklich wahrnehmen konnte, weil mein Verlangen nach dem Mann so groß war, dass ich diese Sklavennummer komplett zu vergessen schien. Ich wollte einfach nur dass er sich mit mir beschäftigte, mir Befehle gab die ich erfüllen durfte, und mich bloß mit niemandem alleine ließ, den ich nicht kannte. Ich brauchte keinen seiner komischen Freunde, welche ich nun glücklicherweise losgeworden war. Ich brauchte nur ihn und seine kranken Spielchen, in Hoffnung sie würden die nächste Zeit auch nicht mehr enden. Das war alles, was ich hier am Platz noch brauchte.
Ich hatte mich von Manuel mitziehen lassen, spielte auch mit, als er mich auf seinen Schoß gezogen und seine Hände jeweils an meine Wangen gelegt hatte. Mein Blick erwiderte seinen stets, auch nicht gewillt diesem auszuweichen. Für mich galt, auch diesmal möglichst leise zu agieren, selbst wenn ich gar nicht mehr daran glaubte, dass das in seiner Nähe möglich war. Vor allem nicht bei dem Adrenalin, was ich gleich noch spüren würde. Wir befanden uns am frühen Abend gemeinsam auf dem Friedhof, wollten diesen auch nur nutzen um vor allem Manuels Spiele noch ein wenig zu erheben, nur noch mal zu verdeutlichen, dass seine Fantasien noch besser auszuleben gingen. Und das ganz im Schema meiner eigenen Idee, die uns erst hierher geführt hatte.
Nachdem Manuel mein Hemd zerrissen und es mir von den Schultern gestrichen hatte, spürte ich seine warme Hand auf meinem Oberkörper, während ich seinen Worten aufmerksam lauschte. Und ich will, dass du weißt, dass es heute auch deine Aufgabe ist, mich glücklich zu machen, vernahm ich nur, woraufhin ich schwach nickte, ehe ich zum ersten Mal meine Hände ein wenig anhob. Ich legte eine Hand vorsichtig in seinen Nacken, schob sie ein wenig höher zwischen den Haaransatz in seinem Nacken und zog somit seinen Kopf ein wenig zurück, beugte mich ein wenig zu seinem Hals vor und fuhr mit meiner Zunge zärtlich über diesen, dennoch darauf achtend, dass ich nun seinen Befehl nicht missachtete, falls ich das nicht bereits getan hatte. Aber ich hatte seine Worte als einen Befehl angesehen, der mich dazu befugte, mich selbst daran zu versuchen, seinen Puls ein wenig anzukurbeln, was ich dementsprechend auch versuchte. Zusätzlich zog ich meine Hand aber von seiner Schulter und rutschte auf seinem Schoß nur ein Stück zurück, ließ meine Hand über seine Oberschenkel gleiten, bevor ich sie irgendwann in seinen Schritt schob und sie dort nur mit einem leichten Druck ruhen ließ. Ich löste mich auch kurz von seinem Hals und ließ ein wenig von seinem Kopf ab, hatte somit wieder eine freie Hand, die ich dann aber an sein Kinn legte und dieses leicht nach oben drückte, damit er mich wieder ansah. Dann widmete ich mich mit meiner Zunge begierig seinen weichen Lippen, gar nicht gewillt nun noch auf meinen Verstand zu hören, der danach verlangte, dass ich lieber auf direkte Befehle wartete. Wenn, sollt er mich nun eben für meine Taten bestrafen, falls sie falsch waren, sie ihm nicht gefallen hatten, oder er andere Gründe hatte. Ich tat nur, wonach er indirekt verlangt hatte. Versuchte, ihn glücklich zu machen, was ich noch weitlaufend fortführen würde.
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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Do Apr 24, 2014 5:36 am

Valentin:

Jede Sekunde in diesem verfluchten Kerker kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, weil ich vollkommen alleine gelassen war, mit meinen Gedanken und den anzüglichen Kommentaren der Männer in den Zellen neben mir, welche imposant kommentierten, dass so ein Schwächling, wie ich es doch war, hier unten gelandet war, obwohl ich kaum etwas Schlimmes hätte anstellen können, womit sie sogar recht behielten. Ich hatte nichts getan, was es rechtfertigte, mich hier hineinzustecken, zu all diesen Männern. Da ich ihnen aber nicht zuhören wollte, konzentrierte ich mich lieber auf meine Gedanken, welche aber auch nicht rosig aussahen, sodass es für mich dort unten eigentlich egal war, was ich tat. Ob ich nun den minderbemittelten Gefangenen zuhörte oder eben mir selbst und dem unsinnigen Zeug, welches mir durch meine Gedanken ging, es machte letztlich doch keinen Unterschied.
Damit, dass ich hörte, wie man einen Schlüssel in das Schlüsselloch der Zelle steckte, in welcher ich saß, öffnete ich letztlich auch meine Augen und konzentrierte mich eher darauf, wer nun dabei war diese Zelle zu betreten, was mir aber beinahe schon klar gewesen war. Denn nur einer hatte mich überhaupt ans Schloss geholt. Ich verfolgte Erik mit meinem Blick, hörte auch nicht auf ihn anzusehen, als er sich bereits vor mich gekniet hatte. Bei seinen Worten, die er mir entgegen brachte, war mir jedoch nicht mehr zumute, ihn anzusehen und so wendete ich meinen Blick seufzend ab, blickte auf den steinernen Boden, auf welchem ich bestimmt auch schon Stunden saß. Ich habe von ihm persönlich in Erfahrung bringen können, wo er dich hinschicken wollte und was er ehemals mit dir vorgehabt hatte, erklärte mir Erik und ich war sicher, dass ich gar nicht erst hören wollte, was Aristoteles mit mir anstellen hatte wollen, selbst wenn ich mich fragte, wie er an diese Informationen gekommen war. Aristoteles war jemand, der über sein Vorgehen meistens schwieg. Mit dieser Frage im Hinterkopf, ohne aber daran zu denken sie ihm je zu stellen, hörte ich ihm weiter zu und seufzte leise, als er mich vor eine Wahl stellte. Zwar glaubte ich nicht, dass das Risiko sonderlich hoch war, dass ich wieder auf jemanden traf, der mich kannte, doch war ich mir da nicht so sicher. Denn immerhin hatte man meinen Körper schon so oft verkauft, dass ich nicht mitgezählt hatte, wie viele verschiedene Männer mich schon besitzen durften. Da ich momentan auch nicht sonderlich viel Glück zu haben schien, wollte ich es nicht noch herausfordern und war somit entschlossen, was meine Antwort anging. „Ich komme mit auf dein Gemach.“, murmelte ich schließlich, als ich wieder zu Erik sah und dann vorsichtig aufstand, beinahe schon wieder umknickte, weil meine Beine eingeschlafen waren. Da ich mich jedoch an der Wand stützen konnte, fiel ich nicht hin, um mich noch lächerlicher zu machen, wie ich sowieso dastand.

Manuel:

Denis, welcher stets versuchte, meinen Auftrag auf seine Art und Weise auszuführen, schien kaum zu bremsen, in seiner Euphorie auf unsere weiteren Spielchen. Scheinbar schien ihm das Ganze zu gefallen, obwohl ich mich nicht mal bemüht hatte, ihm das alles schmackhaft zu machen. Ich gab mich ihm für die ersten Momente vollkommen hin, ließ meine Hände an seinem Becken ruhen und genoss es, wie er dort mit seiner Zunge arbeitete, seine Lippen dann immer wieder auf meinen Hals drückte und diesen liebkoste. Für einen Moment schloss ich meine Augen, öffnete sie aber recht schnell wieder, als seine Hand einen Weg zu meinem Schritt gefunden hatte, wo er leichten Druck ausübte, was mich auf keuchen ließ, bevor er mein Kinn auch schon wieder zu sich hoch gedrückt hatte und sich nun meinen Lippen widmete, was mich und nicht nur mein Herz rasen ließ. Das Spielchen, welches er mit mir trieb, hatte ich mir zwar anders vorgestellt, doch war seine Sichtweise der Dinge nicht falsch und durchaus angenehm, sodass ich ihn vorerst machen ließ, ihm die Zeit gab, die er denn haben wollte, um seinen Auftrag auch zufriedenstellend auszuführen. Doch hielt ich das irgendwann nicht mehr aus, da seine Hand, welche zuvor in meinem Schritt geruht hatte, Folgen mit sich zog, welche so langsam unangenehm wurden, sodass ich Denis am Schopf ein wenig zurück zog und in seine Augen sah. „Das was du tust, ist schön und gut“, murmelte ich keuchend, „Doch ich habe heute nicht die Lust auf ein langes Vorspiel.“ Natürlich gefiel mir, was Denis tat, was ich auch nicht leugnen wollte, selbst wenn es von dem einfachen Befehl abwich und in eine Richtung ging, die ich schon in Liebeleien einordnen wollte, doch hielt ich es irgendwann einfach nicht mehr aus, dass er so langsam voran schritt.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Fr Apr 25, 2014 5:04 am

Erik:

Mit einem besorgten Blick beobachtete ich, wie Valentin sich vom Boden erhoben und sich direkt an der Wand abstützen konnte. Mein Kopf verlangte direkt danach dass ich ihm half, ihn zumindest stützte, wenn ich ihn schon nicht auf mein Gemach tragen durfte, was er nämlich niemals dulden würde. Aber ich beließ es dabei weder etwas von mir zu geben, noch ihm zu helfen. Ich wollte es nicht übertreiben, wenn er noch immer nicht verstehen konnte, dass ich ihm absolut nichts tun wollte. Er hatte es nicht anders gewollt, er hatte beinahe danach verlangt dass ich nach ihm suchte und ihn dann so schlecht behandelte. Ich tat es doch aber trotzdem nicht. Ich wollte schließlich alles tun damit es ihm besser ging, aber ich wusste, er würde alles, was ich versuchen würde, abblocken und mich nur wieder scheu von sich weisen. Und darauf konnte ich mit der momentanen Laune wirklich verzichten, weswegen ich auch nur wartete bis er den Kerker verlassen hatte und dann vor ihm marschierte, ihm auch den nötigen Freiraum ließ da ich nach der Aktion heute sicherlich nicht noch einmal so ruhig handeln würde. Ehrlich gesagt hatte er froh sein können, dass ich nicht wütend geworden war, auch wenn diese Feststellung nur ein kleines bitteres Spiel in meinem Verstand bedeutete.
Wir waren mittlerweile ohne große Gespräche auf meinem Gemach angekommen, ich für meinen Teil stand aber ruhig am Fenster und blickte gebannt nach draußen. Es war wieder so dunkel geworden, ein weiterer Tag war vergangen, ohne dass ich auch nur einen Erfolg erlebt hatte. Ich sah seufzend rüber zur Tür des Badezimmers, wo ich Valentin hinein verfrachtet hatte. Ich hatte ihn beinahe dazu gezwungen, ein Bad zu nehmen, da sein Körper so leichter zur Ruhe kommen, und er heute froh ins Bett gehen konnte. Er sollte sich wenigstens ausruhen für den nächsten Tag, da er morgen mit auf einen Ball kommen müsste, und ich ihn dort nicht hinter mir her schleifen wollte. Weshalb ich einen angeblichen Sklaven dort mit hin schleppen wollte? Weil er für mich einfach kein Sklave war, und ich so glaubte, ihm vielleicht zeigen zu können, dass es mir Ernst mit ihm war. Aber davon genug. Ich marschierte zu meinem Kleiderschrank und zog dort für Valentin eine bequeme Schlafanzughose und einen weichen, zu der Hose passenden Pullover heraus, ebenso wie ein Paar Socken und Boxhershorts, die ihm, worüber ich nicht mal nachdenken musste, sowieso passen würden. Dann trat ich den Weg zum Badezimmer an, klopfte ein wenig und trat danach hinein. Mein Blick fiel stets nicht zuerst zu Valentin, welcher dort noch immer in der Badewanne im warmen Wasser lag, auf der Oberfläche der ganze Schaum und im Raum der Geruch von Rosen. Ich atmete tief durch und legte die Klamotten auf eine der Ablagen, ehe ich die Badezimmertür schloss, damit die Wärme nicht schwinden ging, und mich am Rand der Badewanne niederließ. Ich war nicht hier um Valentin beim Baden, oder ihn nackt zu sehen. Ich wollte ihn bloß auf eine Kleinigkeit ansprechen, die mir wirklich immens wichtig war. "Hast du vor, noch einmal wegzulaufen? Dann sag es mir vorher und ich werde dich einmal von unserem Arzt checken lassen, was ich sowieso morgen, vor dem Ball, wo ich eigentlich mit dir hin will, einmal tun werde. Außerdem würde ich dir dann wenigstens einige Sachen mit einpacken, damit du draußen in der Welt klar kommst. Geld und Klamotten, sowie Essen und Trinken habe ich hier schließlich reichlich", begann ich ruhig und sah rauf zu seinen blonden Haaren, legte meine Arme auf den Rand der Badewanne und stützte meinen Kopf auf diese. Dann sah ich wieder rauf zu Valentin. "Du bist hier nicht freiwillig, und nicht anwesend, damit ich dir weh tun kann. Ich habe dich vorhin eingesperrt, damit du nicht wieder abhaust, damit du verstehst, dass ich dich genau so gut hätte töten lassen können. Aber ich habe dich nur dort festgehalten, weil ich nicht riskieren wollte, dass du mir wieder entfliehst. Dafür ist mein Interesse an dir einfach zu groß. Weißt du, dass du mich alles fragen kannst, was du willst? Ich beantworte dir jede noch so intimste Frage. Und auch Fragen, wie, ob ich dich gehen lassen kann. Meinetwegen, frag mich, ob ich dich gehen lassen kann, und ich werde es tun. Ich zwinge dich zu nichts, verstehst du? Zu überhaupt gar nichts", "ich will nur, dass es dir gut geht. Und ich weiß nicht, ob es dir draußen bei den Sklavenhändlern oder irgendwo in einer Gasse, ohne warme Kleidung oder etwas zu Essen, besser geht. Ich kann dir hier alles bieten wonach dein Herz schreit, du hast Freiheiten die du als Sklave niemals hättest. Wärst du wirklich ein Sklave, säßest du nicht in der Badewanne und ich würde dir nicht erklären, wieso ich das alles hier mache. Valentin, du musst das verstehen", meinte ich nur noch etwas leiser, mit einer angenehmen Stimmlage. Ich wollte dass sich diese Wogen endlich wieder glätteten, da es keinen Sinn machte, über die Aktion gestern Nacht, oder die, heute Morgen nachzudenken. Momentan ging es ohnehin nur noch darum, dass er mir glaubte. Und das würde sicherlich ein ganzes Stück Arbeit bedeuten, das war mir bewusst. Trotzdem hinderte das mich überhaupt nicht. Ich wollte für ihn, und um ihn kämpfen, das stand fest.

Denis:

Ich hatte seine Worte für den ersten Augenblick völlig außer Acht gelassen, da ich mich intensiv auf seinen Blick konzentriert hatte, auf seine Augen, in welchen sich mein eigenes Verlangen widerspiegelte. Mir wurde aber schnell klar, dass das eben eine Aufforderung gewesen war, und ich darauf auch ohne weitere Proteste einzugehen hatte. Für mich stellte die Sache kein Problem dar, auch wenn mich diese abrupte Art überraschte. Sie war gestern eigentlich nicht anders gewesen, nur diesmal war es beinahe in meiner Macht gewesen, was hier geschah. Trotzdem wollte ich mich nun nicht weigern und nickte nur schwach, konnte es mir trotzdem nicht verkneifen meine Lippen noch einmal auf seine zu drücken und ihn wohlwollend in einen Zungenkuss zu ziehen, welchen ich trotz seiner Ansage noch ein wenig ausdehnte, mich dann aber damit ausklinkte, dass ich meine Zähne für wenige Sekunden in seiner Unterlippe versenkte um ihn aufzuziehen, mir aber auch bewusst darüber war, dass er sich bestimmt noch dafür rächen und mich bestrafen würde. Nun würde ich im die Zeit aber gar nicht geben wollen, denn ich löste mich geschickt von ihm und rutschte ein wenig weiter zurück, befasste mich mit seinem Reißverschluss und öffnete diesen, ehe ich ihn mit seiner Hilfe ein wenig aus der Jeans befreite und auch seine Boxershorts ohne viel Gerede weit genug herunterzog. Mein Blick zog sich nahezu automatisch noch einmal rauf in seine Augen, ehe ich eine Hand wieder in seinen Nacken legte um seinen Kopf ein wenig zu mir zu ziehen, ihn dann wieder gekonnt in einen Kuss verwickelte, während ich mit meiner anderen Hand bereits sein Glied umschlossen hatte, und begann, dieses zu massieren. Ich zwang ihn auf diesen Kuss zu erwidern, in welchen ich ihn gezogen hatte, damit ich keinerlei Geräusche von ihm hören musste. Das würde die Tatsache, wie immens mein Verlangen gewachsen war, nur noch viel schlimmer machen. Denn aufgrund der Nacht gestern, der Tatsache dass er erniedrigend sein konnte, wenn er nur wollte, dass seine Macht mich vollkommen unterwürfig machte und diese Art mir unausweichlich gefiel, war jede kleinste Regung und auch das leiseste Wort für mich Ansporn, mehr von im zu wollen, als ich so durfte. Deswegen war ich mehr oder weniger sogar beeindruckt davon, wie viel Freiraum er mir nach der Aktion gestern noch ließ, und dass es nun meine Aufgabe war, ihn glücklich zu machen. Und dieser nahm ich mich natürlich liebend gerne an.
Als sein ersticktes Keuchen mich dazu gezwungen hatte, ihn aus dem Kuss zu befreien, unterdrückte ich mir ein schwaches Lächeln über diese Folter die ich ihm angetan hatte, ehe ich aber merkte dass ihn das doch schon ein wenig reizte, was mich dazu trieb, dass ich meine Hand aus seinem Nacken zog und für den Moment von seinem Glied abließ. Ich wollte ihn nicht verärgern, ihn aber auch nicht direkt davonkommen lassen und beweisen, dass ich wirklich auf jedes einzelne Wort hören würde. Ich schob zwei Finger unter sein Kinn und hob somit seinen Kopf leicht an, sah ihm in die Augen und grinste beinahe schon mehr hämisch, als eigentlich gewollt provokant. „Ihr könntet mir persönlich die Kehle durchschneiden, wenn ich nun aufhöre, euch beglücken zu wollen‟, knurrte ich, als ich mich leicht zu seinen Lippen nach vorne gebeugt hatte. „Aber vielleicht ist das ein Grund, um einem untalentierten Sklaven wie mir nicht die Macht zu geben‟, säuselte ich noch an seine Lippen, auf welche ich meine noch für einen Augenblick drückte, bevor ich mich auf meine ehemalige Position, unterhalb seiner Beine begab und meine Finger leicht in seine Oberschenkel krallte, nachdem ich meinen Kopf herab zu seinem Glied gesenkt und dieses zwischen meine durch den Kuss feuchten Lippen genommen hatte. Ich verwöhnte dieses mit meiner Zunge, wurde aber schnell überheblich genug um ihn hin und wieder trotz Manuels auflaufenden Euphorie immer wieder provozierte und für einen Moment begann mich nicht mehr zu regen, aber schnell feststellte dass ihm diese Tatsache der Provokation absolut nicht gefiel. Ich wollte ihn auch gar nicht länger auf die Folter spannen und ging somit auch ohne weitere Provokationen auf seinen Befehl ein, ohne mich dagegen zu sträuben oder noch einmal zu protestieren. Ich hatte ihn beglücken wollen um später durch solche Aktionen bei ihm Pluspunkte sammeln zu können. Die Hintergründe die das hatte, schockierten mich selbst, aber was sollte ich schon groß tun oder sagen? Es gab keinen Grund mich zu sträuben oder zu ekeln, ich wollte diesem Mann gefallen und das dadurch, das ich lernte, das alles hier schneller zu schätzen als man es von mir verlangen würde. Was besaß ich denn schon, außer meinem momentanem Meister, dem Sex mit ihm und meinem momentanem Aufenthalt hier am Schloss? Es war nicht so dass ich keine andere Wahl hatte und mich dazu zwang, das alles hier zu mögen. Ich hatte die Idee mit dem Friedhof nicht grundlos vorgeschlagen, das alles war aus eigener Lust und eigenem Verlangen entstanden, in Hoffnung Manuel würde das vielleicht gefallen. Er sollte mitbekommen dass ich mir Mühe mit meinen Taten gab, in Hoffnung er würde sie und ihre unterschwelligen, viel zu dummen Botschaften verstehen. Und wenn ich meine Gedanken selbst so verfolgte, merkte ich erst, wie erbärmlich ich mich eigentlich verhielt. Ich erwartete Aufmerksamkeit von meinem Meister, wollte beachtet werden, mehr, als es ihm eigentlich möglich war. Ich hatte hier nur eine einzige Aufgabe, und die bestand darin, mich zu seinen Gunsten benutzen zu lassen, ganz gleich für welche Aktivitäten es auch sein musste. Aber mich interessierte das immer weniger. Ich hatte vorhin bei dem Gespräch mit seinen Freunden gemerkt, wie eingebildet und arrogant er sein konnte. Andererseits hatte er diese Dominanz, den Hauch von Sadismus und Beherrschung die ich so bewunderte. Er war wahrscheinlich ein begehrter Mann, hatte nur nicht die Lust sich mit der mittleren Schicht abzugeben, und besorgte sich trotzdem Sklaven wie mich, bei welchen er sich den langersehnten Sex besorgen konnte. War ich überhaupt die richtige Person für so was? Ich hatte mir nie viele Gedanken um Beziehungen und solch einen Kram gemacht, aber was genau erwartete ich überhaupt von Manuel? Ich bewunderte ihn für seinen Status den er hatte, und für die Art, wie er mit mir umging. Dieser Mann war wohl der Erste, bei welchem ich mich ernsthaft fragte, wie man ihn noch glücklicher machen konnte. Dass ich darauf aber nie eine Antwort finden würde, war offensichtlich. Ich konnte weder ihn, noch seinen Bruder fragen. Selbst wenn ich es mich wahrscheinlich trauen würde, wer sollte mir jemals ein Recht zum Reden erteilen?
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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Fr Apr 25, 2014 5:39 am

Valentin:

Nachdem ich meinen Körper in Eriks Gemach geschleppt hatte und dieser hinter uns die Türe geschlossen hatte, verwies er mich dann schon dazu, ein Bad zu nehmen. Anfangs sträubte ich mich gegen diese Idee, wollte weder in seiner Gegenwart, nur durch eine Tür getrennt, ein Bad nehmen, noch nachdem ich die ganze Zeit gelangweilt im Kerker gesessen hatte und unglaublich müde war. Da ich jedoch wirklich noch durcheinander war und die neue Situation erst einmal verkraften musste, stimmte ich letztlich auch seiner Idee zu und hatte mich ins Bad begeben, wo ich die Türe jedoch auch schloss, nachdem Erik auch sicher gegangen war, dass das Bad vorbereitet war. Somit entledigte ich mich auch meinen Sachen, bevor ich vorsichtig in die Badewanne stieg und zumindest versuchte, das warme Wasser auf meiner Haut zu genießen. Doch dazu blieb mir kaum Zeit, da ich unglaublich viele Fragen hatte, die ich Erik liebend gern stellen wollte, mich bloß nicht traute und sie mir selbst zu beantworten versuchte.
Es verging auch gar nicht viel Zeit, da hatte Erik das Badezimmer betreten um mir frische Sachen zu bringen, während er mich nicht anzusehen versuchte, zur Türe lief und diese schloss, bevor er sich vor die Badewanne, praktisch neben mich, hockte und begann mir die ganze Situation zu erklären. Ich blickte Erik ein wenig verlegen an, durch die Tatsache, dass ich es nicht gewohnt war, einen Mann neben mir zu haben, wenn ich badete. Für mich war es normal, dass man meinen Körper missbrauchte, aber nicht, dass man sich bloß neben mich setzte und mich ansah. Selbst wenn er jegliche Blicke auf meinen Körper mied und nur in meine Augen sah. Auf seine erste Frage hin, schüttelte ich bloß den Kopf. Ich hatte nicht vor noch einmal wegzulaufen, wollte auch kein Geld, keine Klamotten oder gar Essen und Trinken von ihm. Ursprünglich hatte ich bloß weg gewollt um endlich zurück zum Schloss und zu meiner Familie zu gelangen, doch so erbärmlich wie ich war, wollten sie mich bestimmt nicht dort haben, weswegen sich meine Pläne nun zumindest ansatzweise geändert hatten. So gefiel mir auch überhaupt nicht, dass Erik mich mit zu einem Ball schleppen wollte, wenn dort bestimmt auch Leute aus anderen Ländern vorhanden waren. Ich wollte niemanden treffen der mich kannte und dann sehen musste, wie lächerlich ich mich gab. Wie gebrochen ich mich gab. Doch darüber könne ich Erik sicher später noch berichten, in der Hoffnung er würde mich dann hier lassen, meinetwegen aber von einem Arzt durchchecken lassen, selbst wenn ich mir nicht sicher war, ob ich das für gutheißen sollte.
Die Tatsache, dass Erik mir sagte ich dürfte ihn alles fragen, egal wie intim es doch war, ließ mich nicht los, da ich wirklich eine Frage auf dem Herzen hatte. Nicht etwa, warum er mich gekauft hatte, da er beteuerte, mir nur helfen zu wollen. Doch etwas, was für mich noch wichtiger schien, wenn er nicht so sein sollte, wie die anderen. „Wieso hast du mich geküsst?“, brachte ich schließlich vorsichtig hervor und sah Erik weiterhin an, wie schon die ganze Zeit, was vollkommen ungewohnt für mich war, mit einem Menschen so lange Augenkontakt zu halten.

Manuel:

Nachdem Denis seinen Auftrag erfüllt, aber lange dafür gebraucht, hatte und ich mich nochmal anderweitig revanchieren konnte, war es dann auch schon ziemlich spät, selbst wenn ich nicht vorhatte, nun schon zurück zu gehen. Ich hatte Denis gesagt, dass er sich anziehen sollte, sowie ich es auch getan hatte. Gemeinsam mit ihm hatte ich mich dann an dem Grabstein niedergelassen, an welchem wir zuvor auch schon die ganze Zeit meine Spielchen durchgezogen haben. Ich beobachtete Denis einen Moment, bemerkte aber Recht schnell, dass ihm kalt war, da ich ja sein Hemd zerrissen hatte und so zog ich ihn ohne Vorwarnung zu mir, zog ihn in meine Arme, mit welchen ich ihn dann umschloss und versuchte, ihn mit meiner Körperwärme ein wenig warmzuhalten. Wir wollten ja nicht, dass er krank wurde und für mich unbrauchbar. Ein wenig lächelnd lehnte ich mit meinem Kinn letztlich auf Denis Schulter, während ich vorerst noch schwieg. „Abgesehen davon, dass ich dich das nächste Mal wirklich umbringe, wenn du mich so auf die Folter spannst, geb' ich dir nun doch mal die Chance, dank deiner grandiosen Individualität, mal zu erzählen, was dir auf dem Herzen liegt. Selbst wenn ich nicht glaube, dass es mich interessieren wird.“, meinte ich schließlich leise, da ich nahe genug an seinem Ohr lehnte. Ich war glücklich, befriedigt und für den Moment vollkommen zufrieden, sodass auch ich mal ein wenig netter zu sein versuchte, selbst wenn ich diese Nettigkeit nicht sonderlich raus hängen wollte und sie lieber noch mit einem nicht allzu netten Kommentar unterstrich. Vorsichtig und sanft verteilte ich letztlich ein paar Küsse auf dem Schulterblatt von Denis, während ich nun aber nicht darauf aus war, das alles groß ausarten zu lassen.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Fr Apr 25, 2014 6:08 am

Erik:

Seine Frage beschäftigte mich eigentlich gar nicht mehr, da ich verdrängen wollte, was ich ursprünglich angestellt hatte. Weshalb ich die Nacht genutzt hatte, um ihn zu küssen, wusste ich auch nicht mehr. Und aus welchen Gründen ich es am Morgen noch einmal versucht hatte, war mir ebenso wenig klar geworden. Aber trotzdem versuchte ich, mich zusammenzureißen und ihm eine Antwort auf seine scheinbar ziemlich ernste Frage zu geben. Ich brauchte ihn nicht belügen und im Grunde genommen hatte ich darauf auch nur eine einzige Antwort, welche ich aber trotzdem gerne verschweigen, es aber nicht länger tun würde. "Weil ich nicht widerstehen konnte", gestand ich, "du sahst unschuldig aus, hilflos. Aber nicht deswegen habe ich den Moment in der Nacht genutzt. Ich selbst war verzweifelt genug, im Wissen, wie man über mich spotten würde. Mein Bruder und seine widerlichen Freunde. Sie alle besitzen ihren kleinen jämmerlichen Sklaven, welchen sie Tag für Tag missbrauchen. Mein Bruder hatte geglaubt, ich würde dir exakt die Dinge antun wollen, die er seinen Sklaven angetan hatte", erklärte ich noch und senkte kurz meinen Blick auf meine Arme, ehe ich ihn aber wieder in seine Augen hob, und weiter auf seine Frage einging. "Als ich dich geküsst habe, wurde mir klar, dass ich das nicht könnte. Ich brauchte diese Bestätigung, um mir selbst sagen zu können, dass ich und mein Bruder keinerlei Gemeinsamkeiten besitzen. Du hast den Kuss in deinem Schlaf erwidert", murmelte ich, "und am Morgen war es einfach nur dieses Verlangen danach, dieses Interesse, herauszufinden, ob du dich erinnerst kannst. Ich weiß, dass es falsch war, und ich bedauere stark, was ich dir angetan habe." Meine Stimme hatte an Lautstärke schon längst abgenommen, war nur noch ein leises, dennoch angenehmes Brummen, welches stets nicht unhöflich oder gemein klang. "Ich hatte gehofft ich würde damit etwas bezwecken, aber ich hatte mich vollkommen geirrt. Ich wusste nicht, dass es dich noch mehr abschreckt, als ohnehin schon. Ich tue dir das nie wieder an, versprochen", seufzte ich beinahe schon unzufrieden über die Tatsache, dass ich das wirklich ernst meinte, und tatsächlich in Zaum halten würde, was sich in meinem Verstand so tat. Ich würde ihm seine Freiheiten lassen und ihn zu einem angesehenen Mann machen, wenn er das zulassen würde. Mehr würde ich aber auch gar nicht tun, um ihm zu helfen. Er würde keine Hilfe dulden, die sich auf Beziehungen zwischen uns belief. Dass ich mich brüderlich um ihn kümmerte, meinetwegen mal einfach bei ihm liegen oder ihn in den Arm nehmen würde. Vielleicht machte die Tatsache, dass ich ihn gekauft hatte, einfach alles wieder nieder, was mich unglaublich störte.

Denis:

Zufrieden wie ich noch immer war, ließ ich mich im nächsten Moment dazu überreden, noch weiter hier auf dem Friedhof zu bleiben, auch wenn man hier kaum von überreden sprechen konnte, da ich ohnehin keine andere Wahl als diese hatte. Mich störte bloß diese unglaubliche Kälte die meinen doch leicht angeschlagenen Körper angriff, nachdem Manuel mir vorhin mein Hemd achtlos zerrissen hatte. Er selbst hatte dafür aber recht schnell eine Lösung gefunden, eine, die mir wirklich schwer zu schaffen machte. Ohne Vorwarnung hatte er mich zu sich gezogen, in seine Arme, um mir mit seiner eigenen Körperwärme die Kälte ein wenig erträglicher zu machen. Ich spürte sein Kinn für einige Momente auf meiner Schulter, bevor ich auch schon aufmerksam seinen Worten folgte, was für mich eigentlich kaum möglich war. Diese normale Nähe zu ihm machte mich in den ersten Sekunden so fertig, dass mein ganzer Körper zur schwerer zitterte als vorher, und mein Puls direkt wieder in die Höhe schoss, sich von den Spielchen eben gar nicht beruhigen konnte. Aber seine Worte holten mich doch wieder auf den Boden, da sie nur noch einmal bestätigen konnten, dass Manuel wirklich ein Arschloch sein konnte, wenn er nur wollte. Er hatte sicherlich noch irgendwo eine andere Seite, die er alleine damit zeigte, dass er mich zu wärmen versuchte. Auch wenn es sicher nur dazu diente, dass ich nicht krank wurde, und er sich jemand neues kaufen müsste. Darüber war ich aber eigentlich auch ganz froh, weswegen ich mich nicht beklagen wollte.
Er hatte mir die Möglichkeit gegeben um ihm zu sagen, was mich momentan belastete, was wirklich nicht die schlauste Art war, sich mit einem Menschen wie mir zu unterhalten. Ich konnte wirklich melancholisch werden wenn man es so weit trieb, und vor Manuel wollte ich sicherlich nicht schwächer wirken, als ich es ohnehin war. Da ich nun jedoch auch nicht schweigen wollte, vor allem nicht nachdem er mir das alles so ruhig ins Ohr geflüstert hatte, und begann, sanft einige Küsse auf meinem Schulterblatt zu verteilen, versuchte ich meine Worte ein wenig zusammenzukriegen, was in seiner Gegenwart einfach nur unglaublich schwierig schien. Ich schmiegte mich dennoch ein wenig an ihn und genoss seine Küsse ungemein, begann aber langsam mich wieder ein wenig zusammenzureißen und nicht wieder direkt den Verstand zu verlieren. "Ich frage mich nur", meinte ich leise, "wieso ihr euch mit mir abgebt. Ich kann euch außer meinem Körper nichts bieten, habe am ersten Tag schon gegen euren Befehl verstoßen und auch eben habe ich mich nicht besser verhalten, als gestern", "sicher hat das alles irgendwo einen gewissen Charme, aber ein Mann wie ihr braucht so etwas wie mich nicht an seiner Seite. Ihr hättet mich längst umbringen können, es gibt genug andere Männer mit einem Körper wie ich ihn besitze. Sicherlich auch welche, die Gehorsam sind", plagte ich ihm dann mein Leid und atmete einmal leise, tief durch. Das war längst nicht alles was ich hatte loswerden wollen, ging auch nicht in die Richtung, die ich einschlagen wollte. Deswegen ließ ich in auch nicht reden, ehe ich nicht gesagt hatte, was ich eigentlich hatte sagen wollen. "Ich bewundere euch für eure Art", gestand ich ihm etwas leiser, "ihr seit ein dominanter, attraktiver und äußerst passionierter Mann, in wahrscheinlich vielen Hinsichten, wenn man von dem guten Sex absieht", "da gibt es auch keinerlei negative Dinge, die ich euch vorwerfen könnte. Ihr müsstet an euren Bestrafungen feilen, ich habe meine erste neben der Demütigung doch noch überlebt. Alleine für meine vorschnellen und schmeichelhaften Worte, für meine momentan zu große Klappe, müsstet ihr mich wieder bestrafen", murmelte ich dann und lehnte meinen Kopf etwas gegen ihn, nachdem er aufgehört hatte, mich zu küssen. "Ihr solltet mir niemals das Wort erteilen, Meister", hauchte ich gegen seinen Hals und drückte ihm zärtlich einen Kuss auf diesen, ehe ich mich einfach wieder an ihn schmiegte und für einen kurzen Moment die Augen schloss, um seine Worte abzuwarten, falls er nun nicht erzürnt mit Taten antworten wollte.

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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Fr Apr 25, 2014 6:36 am

Valentin:

Ich hatte Erik aufmerksam zugehört und mich darauf konzentriert, auch mal seine Mimik zu beobachten, wenn ich ihn schon die ganze Zeit tatenlos ansah, während ich in der Badewanne lag und mich noch immer ein wenig komisch fühlte. Dass er mir dort zu erklären versuchte, dass er mich bereits abends schon geküsst hatte und ich seinen Kuss sogar erwidert hatte, ließ mich doch kurz in Gedanken versinken und daran zurück denken, was gewesen war. Ich hatte wohl geschlafen und geträumt, dass Erik mich küsste. Doch hatte ich nicht vor, Erik von diesem Traum zu erzählen, davon wie sehr ich seine Zuneigung genossen hatte. Ich seufzte leise und nickte dann, nachdem er sein Versprochen abgegeben hatte. Wenn er wirklich anders war, als wie ich ihn darstellte, da ich einfach jedem misstraute, würde ich seine Küsse dann auch als schlimm bezeichnen? Würde ich ihn dann von mir stoßen? Vermutlich nicht. Erik war attraktiv, schien, auch wenn ich noch immer ein wenig Misstrauen hegte und mir einfach schwer tat, zum ersten Mal seit langem jemanden zu vertrauen, auch vorsichtig mit mir umzugehen und sich mit mir Zeit zu nehmen. Dass ich von Frauen nichts mehr wollte, war mir klar, da ich einfach darauf gedrillt war, von Männern benutzt zu werden. Ich kannte es nicht anders. Zwar hatte ich es nie gemocht, doch wusste ich gut genug, dass ich mich nie wieder auf eine Frau einlassen könnte und mir, wenn ich irgendwann über all die Dinge, die mir angetan wurden, hinweg gekommen war, einen Mann suchen würde. Was wenn Erik genau mein Typ wäre und ich dieses Versprechen demnach kaum verkraften würde? Doch für den Moment beruhigte es mich, da er nun versprochen hatte mir nichts zu tun, mir auch in keinster Weise nahe zu kommen. „Danke.“, murmelte ich bloß leise und wendete einen Moment lang meinen Blick von ihm ab. „Du musst das aber nicht machen. Selbst wenn ich hilflos und dadurch erbärmlich wirke, brauchst du nicht unnötig deine Zeit für mich opfern.“, erklärte ich ihm dann, während meine Stimme aber ziemlich leise war, da ich meine Worte eigentlich selbst gar nicht hören wollte. Ich war es gewohnt zu schweigen und mochte es nun kaum, meine eigene Meinung zu vertreten, meine Gedanken auszusprechen. Doch es war immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Ich wollte nicht mehr so erbärmlich, lächerlich und hilflos wirken. Ich wollte wieder als Mann akzeptiert werden, wollte wieder sein, wie ich einmal war und vielleicht irgendwann wirklich Verantwortung für mein Land übernehmen, ohne mich noch einmal so brechen zu lassen.

Manuel:

Ich lauschte den Worten von Denis aufmerksam, genau wissend, dass es mich unglaublich interessierte, was er denn dachte. Er war nicht wie all meine anderen Sklaven, dass war mir bereits bewusst geworden. Doch in wie fern sich das auf mich auswirkte, wusste ich noch nicht allzu genau. „Du solltest froh darüber sein, dass ich dich nicht umgebracht habe, anstatt dich darüber zu beklagen.“, erklärte ich ruhig. „Du bist anders wie all die Sklaven die ich vor dir hatte. Du bist interessant, alleine durch die Tatsache, dass du dich durch das Verlangen nach mir, der Gefahr aussetzt, auf ein neues bestraft zu werden, einfach, weil du mir auch zeigen zu versuchst, dass du anders bist.“ Ich trug ein Lächeln auf meinen Lippen, während ich ihm einen Moment gab, um zu verstehen, was ich ihm mitteilen wollte. Doch wusste ich das selbst so genau? Ich trat meine Autorität mit Füßen, indem ich viel zu nett zu ihm war. „Es heißt jedoch nicht, dass ich dich nicht weiterhin bestrafen werde, wenn du ungehorsam bist und dich meinen Befehlen widersetzt. Wenn du mich beeindrucken willst, tu' einmal das, was ich dir sage, ohne dass du daraus noch dein eigenes Ding machst.“ Mich nervte es schon selbst, dass ich zu ihm viel zu nett war und im Moment gar nicht die Möglichkeit nutzen wollte, ihn fertig zu machen und sein kleines Herz zu brechen. Ich wollte einfach mal einen Augenblick mit ihm genießen. Wollte für den Moment auch gar nicht wissen, dass er mein Sklave war. Dennoch musste ich mich zusammenreißen, ihm hier und dort eine Belehrung aufdrücken, damit er noch ernst nahm, wenn meine Stimmung wieder umschlug, was schnell gehen konnte. Ich war kein gefühlsvoller Mensch, was mit meiner Vergangenheit zusammenhing. Doch hatte ich nie darüber gesprochen und auch nicht das Bedürfnis dazu, dies in der nächsten Zeit zu tun. „Erzähl mir was über dich.“, forderte ich Denis schließlich auf. Ich hatte zwar gesagt ich hegte kein Interesse an seinen Geschichten, doch war es vollkommen anders. Falls er wohl Zweifel an meinen Aussagen hegen würde, wüsste ich, was ich tun müsste um diese Zweifel zu brechen. War es außerdem nicht normal, dass sein Meister zumindest ein wenig was über seinen Sklaven wissen sollte? Ich kannte ja gerade mal den Namen von Denis und das war mir auf Dauer eindeutig zu wenig.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Fr Apr 25, 2014 10:47 pm

Erik:

Mir blieb nichts anderes als nun abzuwarten was sich bis morgen tun würde, weswegen ich meine Arme von dem Rand der Badewanne zog und mich vom Boden erhob, mir kurz mein Hemd glatt strich und noch einmal in die Richtung der Klamotten deutete, die ich eben auf einer der Ablagen platziert hatte. "Du kannst dich umziehen, und danach gehen wir noch Abendbrot essen", erklärte ich ihm mutig, "mittlerweile kann mir vollkommen gleich sein, wie mein Bruder über mich denkt. Mir ist nicht wichtig wie mein Zustand ist, deiner ist mir wichtiger." Mit diesen Worten verließ ich das Badezimmer dann und marschierte auch kurz raus aus meinem Gemach, lief dann auch schon einer meiner Zofen über den Weg und lächelte sie schwach an. "Kannst du unten schon mal alles vorbereiten? Ich habe mir gedacht, da es noch viel zu früh ist, können wir noch kurz gemeinsam etwas essen", "meinetwegen kannst du Drake auch Bescheid geben. Hat er momentan Zeit?" Sie nickte und strich sich eine Strähne zurück hinter ihr linkes Ohr, bevor sie mich anlächelte. "Drake ist gerade auf dem Rückweg, so wie ich mitbekommen habe." "Wo war er?" "Er wurde zum Gericht gerufen", erklärte sie mir dann, "weshalb weiß allerdings noch keiner. Ich fange ihn trotzdem ab und schicke ihn dann in den Esssaal", meinte sie noch schmunzelnd bevor sie sich auch schon auf den Weg nach unten machte. Weshalb wurde Drake zum Gericht gerufen? Ich wusste dass er nichts tat, was gegen Richtlinien verstieß oder sonstige Dinge vollzog, die unter der Gürtellinie lagen. Normalerweise war er aber auch nicht mehr als ein Bote der Nachrichten überbringen sollte, vielleicht war genau das der Grund dafür gewesen, dass man nach ihm verlangt hatte? Fragend betrat ich mein Gemach wieder und ging rüber zu dem Spiegel der neben einer der Kommoden aufgestellt war, musterte mich kurz in diesem und seufzte. Hatte ich etwas schlimmes angestellt, weshalb man mich nun sprechen wollte? Mein Bruder konnte schließlich grundsätzlich nicht der Punkt sein, wegen welchem man zum Gericht rief. Er war trotz seiner aufbrausenden Art vorsichtig gewesen, aber vielleicht hatte sich auch genau das geändert? Ich wandte den Blick kopfschüttelnd ab und ließ mich auf dem Bett nieder, fuhr mir durch meine dunklen Haare und zerbrach mir beinahe den Kopf darüber, was nun los war. Ich hoffte bloß dass es keinen betraf, der es nicht verdient hatte, und dass man diesmal vielleicht meinen Bruder bei einer seiner Machenschaften erwischt hatte. Dass er aber nicht freiwillig dafür büßen würde, war mir auch schon klar. Es war auch nur eine Frage der Zeit gewesen, bis alles zu eskalieren drohte.

Denis:

Für mich war es immer noch unbegreiflich schwer, mich mit der Situation abzufinden, hier auf dem Friedhof in seinen Armen zu liegen und mich normal mit ihm zu unterhalten. Sicher brachte er hier und da mal den einen derberen Spruch um in Sachen Erziehung und Gehorsam nicht schwach zu werden, aber ich hatte bereits verstanden dass ich mich trotzdem nicht als etwas besseres fühlen sollte, nur weil er so tat, als würde ihn interessieren, wie es um mich stand. Als er dann noch sagte dass ich etwas über mich erzählen sollte, seufzte ich viel zu laut auf. Was sollte ich bitte über mich erzählen? Ich hatte im Leben nicht sehr viel erlebt und würde es wohl auch nicht mehr, wenn ich nun hier bei Manuel bleiben würde, was ich ja eigentlich sogar wollte. Trotzdem musste ich ihm nun irgendwas über mich erzählen, weswegen ich etwas leiser als noch zuvor ansetzte. "Ich bin momentan 25 Jahre alt, werde dafür aber auch schon seit meinem 18 Lebensjahr von einem Händler zum anderen gegeben", murmelte ich, "die meiste Zeit habe ich eigentlich in gesitteten Familien verbracht und musste normale Aufgaben erledigen, die Arbeit auf Feldern, aufgrund meines Körpers, der solchen Arbeiten regelrecht gut standhalten kann, auf die Kinder Acht geben oder auch den Haushalt erhalten", "und bis vor meinem 18 Lebensjahr habe ich mit meiner jüngeren Schwester und meiner Mutter zusammengelebt, welche heute in einem anderen Land leben, während ich hier bei dir bin", stellte ich noch klar und schmiegte mich noch ein wenig mehr an ihn, als ich spürte, dass mir bei dem Gedanken daran, wie weit der Rest meiner Familie weg war, wieder kälter wurde. "Es gab einen Zwischenfall bei den Verkäufern, wo ich an einen ziemlich widerlichen Kerl geraten bin, der es mit mir aber nicht ausgehalten hat, aufgrund der Tatsache, dass ich ihm nicht gehorchen wollte, und er bei mir wegen meiner Sturheit, selbst wenn ich wegen dieser oft geschlagen wurde, nicht viel erreicht hat", beichtete ich und blickte in Richtung der Lichter, weit entfernt von uns, am Ende des Friedhofes. Es wurde immer dunkler, später, und genau so wurde es kälter. Aber nun wo wir hier schon so saßen, war es nicht auch Zeit, dass ich das ansprach, was mich noch immer beschäftigte? Vielleicht war das nicht der passendste Augenblick, aber wann sollte ich sonst nachfragen? "Wärt ihr gewillt, mir eine kleine Frage zu beantworten? Sie betrifft nicht euch persönlich, nur einen eurer Freunde." Ich spürte wie er zögerte, dann aber aus einem gewissen Interesse doch nickte, was mich dazu trieb, ihn auch ohne weitere Hemmungen zu fragen. Ich würde sonst womöglich auch ausrasten, nicht vor Wut auf die Tatsache, sondern vor Angst, was schon an sich dumm klang, aber die Wahrheit war. "Wird dieser James wirklich auf mich aufpassen? Ich meine, er hatte mir gedroht, ich solle auf mich aufpassen, kurz, bevor er verschwunden ist", "das beunruhigt mich, auch wenn es dumm klingt. Wenn gewollt ist, dass er irgendwann tatsächlich auf mich aufpasst und mich dann doch als sein eigenes Spielzeug benutzt", brummte ich, "... werde ich das wegen euch stets akzeptieren."
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 4:12 am

Valentin:

Es beruhigte mich doch ungemein, dass Erik mich nicht so behandeln wollte, wie er es beim ersten Abend getan hatte, bloß damit sein Bruder nicht merkte, dass Erik nicht so war wie er und Erik mich gar nicht als richtigen Sklaven ansah. Das merkte ich nun doch irgendwie und kam mir blöd vor, weil ich ihn enttäuscht hatte, indem ich weggelaufen war. Leise seufzend erhob ich mich letztlich aus der Badewanne, nachdem ich mich gewaschen hatte und feststellen musste, dass das Wasser gar nicht mehr so warm war. Ich lief triefend nass hinüber zur Ablage, auf welcher nicht nur die neuen Klamotten lagen, sondern ebenfalls Handtücher. Das Erste schnappte ich mir und trocknete meinen Körper ab, bevor ich mit dem Zweiten meine Haare zu trocknen versuchte. Da dies aber nur bedingt klappte, gab ich es irgendwann auch auf und ließ meine Haare noch ein wenig feucht, bevor ich schon in die Boxershorts schlüpfte, mir die Hose anzog, bevor ich mir dann noch ein Hemd überzog und dieses zuknöpfte, bevor meine Schuhe dran waren. Als ich fertig war, versuchte ich meine Haare in dem Spiegel, welcher in dem Badezimmer stand, ein wenig zu richten, damit ich wenigstens nun mal einigermaßen vernünftig und nicht geisteskrank aussah. Wenn man sich alles genauer ansah, war es eigentlich sinnlos, dass Erik mir helfen wollte. Ich war vollkommen unnütz, redete kaum, konnte schwer vertrauen und machte mich jedes Mal aufs neue lächerlich, als wäre es das einzige was ich konnte. Ich verstand nicht, wieso Erik all das auf sich nahm, sogar riskierte, dass sein Ansehen darunter leiden konnte, bloß um mir zu helfen und das sogar noch, nachdem ich vor ihm weggelaufen war, weil ich geglaubt hatte, er wolle mir etwas tun. Aber so wie er sich mir nun gab, schien es eher so, als wäre er der einzige vernünftige Mensch in meinem Leben, denn zu alten Freunden, konnte ich, so wie ich war, nun mal keinen Kontakt aufnehmen. Ich konnte nicht einfach zurück ans Schloss, so scheu wie ich war. Ich konnte meiner Familie nicht erzählen, was man mit mir gemacht hatte und wie oft ich an fremde Männer verkauft worden war. Niemand würde mich dann noch ernst nehmen. So blieb ich lieber hier, wissend, dass sie wohl alle schon glaubten, ich sei tot.

Manuel:

Ein wenig überrascht über die Frage von Denis, blieb ich einen Moment lang ruhig und hörte stattdessen dem Rascheln der Bäume zu. Dann jedoch zwang ich mich, ihm eine akzeptable Antwort zu geben. „Solange ich nicht weg muss, werde ich dich nicht mit ihm alleine lassen.“, gab ich ihm bloß zurück. Ich hatte nie sonderlich viele Termine, war kaum beschäftigt und selbst wenn ich Termine hatte, konnte ich Denis mitnehmen, solange er die Klappe hielt. Somit wusste ich, dass ich Denis wohl kaum alleine lassen würde, schon gar nicht mit James. Würde dieser es je wagen, meinen Sklaven anzufassen, würde ich ihn sowieso umbringen, gar nicht groß überlegen.
„Wir sollten nun langsam zurück.“, erklärte ich dann und erhob mich, zog Denis mit mir nach oben und blickte dann noch einmal zu ihm. Mir war klar, dass er fror, doch meine Prioritäten ließen nicht zu, dass ich ihm mein Hemd gab. Irgendwann reichte es nämlich mit den Nettigkeiten. So wendete ich meinen Blick einfach von Denis ab und begann loszulaufen, achtete aber stets darauf, dass er mir folgte, selbst wenn ich nicht glaubte, dass er nun weglaufen würde.
Am Schloss angekommen lenkte ich Denis direkt auf mein Gemach, ohne mich groß von irgendjemandem aufhalten zu lassen. Ich ging an den Schrank und gab ihm neue Sachen, bevor auch ich mich umzog und mir zumindest meine Haare richtete. Ein Klopfen an der Türe durchbrach jedoch die Stille im Zimmer. „Ja?“, brummte ich und blickte zur Türe, während ich mir die letzten Knöpfe meines Hemdes zumachte. „Das Abendessen ist fertig“, erklärte mir eine der Bediensteten, welche mich aber noch eindringlich ansah. „Erik will euch aber noch persönlich im Kaminzimmer sprechen, bevor es zu Tisch geht.“ Ich hob eine Augenbraue und blickte zu Denis, welcher dann das Zimmer betrat. Was wollte Erik bitte von mir? Ob er wieder mit mir nicht klar kam oder ob es an seinem Jungen lag? „Ist gut, richtet ihm aus, dass ich gleich dort erscheinen werde.“ Mit diesen Worten schien zu zufrieden zu sein und stolzierte aus dem Zimmer, schloss hinter sich die Türe und war wohl drauf und dran Erik wirklich zu sagen, dass ich unterwegs war. „Ich werde dich in den Speisesaal mitnehmen, solange du dich benimmst. Ich werde nicht da sein, aber glaube nicht, dass die Wachen davor scheuen, dich zurück zu halten, wenn ihnen etwas nicht passt.“, erklärte ich und fuhr Denis kurz durch seine Haare, um diese zu richten. Dann öffnete ich jedoch die Türe und lief gefolgt von ihm zum Speisesaal, wo ich ihn nur abliefern wollte, bevor ich mich mit Erik unterhalten würde.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 4:42 am

Erik:

Es hatte gar nicht mehr lange gedauert, bis Valentin das Badezimmer endlich verlassen hatte und ich mich mit ihm auf den Weg zum Speisesaal machen konnte, wo meine Zofe, Dorothea, uns bereits erwarten sollte. Auf dem Weg fing mich dann aber einer meiner Butler ab, welcher nur noch einmal darauf hindeutete, dass ich noch mit meinem Bruder reden wollte. Ich verdrängte solche Sachen immer, wodurch ich sie dann auch recht schnell wieder vergaß. Diesmal aber stand fest dass ich umgehend mit ihm reden musste, weswegen ich meinen Butler nur dankend anlächelte und mich dann mit Valentin weiter in Richtung des Speisesaals begab, wo ich von weitem bereits den Sklaven meines Bruders sitzen saß. Ich musste zugeben, er sah nicht danach aus, als ginge es ihm körperlich auf irgendeine Weise schlecht. Er sah nur etwas betrübt aus, was mich doch ein wenig skeptisch machte. Er unterhielt sich nur wenige Worte mit Dorothea, lächelte hin und wieder sogar und blieb wohl stets höflich. Für mich gab es keinen Grund ihn also anzukeifen, vor allem auch nicht, weil das gar nicht meine Aufgabe war. Manuel wusste, wie man Kerle richtig erzog.
Ich spazierte mit Valentin rüber an den relativ langen Tisch, deutete dann rüber zu Denis, damit er sich wenigstens neben ihn setzte. So konnte ich vielleicht noch verhindern, dass Manuel Denis direkt wieder plagte, sobald er wieder zurückkommen würde. Als Valentin sich dann auch gesetzt hatte, hockte ich mich leicht neben seinen Stuhl und sah kurz rauf zu ihm, musterte hin und wieder aber auch Denis, welcher sich noch immer zu fragen schien, was ich hier gerade versuchte. Er war diese ruhige Art von mir natürlich nicht gewöhnt, dachte wohl auch ich würde nun irgendeine miese Nummer abziehen, wonach mir aber gar nicht war. Ich wollte nur erklären, was nun noch geschehen würde. "Ich gehe mich mit meinem Bruder unterhalten", stellte ich nur klar, "wenn ihr mögt, könnt ihr schon essen und euch unterhalten. Vielleicht enthauptet mein Bruder mich dafür, aber das mit dem Gespräch wird wohl ein wenig länger dauern." Mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen erhob ich mich wieder und winkte Dorothea mit einer Geste zu mir. "Kümmerst du dich um die beiden? Ich werde schauen die Zeit möglichst in die Länge zu ziehen, damit Denis, der Jüngere der beiden, dort", meinte ich und zeigte auf Denis, damit sie wenigstens darüber noch Bescheid wusste, "ein wenig Ruhe vor meinem Bruder hat. Ich werde nicht erfahren wie es zwischen ihnen läuft, somit gehe ich vom Schlimmsten aus." Sie nickte nur, woraufhin ich mich nur kurz bedankte und dann auch langsam meinen Weg zu dem Kaminzimmer antrat, daraufhin aber sogar noch von Drake abgefangen wurde, welchen ich am Handgelenk kurz zu mir zog. "Magst du einen Brief an das Gericht verfassen? Ein Einverständnis zu einem Treffen mit Alastair", "damit er selbst nachfragen kann, wer nun der Schuldige ist, falls mein Bruder es nicht zugibt." "Sicher", meinte er nur und machte sich direkt auf den Weg, womit ich ebenfalls weiterlaufen konnte.
Mein Bruder war bereits dort angekommen und stand vor dem Kamin, was mich dazu trieb einfach für einen Moment zu beobachten was er noch tun würde. Es geschah aber absolut gar nichts, weswegen ich die Tür hinter mir zuzog und langsam einige Schritte in seine Richtung machte. "Ganz schön gewagt", knurrte ich, "was du momentan so treibst. Willst du mir nicht vielleicht mal erzählen, was das Gericht so stutzig gemacht hat? Ein Mann wie du wird ja von seinen eigenen Trieben bestens Bescheid wissen, und vollkommene Kontrolle über alles haben", brummte ich gereizt. Es war absolut nicht damit zu spaßen, was Drake mir erzählt hatte. Es würde mich nicht nur meinen Ruf, sondern den des gesamten Landes kosten. Dass die beiden herrschenden Bruder Sklaven wie den letzten Dreck behandelten. Wobei an der Sache nur einer Schuld trug, und das war mein verfluchter Bruder. "Pass auf", "ich dulde deine widerlichen Spielchen, ich habe mich niemals beschwert und dich gemieden. Aber wir.. du bist aufgeflogen. Was willst du dem Gericht erzählen? Dass du alle Gesetze so gut es geht achtest? Manuel, ich meine es ernst", knurrte ich, "das ist nicht mehr lustig. Wir können dafür beide geköpft werden, ist dir das bewusst?!"

Denis:

Ziemlich irritiert hatte ich Erik noch hinterher gesehen, nachdem er mich mit dem Blondschopf und Dorothea hier alleine gelassen hatte. Ich staunte wirklich nicht schlecht darüber wie wenig ähnlich Erik seinem Bruder war, aber ich war froh, dass ich nicht in seiner Macht stand. Ich hatte meinen gewissen Spaß mit Manuel, wollte und konnte das auch überhaupt nicht leugnen. Trotzdem hatte er mich nicht beruhigt mit seiner dummen Antwort auf meine wirklich ernst gemeinte Frage. Ich hatte wirklich Angst vor diesem James, wenig Lust mich von ihm missbrauchen zu lassen wenn er auf mich aufpassen sollte. Da ich aber keine Wahl hatte und da wohl sicherlich irgendwann durch müsste, verdrängte ich den Gedanken daran und widmete mich Dorothea, welche sich in Ruhe darum kümmerte, dem Blonden und mir das Essen bereits zu servieren, nachdem Erik selbst gesagt hatte, dass sie sich um uns kümmern sollte. Ich bedankte mich mit einem Lächeln bei ihr, bevor ich rüber zu dem Blondschopf blickte und ihn eine ganze Zeit lang einfach nur beobachtete. Er schien längst nicht so stark zu sein wie ich, und das bezog sich nicht nur auf seinen Körper. Er sah nicht glücklich aus und das machte mich skeptisch. Wieso war er bei einem Mann wie Erik denn nicht glücklich, wenn er ihn scheinbar behandelte wie einen Prinzen? Wahrscheinlich würde er bei solch einem schüchternen Verhalten gar nicht mit mir reden wollen, aber versuchen konnte ich es. "Erik ist in Ordnung", meinte ich als ich noch immer zu ihm sah, "trotzdem siehst du in seiner Nähe nicht sehr glücklich aus. Dabei sollte es genau andersherum sein. Ich sollte unglücklich sein, nicht du", murmelte ich dann noch etwas leiser und fuhr mir kurz durch meine dunklen Haare. "Hat er dir irgendwas angetan? Tut mir leid, dass ich frage, aber jeder Blinde sieht, dass du hier nicht sein willst." Ich verstand wirklich nicht was los war, mir ging es schließlich auch gut, und das nach nur zwei jämmerlichen Tagen. Naja, wer wusste, wie lange es mir noch so gut ging.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 10:19 pm

Valentin:

Alleine die Tatsache, dass ich in den Speisesaal gebracht wurde, um dort ohne Erik zu bleiben und mich mit dem Sklaven von Manuel unterhalten zu dürfen, ließ mich doch leicht nervös werden. Kurz blickte ich hinüber zu Denis, bevor ich mich auch schon zu Dorothea drehte und ihr eigentlich danken wollte, nur kein Wort über meine Lippen bekam.
Erik ist in Ordnung, trotzdem siehst du in seiner Nähe nicht sehr glücklich aus. Dabei sollte es genau andersherum sein. Ich sollte unglücklich sein, nicht du, hatte Denis letztlich gesagt und meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bei seiner Frage schüttelte ich bloß den Kopf. Der Kuss war nichtig, diesen brauchte ich Denis nicht zu erzählen. Auch wenn ich nicht unbedingt glücklich war hier zu sein und wahrscheinlich mit auf einen Ball zu müssen, auf welchen ich durch besondere Gründe nicht wollte, war ich doch ganz froh darüber, jemanden zu haben, der sich nun scheinbar um mich kümmern wollte. Da ich nämlich nicht glaubte, dass Erik mir noch etwas tat, nach seinem Versprechen, welche ich immer unglaublich ernst nahm, war es für mich auch ein bisschen leichter Vertrauen zu fassen. „Ich bin nur bedingt unglücklich bei Erik zu sein. Mehr macht es mir zu schaffen, wie erbärmlich ich bin, mich stetig so zu verhalten wie ich es tue. Schweigend, schwach, nur weil ich zuvor schon so viele ekelhafte Männer aushalten musste.“, erklärte ich ihm. „Aber du hast Recht. Ich sollte nicht unglücklich sein, Dieses Privileg sollte dir zustehen, wenn Manuel wirklich so unausstehlich ist, wie ich denke, selbst wenn es nicht so aussieht, wenn man dich ansieht.“ Ich zwang mich zu einem leichten Lächeln. Wie froh ich doch war, dass er hier keinesfalls lustlos saß, keinesfalls traurig oder gar depressiv. Er schien noch relativ fröhlich, trotz seiner Umstände, was mich wirklich beeindruckte. Somit nutzte ich die Chance Denis ein bisschen zu mustern, bevor ich irgendwann den Blick doch einmal senkte.

Manuel:

Eine Zeit lang hatte ich noch vor dem Kamin verharrt, blickte in das lodernde und knackende Feuer, während ich mich von Eriks Worten nicht großartig beeindrucken ließ. Irgendwann drehte ich mich dann jedoch um, als mir eine Idee kam, wovon er hier sprechen könnte. Es hatte nur eine Sache sein können, in der ich viel riskiert hatte. Nämlich als ich Denis am ersten Abend direkt in die Kirche geschliffen hatte und er dort irgendwann doch zu laut gewesen war. Ein wenig gereizt darüber, dass es wirklich daran liegen konnte, sah ich Erik an. „Du wirst sowieso nicht enthauptet, liebster Herrscher.“, brummte ich in seine Richtung. „Ich bin derjenige, auf den sich alles zurückführen lässt, oder nicht?“ Ich grinste ein wenig, obwohl mir im Moment nicht mal danach war, da ich bisher noch nie bei irgendwas entdeckt wurde. „Wenn du darauf anspielst, dass ich meine Spielchen, mit Denis, in der Kirche getrieben hab, dann kann ich dir sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.“ Mit dieser Aussage wollte ich bloß schauen, ob es auch wirklich das gewesen war, was Erik die ganze Zeit ansprach. „Außerdem wird es meine Sache sein, was ich dem Gericht sage, wenn ich erst einmal dort bin. Vielleicht bringe ich auch einfach alle um, sodass auf mich und meinen Körper ein Lösegeld ausgesetzt wird, sodass du mich umbringen kannst. Würde dir bestimmt Spaß machen, wenn ich bedenke, wie abgeneigt du von mir bist, Erik.“ Mein Grinsen wurde bloß breiter. Ich hatte nicht vor irgendjemanden umzubringen, solange ich es nicht musste. Solange ich also nicht das Urteil bekam, dass ich geköpft werden sollte, sobald ich mich als Schuldig erklärte, sondern es nur eine einfache Folter war, käme ich damit zu Recht. Es war ja nicht so, als wäre es das erste Mal gewesen. Mein Vater hatte sich damals daran amüsiert, wenn er mich im Bereich der Kerker hatte foltern können, was nur nie jemanden interessiert hatte. „Damit es dich aber beruhigt, ich werde dich nicht noch weiter in den Dreck ziehen und mich als Schuldig bekennen, mich alleine. Damit du mit deinem Blondchen weiter dein Spiel treiben kannst, welches du sowieso nicht lange durchstehst. Immerhin ist er attraktiv und wäre genau dein Typ, wenn er nicht so scheu wäre, hm?“
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 10:51 pm

Denis:

Mich wunderte es schon dass er überhaupt mit mir sprach, wenn er mit Erik scheinbar kein einziges Wort wechselte. Dennoch beruhigte es mich, denn schließlich war ich nicht abgeneigt nun mit ihm zu sprechen und ihn ein wenig zu ermuntern. Ich konnte ihm natürlich nicht in Sachen Erik helfen, vor allem auch nicht weil ich genügend andere Dinge zu tun hatte und auch keinerlei Rechte besaß um mir irgendwas zu ändern, aber ich konnte ihm wenigstes irgendwie beibringen, dass er ruhig bleiben musste, wenn er bei Erik war. Immerhin schien Erik ihm wirklich nichts anhaben zu wollen, und das war doch mit Abstand doch das einzige Zeichen, welches Valentin brauchte, um im zu vertrauen. Dass ich Manuel nicht vertrauen konnte wusste ich nämlich, schließlich war nie klar ob er mich alleine lassen und einen Aufpasser als Ersatz besorgen würde. Und gerade weil ich auch nicht versuchte, ihm vertrauen zu wollen, fiel mir alles um einiges leichter. Ich lächelte Valentin schwach an nachdem ich ihn noch ein wenig gemustert hatte, ehe ich mich ein wenig zurücklehnte und mir kurz durch den Kopf gehen ließ, was ich bis zu dem jetzigen Zeitpunkt erlebt hatte, und was Valentin wohl passiert sein könnte. Natürlich nur in der Zeit in der wir uns hier befunden hatten. Alles was davor geschehen war, wollte ich momentan auch noch nicht hinterfragen, dafür kannten wir uns einfach zu wenig, wobei ich schon hoffte, dass ich das ändern würde. "Es ist verständlich dass du nach so einer Zeit mit niemandem mehr, vor allem nicht einem Mann wie Erik, kooperieren willst", meinte ich ruhig, "selbst wenn es vielleicht nur um ein einfaches Gespräch geht. Mit sexuellem Missbrauch ist nicht zu spaßen", brummte ich noch hinterher und atmete einmal tief durch, ehe ich auf seine letzten Worte einging. Ich blickte mich vorher aber einmal im Raum um und erblickte auch die Wachen die sich langsam wieder im Raum platzierten, was mich dazu brachte eine Augenbraue hochzuziehen. Manuel ließ es echt nicht bleiben mit seiner dämlichen Kontrolle, weswegen ich Valentin schief angrinste und leicht den Kopf schüttelte. "Ich darf nicht über ihn spotten, würde ich es tun, würde mir das nur schaden", erklärte ich, "er ist erträglich wenn man ihm gehorcht. Er zieht wie Erik andere Seiten auf und verlangt im Gegensatz zu ihm eben Gehorsam. Auch wenn seine Vorstellungen von Sex meist in eine Richtung gehen, die man anders als krank nicht betiteln kann." Erneut atmete ich tief durch, überdachte noch ein weiteres Mal meine Worte. "Nicht aber dass du das nun falsch verstehst. Ich sehe nicht nur so aus, als wäre alles in Ordnung, es ist sogar so. Aber ich mach mir immer noch Gedanken um dich und Erik", "ich meine, es ist nicht so, als würde sich das ändern. Wenn du ihm weiterhin mit dieser Schüchternheit gegenüber trittst, meinst du nicht, gibt er irgendwann auf? Vielleicht solltest du ihm ein wenig entgegen kommen. Bei Manuel würde das nichts bringen", spaßte ich, "der würde dich dann höchstens auf grausamste Weise demütigen. Weil du nicht gehorcht hast. Aber bei Erik wäre das doch keinesfalls so.. oder glaubst du daran, dass er so reagieren würde?"

Erik:


Mir war schon bewusst gewesen dass er mich nur weiter provozieren und das ganze ins Lächerliche ziehen würde, aber was sollte ich noch groß von ihm erwarten? Er war durch und durch krank, weswegen ich schon froh war, dass ich mit ihm nichts zu tun haben musste. Zumindest nicht, wenn ich nicht in eine missliche Lage wie nun geriet. "Es freut mich ja, wenn es sich für dich und deine widerlichen Perversionen gelohnt hat", knurrte ich, "aber mal daran gedacht, dass deine Spielchen irgendwann ihr Ende finden? Wenn du dem Gericht genau so eine Scheiße erzählst wie du mir nun, wird man dich auf jeden Fall enthaupten. Nicht jedoch, dass es mich stören würde." Mit den Worten machte ich noch einen Schritt auf ihn zu und musterte ihn spottend. Es war für mich nicht sonderlich angenehm überhaupt mit ihm zu sprechen und zu wissen, dass Denis darunter noch leiden würde. Schließlich schien er schuld an der ganzen Sache zu sein, denn wenn ich eines wusste, war es, dass mein Bruder eine gewisse Beherrschung in den vielen Jahren erlernt hatte, die ihn eben dazu trieb, seine Sklaven auch an öffentliche Orte zu verschleppen. Dass er sich diesmal aber mit seinem neuen Sklaven direkt Sex in einer Kirche geleistet hatte, erzürnte schließlich nicht nur mich. "Und? Was tust du deinem kleinen Sklaven als Rache dafür an? Vergewaltigst du ihn und schneidest ihm danach die Kehle auf? Oder lässt du ihn direkt hängen?", brummte ich genervt und beachtete erst jetzt seinen dämlichen Kommentar über Valentin, welcher mich beinahe schon dazu brachte, einfach wieder zu gehen. Ich wusste dass ich gegen in sowieso keinerlei Chancen hatte, wollte es auch gar nicht versuchen. Zumindest nicht was die körperliche Basis anging. Nun, im Gegensatz zu seinem Körper waren seine Argumente immerhin meist weniger brauchbar, als meine. Ich lächelte. "Verlier kein schlechtes Wort über ihn", meinte ich, "du hast deinen eigenen Sklaven, an dem du dich auslassen kannst. Sei es körperliche oder verbale Gewalt. Ich bin nicht wie du, und werde auch niemals so sein. Du kennst das Gefühl, gemocht zu werden, immerhin bis heute nicht. Schade, findest du nicht auch?" Genervt trat ich wieder einige Schritte zurück. "Und ein Feigling bist du auch noch. Ständig versuchst du solchen Anschuldigungen auszuweichen, sagst noch, andere seien Schuld, sodass deine Sklaven als die Ersten darunter leiden. Hast du auch mal vor, das alles irgendwann auf dich zu nehmen, oder willst du dich ewig verstecken?", fragte ich lächelnd, "weil dann könnten wir uns irgendwann sicherlich doch verstehen, nun wo du wieder weißt, wie schwach dein Bruder doch ist."
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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 11:27 pm

Valentin:

Aufmerksam hörte ich Denis zu, während ich meinen Teller nieder starrte, bevor ich irgendwann aber wieder meinen Blick hob und Denis ansah. Er hatte ja Recht, was mich und Erik anging, denn dadurch, dass sogar Denis innerhalb weniger Sekunden gesehen hatte, wie harmlos Erik war, müsste ich Erik doch vertrauen. Ich müsste mit ihm reden und meine Schüchternheit ablegen. Doch empfand ich das Ganze gar nicht mal als einfach, sodass ich bloß ein leises Seufzen von mir geben konnte, während ich Denis ansah. „Du hast ja Recht.“, murmelte ich leise und schwieg für einen Moment um die ganze Situation nochmal zu überdenken. „Vielleicht ist es besser, wenn ich versuche, ihm nicht mehr so schüchtern gegenüber zu stehen, wenn er mir doch helfen will..“, „Danke.“ Ich lächelte Denis leicht an, während ich dann noch darüber nachdachte, was er über Manuel gesagt hatte. So wie er ihn beschrieb, schien er keinesfalls vertrauenswürdig zu sein, denn das waren all die Männer, die meinen Körper gekauft hatten, auch nicht gewesen. „Pass aber bitte auf dich auf. Ich weiß wie solche Männer sein können.“, murmelte ich leise und sah ihn eindringlich an. „Solange aber alles in Ordnung ist, beruhigt mich das doch. Denn du hast mir ein bisschen Sorgen bereitet, als ich dich das erste Mal gesehen hab.“, murmelte ich leise und sah einmal in seine Augen, aus Höflichkeit, weil es persönlicher war. Ich musste mich wieder darauf drillen, meine alten Prinzipien anzunehmen und die Höflichkeit meinerseits wieder zurück zu erlangen. Denn mit meiner jetzigen Art wollte ich niemanden mehr nerven.
Ich war Denis unglaublich dankbar, dass er sich mit mir unterhalten und versucht hatte, mir zu erklären, dass meine Schüchternheit nichts brachte und ich doch damit aufhören sollte, da Erik sonst wohl irgendwann aufgeben würde, mir nicht mehr helfen wollen würde. Und so sehr ich mich auch am Vormittag gewehrt hatte, bei ihm bleiben zu müssen, umso glücklicher war ich, hier zu sein, da ich alleine wohl vollkommen aufgeschmissen war. Denis hatte mir das auch nochmal deutlich gemacht, indem er mir seine Eindrücke geschildert hatte. Mit Erfolg.

Manuel:

Ich grinste Erik bloß lasch an, während ich ihn musterte, wie er vor mir stand. Wie erbärmlich er doch war. „Ich werde nicht enthauptet werden.“, stellte ich selbstsicher fest. „Das bedeutet also, dass du mich noch länger ertragen musst.“ Bei seinem Kommentar was Denis betraf, schüttelte ich bloß lachend den Kopf. Ich hatte bisher nicht einmal daran gedacht gehabt, ihm irgendetwas anzutun. „Danke für deine grandiose Idee, Erik. Ich hatte nicht vorgehabt, ihm etwas zu tun. Aber nun, wo ich es aus deinem Mund höre, klingt es doch ganz verlockend. Er kann sich ja dann später bei dir bedanken, für die Idee, auf die du mich gebracht hast.“, erklärte ich ihm.
Seine Versuche mich damit fertig zu machen, dass er anders war wie ich, fruchteten kein bisschen. Auch das Kommentar, ich wüsste nicht, wie es wäre gemocht zu werden, ließ mich absolut kalt. Er hatte Recht. Und wenn ich ehrlich war, wollte ich dieses Gefühl auch nicht empfinden. Wer wäre ich denn, wenn ich plötzlich Gefühle zeigen würde? Mir hatte man nie Gefühle entgegengebracht, mein Vater hatte immer nur Erik abgöttisch geliebt. Aber es war nicht so, als würde es diesen interessieren, was damals mit mir war. Wieso ich lieber alleine war und solche krankhaften Ideen hatte, während er draußen war und gespielt hatte, mit Drake, welcher bis heute hier am Schloss war. „Ich nehme die Schuld auf mich. Die Schuld, meinen Sklaven nicht besser erzogen zu haben, in der Zeit, welche er schon bei mir war. Das dürfte dann aber auch letztlich genügen? Dem Gericht werde ich sagen, dass ich alleine Schuld war, falls es dich beruhigt, aber ich werde nicht zulassen, dass man mich köpft. Du hast es gar nicht verdient, mich jetzt schon loszuwerden.“
- - - - - - - -
Ich bin unfair, ich weiß. :p
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Yuna
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   Sa Apr 26, 2014 11:57 pm

Erik:

Für mich war es völlig neu mal ein wenig früher aufgestanden zu sein als sonst, nur um mich schon mal um Kleinigkeiten zu kümmern die meine Papiere anbelangten. Ich wollte den Tag heute mit Valentin verbringen und mich um nötige Dinge bemühen, wie beispielsweise die Untersuchung von Valentin von meinem Hausarzt, ebenso wie ein kleines Gespräch über den Ball heute Abend zu welchem er mich begleiten sollte. Es stand nämlich noch immer nicht fest ob daraus nun was wurde, und ich wollte ihn auch eigentlich nicht zwingen. Er hatte es ja scheinbar schwer genug in meiner Gegenwart, weswegen ich ihn nicht auf einen Ball zerren wollte, wo er durch seine Psyche nicht anwesend sein konnte. Aber was sollte ich noch für ihn tun? Ich würde diesen Kerl meinetwegen auf Händen tragen, aber er war einfach unglaublich kompliziert. Ich seufzte leise und räumte langsam die letzten Ordner in meinen Schrank, bevor mein Blick auf die Uhr fiel. Es war spät genug geworden, gerade der richtige Zeitpunkt um Valentin endlich mal zu wecken, damit er frühstücken konnte.
Ich marschierte die Treppen rauf zu meinem Gemach und blieb kurz vor diesem stehen, als Dorothea mich abgefangen hatte. Ich musterte sie angespannt. "Gibt es ein Problem?", fragte ich sie trotzdem ziemlich ruhig. "Es ist nur wegen dem Ball heute Abend. Braucht ihr nun noch einen zweiten Anzug? Dann werde ich mich darum kümmern." Ich nickte schwach. "Ja, eigentlich schon", "mach einfach den Anzug bereit und wir schauen heute Abend mal. Ich danke dir." Lächelnd verschwand sie dann auch schon, was mich dazu trieb, mein Gemach endlich zu betreten. Ich schloss die Tür langsam und leise wieder, ehe ich in Richtung des Bettes marschierte in welchem Valentin schlief. Ich wusste gar nicht wie ich ihn nun wecken sollte, immerhin schien er es auf keine Weise gern zu haben, weswegen ich eine ganze Zeit lang grübelte. Irgendwann blieb mir dann aber nichts anderes, als mich leicht zu ihm herunterzubeugen und ihm vorsichtig über seine Schulter zu streichen, abwärts zu seinem Bauch, welcher kaum noch von der Decke bedeckt war. "Aufwachen", murmelte ich leise, beinahe zu liebevoll für die momentanen Verhältnisse. "Frühstück ist fertig."

Denis:

Leicht schläfrig wie ich noch war blickte ich aus dem Fenster, während meine Hände sich noch immer damit beschäftigen, mein Hemd zuzuknöpfen, nachdem ich mir dieses eben übergezogen hatte. Ich hatte wegen Manuel schon recht früh aufstehen müssen, allerdings wusste ich bis jetzt den Grund noch nicht. Er hatte mit mir immerhin kein einziges Wort gesprochen und schien es auch nicht mehr wirklich vorzuhaben, genau so wie er mich gestern gemieden hatte. Er hatte mir nur gesagt dass er mich nicht mehr hier rumlaufen sehen wollte, und ich ins Bett gehen sollte um mich für den nächsten Tag auszuschlafen. Aber von ausschlafen hätte gar nicht die Rede sein dürfen, wenn man bedachte, wie früh es momentan noch war. Draußen war es auch noch nicht besonders hell, was aber sicherlich auch teilweise an dem Regen lag, der in Massen vom Himmel kam. Ich seufzte leise auf und fuhr mir durch meine dunklen Haare, bevor ich mir das Hemd glatt strich und mich auf dem Sofa niederließ, nur darauf wartend, dass man mir irgendwelche Anweisungen gab oder wenigstens mit mir redete. Vielleicht hatte es auch irgendwas mit dem Gespräch von gestern zu tun, dass Manuel so immens schlecht drauf war. Und wenn ja, hatte ich damit bestimmt irgendwas zu tun. Aber würde er mich nun ernsthaft bestrafen wollen, für irgendwas, wovon ich bis jetzt noch nichts wusste? Es gab genügend Fragen die ich mir im Stillen stellte, um bloß nicht aus der Reihe zu tanzen. Und neben den ganzen Fragen über kommende Ereignisse, fügten sich in meinem Kopf noch fragen über Valentin zusammen. Wie es ihm momentan ging und ob er wirklich versuchen würde, Erik vielleicht ein wenig Abhilfe zu leisten, vor allem was die schwere Situation zwischen den beiden anbelangte. Aber eher sollte ich mir Gedanken um mich selbst machen. Schließlich war Manuel unberechenbar, ich hatte doch überhaupt keine Ahnung was wirklich los war, auch nicht gewillt, das überhaupt zu erfahren. Denn spätestens wenn ich davon wissen würde, könnte es unangenehm werden. Und nach meinen positiven Worten gestern, wollte ich keinesfalls so leiden, wie ich es eigentlich sollte.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 12:18 am

Valentin:

Nach dem Abendbrot gestern hatte Erik mich aufs Gemach begleitet, war jedoch aber noch einige Sachen klären gegangen, mit welchen ich nichts zu tun hatte, sodass er mich für gut eine Stunde alleine ließ. In dieser Stunde hatte ich mich bloß nochmal gewaschen, mich umgezogen und erneut über Denis Worte nachgedacht, bevor Erik dann auch wieder kam und ich ihm zumindest eine gute Nacht gewünscht hatte, bevor ich eingeschlafen war.
Am nächsten Morgen wurde ich dann sanft von ihm geweckt, spürte seine Fingerkuppen auf meiner Haut, welche von meinem Schulterblatt abwärts zu meinem Bauch strichen und mein Herz direkt schneller schlagen ließ. Ich öffnete dennoch ein wenig verschlafen die Augen und blickte Erik an, wollte ihm beinahe entgegen bringen, dass ich noch fünf Minuten im Bett liegen bleiben und schlafen wollte, versuchte dann aber mich zusammen zu reißen. „Muss ich denn wirklich schon aufstehen?“, murmelte ich leise, während das wenigstens eine höflichere Version meiner Gedanken war. Doch wusste ich ja, wie viel Erik heute vorhatte, sodass ich mich dann dazu durchrang aufzustehen. Während ich mich ins Bad begab, murmelte ich noch so etwas wie „Ich kann gar nicht verstehen, wie man so früh aufstehen kann“, vor mich her um die Situation etwas zu lockern, da ich mir Denis Rat wirklich zu Herzen genommen hatte. Ich wollte versuchen Erik das alles einfacher zu machen, immerhin wollte ich nicht auf Dauer so erbärmlich bleiben, wie ich war.
Mir war eigentlich auch bewusst, dass Erik gar keine andere Wahl hatte, als früh aufzustehen, da er viele Aufgaben hatte, die er als Herrscher zu erledigen hatte. Damals hatte ich meinem Vater immer ausgeholfen und war ebenfalls schon unglaublich früh aufgestanden. Doch gehörten solche Sachen mittlerweile meiner Vergangenheit an, da ich nicht glaubte, je nochmal den Thron unseres Landes besteigen zu können. Ich war doch viel zu schwach. Als ich im Bad angekommen war, mich gewaschen hatte und nur noch in Boxershorts dastand, war mir dann klar geworden, dass ich meine Klamotten vergessen hatte. Ich griff nach meinem Schlafanzugoberteil, bevor ich aus dem Badezimmer rüber zum Kleiderschrank tapste und mir neue Klamotten raus nahm, die ich dann letztlich im Badezimmer, nachdem ich die Türe geschlossen hatte, anzog. Dann richtete ich meine Haare, welche total verwuschelt waren und begab mich aus dem Badezimmer, hinaus zu Erik. „Fertig.“, murmelte ich dann leise, doch noch ein bisschen müde.

Manuel:

Ich war schon lange wach, da ich mich mit James in Kontakt gesetzt hatte, welcher schon ab dem frühen Morgen auf Denis aufpassen sollte. Ich würde meinen Termin mit Alastair wahrnehmen, welcher auch schon auf dem Weg war, um mich zu treffen und mir zuzuhören, was ich zusagen hatte. Denis würde ich bei solch einem Termin nicht mit mir herum schleppen.
Es schien für mich zusätzlich auch noch eine schöne Abwechslung für Denis zu sein, welcher mir erst gestern von seiner Angst gegenüber James erzählt hatte. Es war mir aber recht herzlich egal, zumal ich selbst gestern zu nett zu ihm gewesen war, dafür, dass er mich beinahe meinen Kopf kostete. Ich hatte Denis bloß ignoriert, ihn nicht sehen wollen und ins Bett geschickt, so wie es vollkommen genervte und überforderte Eltern mit ihren Kindern taten.
Nachdem ich James eben empfangen und ins Kaminzimmer gebracht hatte, begab ich mich wieder in mein Gemach, wo Denis bereits angezogen auf mich wartete. „Es tut mir ja leid, Liebster, aber es gibt schon heute einen Termin, zu welchem ich dich nicht mitnehmen kann“, begann ich. „Und da du mir gestern noch erzählt hast, wie Wohl du dich bei James fühlst, ist er auch schon hier um auf dich aufzupassen, während ich weg bin. Ich hoffe nur, dass du dich benimmst.“ Ich hatte ein leichtes Grinsen auf den Lippen, obwohl mir wirklich nicht danach war. Ein wenig genervt von mir selbst machte ich dann eine auffordernde Kopfbewegung. „Komm.“, brummte ich dann und lief mit Denis hinüber zum Kaminzimmer, während ich auch darauf achtete, dass er mir folgte, selbst wenn er sichtlich wenig begeistert schien.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 12:40 am

Erik:

Mich verwunderte zurecht wieso Valentin überhaupt mit mir gesprochen und doch ein wenig gequengelt hatte, aber vielleicht hatte er sich gestern tatsächlich noch mit Denis unterhalten, welcher bestimmt nicht so sehr gelitten, wie ich es zu dem Augenblick geglaubt hatte. Ich wollte das aber auch nicht hinterfragen und lächelte nur schwach als er das Badezimmer verlassen hatte, bevor ich zur Tür marschierte und diese öffnete, ihm sie aufhielt damit er schon mal voranschreiten konnte, was er letztlich dann auch tat. Und auf dem Weg nach unten sah ich die beste Möglichkeit, um in schon mal auf den heranwachsenden Tag und dessen Planungen anzusprechen. "Ich habe geplant dass wir dich heute, wie gesagt, von meinem persönlichen Hausarzt durchchecken lassen", erklärte ich ruhig und spazierte mit ihm die Treppen herunter um zum Speisesaal zu gelangen, in welchem Dorothea bereits alles vorbereitet haben musste, damit wir nun rasch frühstücken konnten. "Danach würde ich gerne mit dir ins Dorf, insofern es aufgehört hat zu regnen. Nicht in die Nähe des Schwarzmarktes. Ins Dorf in der Nähe der Berge", meinte ich lächelnd als ich mit ihm langsam den Speisesaal betreten hatte. "Es ist schön dort, außerdem muss ich mich noch um Kleinigkeiten kümmern. Und wir müssen uns noch einmal über den Ball unterhalten, was wir auf dem Weg zum Dorf machen können, wenn du möchtest." Ich ließ mich auf einem der Stühle nieder und deutete auf den Platz neben mir, damit Valentin ebenfalls sich ebenfalls hinsetzte. Dann griff ich nach einem der Äpfel aus dem Obstkorb vor uns, und begann diesen zu schälen. Ich hatte nicht vor etwas zu essen, aber irgendwas musste ich schließlich zu mir nehmen, damit Valentin sich nicht so dumm vorkam. "Du kannst mir auch sagen wenn du heute lieber einfach nur hier am Schloss bleiben willst, nur empfehle ich dir das aufgrund meines Bruders nicht. Er ist außer Haus und hat somit einen Ersatz, der auf Denis aufpasst. Das ist eigentlich der Grund wieso ich dich lieber mitnehme", brummelte ich leise vor mich her.

Denis:

Bei seinen Worten schoss mein Puls ohne auch nur die kleinste Berührung direkt in die Höhe, meine Körpertemperatur verdreifachte sich beinahe gefühlt und mein Herz schlug schon so laut, dass ich glaubte, dass Manuel es selbst auf die Entfernung zwischen uns hören konnte, nachdem wir uns auf den Weg zum Kaminzimmer gemacht hatten. Was er gesagt hatte, war für mich schon in den ersten Sekunden die schlimmste Folter. Gestern hatte ich im noch gesagt, was James mir gegenüber angedeutet hatte, und heute sollte er auf mich aufpassen? Ich konnte doch besser auf mich aufpasse als er es jemals könnte! Als würde er wirklich Acht darauf geben dass ich nicht verschwand oder schlecht über Manuel redete, über ihn spottete als würde er keinerlei Bedeutung hier am Schloss haben. Ich war gehorsam genug um mich alleine zurechtzufinden, was er aber wirklich nicht so sah. Das zeigte mir aber auch nur, dass er tatsächlich wütend auf mich war. Weswegen hätte er die ganze Nettigkeit von gestern auch innerhalb so kurzer Zeit wieder zerstört? Aus Langeweile geschah so etwas definitiv nicht, weswegen ich auch gar nicht erst nachfragen wollte, aber genügend Angst hatte um zu protestieren. Aber was würde es mir bringen, wenn ich nun meinen Mund aufmachte um Manuel zu sagen was ich davon hielt? Er würde mich höchstens noch einmal vor den Augen von James bestrafen, bevor ich den Rest des Tages einer Folter unterzogen werden würde. Es machte doch gar keinen Sinn überhaupt noch darüber nachzudenken, wenn feststand, dass ich mit ihm alleine sein würde. Verzweifelt senkt eich meinen Blick auf den Boden und tapste Manuel weiter hinterher zum Kaminzimmer, verängstigt, scheu und noch angeschlagener als schon zuvor. Valentin hatte nicht unrecht gehabt. Ich hätte aufpassen müssen, und das nicht erst heute, sondern schon gestern und den Tag davor. Und nun konnte ich sehen, was ich davon haben würde.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 1:03 am

Valentin:

Während wir uns gemeinsam in den Speisesaal begaben, hörte ich Erik aufmerksam zu, bei dem was er mir erklärte. Er hatte sich wohl wirkliche Gedanken darüber gemacht, wie der heutige Tag ablaufen sollte. Als ich mich neben ihn gesetzt hatte und zu einer Scheibe Brot griff, da ich auch nicht sonderlich viel Hunger hatte, blickte ich noch einmal zu Erik, welcher erklärte, dass einer der Freunde von Manuel heute auf Denis aufpassen würde. Ich seufzte leise und hoffte nur, dass Denis nichts passieren würde. Er war wirklich nett und zuvorkommend. Er hatte das nicht verdient. Dennoch raffte ich mich dann dazu auf, Erik eine Antwort zu geben was die Planung des Tages anging. „Ich komme mit ins Dorf.. Dann komm ich wenigstens mal wieder unter Leute.“, murmelte ich. Ich wollte unter vernünftige Leute. Wollte Leute treffen, die wie Erik und Denis waren, weniger wie Manuel, Aristoteles oder Männer, die sich sonst an meinem Körper vergangen haben. „Können wir denn nicht als erstes in die Stadt gehen? Immerhin kann die Untersuchung auch noch ein bisschen warten.“, gab ich leise von mir, war jedoch schon ein wenig glücklich darüber, dass ich überhaupt so viel mit Erik redete. Ich nahm mir letztlich noch Butter, welche ich auf das Brot machte, welches ich dann so aß. Ich hatte kaum Appetit, was aber daran lag, dass ich es nicht mehr gewohnt war, so viel geboten zu bekommen. Kurz blickte ich aus dem Augenwinkel zu Erik. Er schien auch keinen großen Hunger zu haben und sich mit dem Apfel, den er in der Hand hielt, zufrieden geben zu wollen. Jedoch war auf dem Tisch so viel, dass es mir beinahe leidtat, dass das alles vorbereitet wurde, wenn ich keinen großen Hunger hatte, genauso wenig wie Erik.

Manuel:

Still schweigend war ich mit Denis rüber zum Kaminzimmer gelaufen, wo James uns schon erwartete. Er lächelte mich an und sah dann zu Denis, welcher noch ein wenig versteckt hinter mir stand, gar nicht willig, hier nun bei James zu bleiben. Doch das musste er, wenn er nicht wollte, dass ich ihn bestrafte. Und bei meiner Laune würde das keinesfalls sanft ausfallen. „Ich gehe nun, um meinen Termin noch pünktlich wahrzunehmen.“, erklärte ich noch kurz. „James, wehe du passt nicht angemessen auf Denis auf.“, brummte ich ihm entgegen bevor ich Denis nicht einmal mehr ansah und schon das Zimmer verließ, um meinen Weg zu Alastair anzutreten.

James:

Man konnte von einer gewissen Vorfreude sprechen, welche mich bei der Nachricht, ich solle auf Denis aufpassen, weil Manuel einen Termin mit dem Mann hatte, der in unserem Land die Gesetze vertrat, ergriffen hatte. Damit gerechnet, dass Manuel gerade mich aussuchte, hatte ich nicht, doch musste es bestimmt Gründe haben, sich darauf einzulassen, mich mit seinem Sklaven alleine zu lassen. „Ich werde so auf ihn aufpassen, als wäre er mein Sklave.“, hatte ich Manuel noch lachend entgegengebracht, bevor er dann das Zimmer verlassen, die Türe geschlossen und mich mit Denis alleine gelassen hatte. „So schnell sieht man sich wieder, hm?“ Ich stand auf und trat einige Schritte auf Denis zu, welcher noch immer etwas hilflos im Raum stand, nachdem er sich vorher hinter Manuel versteckt hatte. „Du warst so selbstischer was Manuel anging, schade, dass er sich doch nicht so toll um dich kümmert, wenn er dich mit mir alleine lässt.“, brummte ich dann, während fast schon bei ihm angekommen war. „Jetzt kannst du dich ruhig gegen mich wehren, musst aber damit rechnen, dass ich nicht so ruhig bleibe, wie bei unserem ersten Treffen. Dein Retter Manuel ist nämlich nicht hier. Er interessiert sich nicht für dich.“
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 1:25 am

Erik:

Für mich war es schon fragwürdig wie er nun lieber erst ins Dorf wollte, als dass ich ihn von meinem Arzt untersuchen ließ, dennoch wollte ich da nicht gegen an gehen und nickte nur. Als ich den Apfel geschält hatte schnitt ich diesen etwas abwesend in kleinere Stücke, zerteilte ihn wirklich so oft bis es kaum noch möglich war, und sah aus dem Augenwinkel wie man Manuel bereits einen halben Aufstand in der Eingangshalle machen ließ. Ich beachtete diese Aktion kaum und war nur froh als Manuel endlich das Schloss verlassen, und sich auf den Weg zu Alastair begeben hatte. Trotzdem machte ich mir einige Gedanken um Denis, welcher nun sicherlich nicht mehr so glücklich war wie er gestern ausgesehen hatte. Aber was sollte ich schon groß tun, außer hoffen, dass er das überstehen würde? Ich seufzte leise und begann einige der Apfelstücke zu essen, ehe ich mich noch einmal Valentin widmete. "Aber danach gehen wir wirklich zu meinem Arzt", murmelte ich, "ich meine, da ist ja nichts schlimmes bei. Ich kann mir vorstellen dass dir das wohl unangenehm ist, aber was ist dir lieber? Krankheiten zu haben und nichts davon zu wissen, Wunden die sich entzündet haben und nur noch schlimmer werden, oder die Gewissheit darüber, und dass man etwas tun kann?" Was die Gesundheit anging war mir die ganze Sache mit ihm ziemlich ernst, weswegen ich das auch nicht auf die leichte Schulter nehmen wollte, und es auch nur deswegen noch einmal ansprach, bevor ich das Brett, auf welchem ich zuvor den Apfel geschnitten hatte, ein wenig von mir schob und einen Schluck von dem Tee nahm, den ich mir eingeschenkt hatte. "Du siehst nicht danach aus als seist du hungrig. Und nun wo mein Bruder weg ist, können wir dann bestenfalls auch los. Das muss sich echt keiner antun", brummte ich besorgt, "außer du willst noch in Ruhe essen. Meinetwegen kannst du das unterwegs auch noch, ganz, wie es dir lieber ist." Ich lächelte ihn schwach an bevor auch schon Dorothea wieder bei uns erschien, welche mich leicht nervös musterte. "Ähm", begann sie, "nun wo euer Bruder weg ist, ist es gleich, welche Wachen sich in seiner Nähe aufhalten? Euer Bruder hat nämlich immer nach zwei bestimmten Wachen verlangt." Ich schüttelte nur leicht den Kopf. "Es ist egal", meinte ich, "er hat jemanden besorgt der auf Denis aufpasst. Das heißt du brauchst dir keinen Stress machen, immerhin weißt du, wie mein Bruder drauf ist", erwiderte ich dann noch und senkte meinen Blick zu Valentin. "Ist gut", "ist es denn auch in Ordnung wenn ich heute nochmal runter ins Dorf gehe? Meine Schwester hat gesagt sie würde sich heute dort befinden, und es würde mich ziemlich freuen, hätte ich die Zeit, sie dort zu besuchen." "Aber natürlich. Was ist das überhaupt für eine Frage? Meinetwegen, nimm dir den ganzen Tag frei, wir werden heute alle nicht besonders lange anwesend sein. Hast du den Anzug fertig?" Sie nickte lächelnd, schien sich darüber zu freuen dass ich ihr den Ausgang gewährte. Aber wunderte sie das noch? Ich war nicht wie mein Bruder und verbat jedem irgendwas, ich war dafür, dass man Freunde und Familie traf, selbst wenn man hier am Schloss arbeitete. "Ja, gewiss. Ich danke euch." Mit den Worten verschwand sie auch schon recht schnell, was mich dazu brachte nun wirklich meinen Blick auf Valentin fixiert zu halten. "Und? Nun los, oder später? Ganz wie du willst", meinte ich lächelnd.

Denis:

Viel zu schnell hatte Manuel sich auch schon dazu entschlossen, mich mit James alleine zu lassen. An sich war das in den ersten Sekunden auch gar nicht mal so schlimm, wenn man ausblendete, was er wirklich mit mir vorhatte. Er wollte nicht auf mich aufpassen und mich wohl nur mit verbaler Gewalt dazu zwingen, zu tun, was er wollte, um mich so zu behandeln, wie Manuel es eigentlich müsste. Und das wurde mir bewusst als er ohne weitere Hemmungen mit dämlichen Kommentaren auf mich zu kam, ohne auch nur einmal daran zu denken, ob Manuel das gefallen würde. Aber weshalb fragte ich mich das überhaupt? Er hätte sicher Spaß daran, zu sehen, wie sein Sklave sexuell missbraucht würde. Vielleicht würde er dann sogar entscheiden, solche Treffen öfter zu vereinbaren. Angewidert über diese Vorstellung hob ich meinen Blick vom Boden an und sah direkt zu James, welcher beinahe bei mir angekommen war. "Mich gegen euch wehren?", fragte ich, während ich mir ein Lächeln unterdrückte. Es war nichts von dem schlau, was ich momentan in meinen Gedanken plante. Es würde nichts bringen, würde ich aufmüpfig sein und ihn provozieren, ebenso wenig wie es Sinn machte, wenn ich schon von selbst versuchte ihn auf körperlicher Basis freiwillige Befriedigung entgegenzubringen, damit er mich nicht dazu zwingen musste. Aber so weit wollte ich es gar nicht kommen lassen, denn dieser Kerl widerte mich unglaublich an. "Manuel vertraut auf euch, schön, dass ihr das so mit Füßen treten könnt", stellte ich klar, "trotzdem solltet ihr bedauern, dass er sich dennoch für mich interessiert. Er hat nur keine Zeit für mich und hat sich den nächstbesten Idioten gesucht, der auf mich Acht geben kann. Und deswegen seid ihr hier." Mit einem Lächeln auf den Lippen, viel zu selbstsicher für meinen eigenen Geschmack, fuhr ich mir kurz durch meine Haare. Ich beging mit meinen Taten und Worten einen großen Fehler, das war mir klar. Aber was blieb mir? Aufmüpfig werden und gehorsam sein brachte beides nichts. Und gehorsam sein war nur noch schlimmer, da er schneller an das kommen würde, was er von mir wollte. Aber ob ich ihn lange genug aufhalten konnte, war mir ein Rätsel und sicher nicht machbar.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 1:52 am

Valentin:

Während ich mein Brot aß, hörte ich Erik noch zu, was den Besuch seines Arztes anging. Ich wusste, dass ich nicht drum rum kommen würde, mich zumindest einmal von seinem Arzt untersuchen zu lassen, selbst wenn mir nicht ganz wohl bei der Vorstellung war, wo ich wohl alles Wunden hatte und wo der Arzt mich untersuchen musste. Beinahe schämte ich mich wieder für mich und meinen Körper. Ich nickte jedoch, da ich mit vollem Mund nicht sprechen wollte. Das sprach gegen sämtliche Regeln der Höflichkeit. Nachdem ich mein Brot dann auch fast aufgegessen hatte, nickte ich erneut, bei der Frage ob wir nicht gleich losgehen sollten, da ich mein Brot auch, wenn ich wollte unterwegs essen könnte und so wartete ich eigentlich noch eine Reaktion von ihm ab. Jedoch erschien letztlich Dorothea, die Dame, welche sich auch gestern liebevoll um uns gekümmert hatte. Ich verfolgte das Gespräch zwischen beiden aufmerksam und aß mein Brot doch noch am Tisch zu Ende auf, während ich einsehen musste, dass all die Vorwürfe, Erik könne mir etwas tun, vollkommener Schwachsinn gewesen waren. Er war viel zu lieb, als dass er mich behandeln hätte können, wie die Männer die sich vorher an mir vergangen hatten. Ein wenig mit Schuldgefühlen überhäuft, blickte ich kurz vor mir auf meinen Teller, während ich dann auch mitbekam wie sich Dorothea freudig von Erik verabschiedete, bevor sie ging, damit sie sich mit ihrer Schwester treffen konnte. „Ähm.. Jetzt.“, meinte ich dann auf Eriks Frage hin und blickte wieder zu ihm, während ich dann aber nochmal das Anschnitt, was mir keine Ruhe ließ. „Es tut mir leid, dass ich mich euch gegenüber so blöd verhalten habe. Ich habe nur das Gefühl gehabt, ich könne niemandem vertrauen und war mit dem Kuss einfach überfordert, obwohl ich eingesehen hab, dass ihr wohl mit Abstand der netteste Mensch seid, den ich die letzten Jahre um mich herum hatte.“, gestand ich dann leise und blickte für einen Moment sogar in seine Augen. „Es tut mir wirklich leid, Erik.“, wiederholte ich nochmal, wobei es das erste Mal war, dass ich ihn bei seinem Namen nannte.

James:

„Wie süß, dass du denkst, du wärst Manuel auch nur ansatzweise wichtig.“, brummte ich, als ich bei ihm angekommen war, drängte ihn dann zur nächst besten freien Wand und vergrub meine Hand in seinem Schopf, während ein freudiges Grinsen meine Lippen umspielte. „Er vertraut auf mich, obwohl er weiß, wie ich ticke. Schon komisch, da hast du Recht.“, erklärte ich dann nochmal, zog seinen Kopf ein wenig vor und dann nur noch heftiger zurück, sodass er mit dem Kopf dort gegen knallte und es ihm weh tat, da ich seine Worte mir gegenüber garantiert nicht dulden würde. „Du bist Manuel nichts wert. Er ist ein Mann, der sich für Gefühle anderer noch nie interessiert hat, auf Grund seiner rosigen Vergangenheit. Er quält und foltert Menschen, die ihm nicht gefallen, er bringt sie sogar um, ohne großartig zu zögern. Wie du bisher bei ihm überlebt hast, ist mir ein Wunder. Vermutlich mag er das Denken, welches in deinem Kopf stattfindet. Du siehst alles rosarot, mit Herzen, bist gar nicht in der Lage zu sehen, was für ein Mistkerl er eigentlich ist.“, brummte ich. Mein Knie schob ich zwischen seine Beine, sodass er gar nicht großartig fliehen konnte, übte sogar Druck in der Nähe seines Schrittes aus. „Denkst du wirklich er hätte dich mit mir alleine gelassen, wenn du ihm etwas wert wärst?“, fragte ich dann und lehnte mich etwas zu ihm vor, während ich meine Hand noch immer in seinem Schopf vergraben hatte. Sein naives Denken und seine aufmüpfige Art, machte diese ganze Situation noch viel reizender, wie sie sowieso schon war. Ob Manuel gefallen würde was ich tat oder nicht, war mir relativ egal, immerhin hatte er mir die Verantwortung für Denis übergeben. Manuel kannte mich auch gut genug um zu wissen, dass ich mir nahm was ich wollte und momentan, war es nun einmal Denis und dessen Körper, weil er sehen sollte, dass seine kleine Welt gar nicht so rosig war, wie sie schien, während er bei Manuel war. Manuel kümmerte es nie wie es Sklaven ging, wie sollte es bei einem ungehorsamen Kerl wie Denis dann auch anders sein?
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 2:33 am

Erik:

Es war schon ein wenig komisch, dass Valentin plötzlich auf den Kuss zurückkam, was mich aber trotzdem für einen Moment nachdenklich werden ließ. Was war denn gestern zwischen im und Denis los gewesen, dass er nun schon mehr als zehn Worte mit mir gewechselt hatte? Ich schmunzelte leicht und erhob mich von meinem Platz, nickte drei meiner Bediensteten und Butler zu mir, welchen ich dann die Arbeit aufbrummte, hier wieder etwas Ordnung zu schaffen. Danach sah ich wieder runter zu Valentin, wollte eigentlich nicht mehr auf den Kuss eingehen, sah aber keine andere Möglichkeit um ihn wieder ein wenig zu beruhigen. "Mach dir keine Gedanken", meinte ich schmunzelnd, "ich war ein wenig voreilig und habe mich nicht an mein Versprechen dir gegenüber gehalten, weil du mich ein wenig geblendet hast. Aber ich werde mich diesmal an meine Ansage halten, und hoffe, dass du mit der Zeit verstehst, dass du mir wirklich vertrauen kannst. Meinetwegen gebe ich dir den Rest meines Lebens dafür", gestand ich dann, "insofern ich dich und deine Vergangenheit in der Zeit kennenlernen darf. Ansonsten werden wir sicher noch öfter aneinander geraten, weil du denkst, ich komme dir zu nahe." Besorgt wie ich war lenkte ich dann aber auch eine andere Richtung ein und wollte mich gerade auf den Weg machen, meine Sachen zu holen, merkte dann aber die Anwesenheit von Drake und grinste leicht. "Alles bereit", meinte er nur, "Proviant für den Weg und dein Geld. Selbstverständlich auch noch Jacken falls es am Abend noch kälter wird." Ich nickte dankend. "Danke dir", erwiderte ich, "was treibst du heute?" "Mal sehen", begann er, "am Schloss bleiben werde ich aufgrund von Manuels Befehl nicht, er meinte er will mich hier nicht haben. Das heißt ich gehe Dorothea gleich mal hinterher." Er lächelte schief, bevor er sich auch schon verabschiedete. Etwas fragend blickte ich im nach. Seit wann stand es meinem Bruder zu, meinem besten Freund zu verbieten, am Schloss zu bleiben? Ich schüttelte den Kopf. "Na komm", meinte ich zu Valentin, "dann gehen wir nun mal los."
Mittlerweile waren wir draußen angekommen, glücklicherweise hatte sogar der Regen endlich aufgehört und dennoch war es noch ziemlich düster. Ich glaubte auch nicht mehr dran, dass die Sonne noch scheinen würde, aber das war mir egal. Regen war auch nicht sonderlich übel, oder allgemein dieser bewölkter Himmel war mir irgendwo lieber. Ich blickte rüber zu Valentin welcher noch ein wenig bei den Pferden stand und diese streichelte. Ich lächelte schwach und schwang mich dann schon mal auf das Pferd mit welchem wir nun rüber ins Dorf bei den Bergen reiten würden, ehe ich wieder zu Valentin sah. "Kommst du?", fragte ich leise und deutete auf mein Pferd. Ich wollte nicht noch mehr Zeit verschwenden als sowieso schon, außerdem war mir wichtig, dass wir weg waren, solange sich mein Bruder nicht hier aufhielt, um auf Denis Acht zu geben. Denn von allem was sich drinnen im Schloss abspielte, wollte ich nichts wissen.

Denis:

Achtlos wie er mich behandelte, ließ ich das über mich ergehen ohne auch nur einen Mucks von mir geben zu wollen, was aber, als er meinen Kopf gegen die Wand gedonnert hatte, kaum noch möglich war. Mir entfloh ein schmerzvolles Keuchen, welches auch ein zweites Mal ertönte, nachdem er sein Knie in meinen Schritt gedrückt hatte und dieses dort auch ruhen ließ. Zu was hatte ich mich hier nur drillen lassen, das ich wirklich nachgab, und nur innerlich im selben Moment noch laut protestierte. Ich ging seine gesamten Worte durch und versuchte mir einzureden, dass das alles vollkommener Schwachsinn war. Aber er lag mit seinen Worten doch keinesfalls falsch, Manuel hatte keinerlei Interesse an einem Sklaven, benutzte ihn doch nur zu seinen Gunsten, zu seiner körperlichen Befriedigung. Ich musste ihm nichts bedeuten, damit er nett mir mir sprach. Er hatte doch genügend Seiten, und einige davon schlugen bei mir sicher positiv an. Ich schluckte schwer und versuchte seinen Blicken irgendwie auszuweichen, was aber nicht möglich war, wie ich schnell wieder merkte. Ich hatte meine Finger mittlerweile in sein Hemd gekrallt und hatte dennoch nicht versucht, ihn in irgendeiner Weise von mir zu drücken, da es sowieso nichts bringen würde. Und was meine Worte anging, war ich sowieso völlig machtlos. Was sollte ich ihm entgegenbringen? Dass er ein schlechter Mensch war und sich bestenfalls selbst irgendwo einsperren sollte, damit niemand mehr unter ihm zu leiden hatte? So ein dickköpfiger Mensch war ich dann nun auch nicht, als dass ich das alles noch weiter ausreizen würde. "Hört einfach auf", flehte ich fast schon, "es gibt genügend Männer die euch wahrscheinlich noch freiwillig geben, was ihr wollt. Ich gehöre nicht dazu", murrte ich leise und bereute schon jetzt wieder, dass ich überhaupt gesprochen hatte. Ihn brachte das doch nur noch mehr dazu, sich zu nehmen, was er wollte. Nämlich den Körper, der ehemals Manuel gehört hatte, und es eigentlich immer noch tat. Zumindest noch, wenn James mich hinterher nicht noch umbringen würde, so wie ich es mir nahezu wünschte. Die Situation nun war schon schlimm genug, widerte mich unglaublich an, überstieg vollkommen das, was ich sonst erlebt hatte. Wie würde es erst werden, würde er sich wirklich holen, was er wollte? Bei dem Gedanken wurde mir nur schlechter, weswegen ich mich dazu zwang, nicht mehr daran denken zu wollen. Es würde dazu kommen, nach etwas anderem sah es doch schon gar nicht mehr aus.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 3:47 am

Valentin:

Ich hatte Eriks Worte die ganze Zeit über verfolgt, war letztlich auch aufgestanden, nachdem er sich mit Drake unterhalten hatte. Sie schienen sich schon lange zu kennen und blind zu vertrauen, so unbeschwert wie sie sich miteinander unterhielten. Leicht lächelnd über diese Tatsache folgte ich Erik dann nach draußen, beschäftigte mich aber vorerst mit den Pferden die noch in den Ställen standen. Eines erinnerte mich an mein ehemaliges Pferd, was mich doch schmerzlich Lächeln ließ. Ich war damals oft ausgeritten, auch oft hinunter ins Dorf, durch den Wald oder ein paar Bergetappen lang. Vorsichtig fuhr ich dem Pferd mit meinen Fingerkuppen über den Hals, während es sich ein wenig interessiert zu mir beugte und mich ein wenig gegen die Schulter stupste. Leicht kichernd klopfte ich dem Pferd letztlich nochmal sanft gegen den Hals, ehe ich mich auch zu Erik drehte, welcher schon auf dem Pferd saß und darauf wartete, dass ich mich zu ihm gesellte. „Ich komme.“, murmelte ich in seine Richtung und sah nochmal zu dem Pferd, bevor ich zu Erik und dem Pferd ging und mich dort hinter ihm auf dem Pferd platzierte. Das Aufsteigen war also immer noch so leicht, wie damals. „Und wohin willst du nun als Erstes?“, fragte ich ein wenig leiser, als ich noch unsicher war, ob ich mich nun an Erik festhalten sollte oder nicht. Ich starrte auf Eriks Rücken, während ich mich noch immer fragte, ob das wohl richtig war, doch wusste ich, dass ich bei meinem Glück nachher vom Pferd fallen würde, selbst wenn ich oft geritten war. So krallte ich mich erst vorsichtig in Eriks Hemd, bevor mir das aber zu blöd war und ich meine Arme von hinten um ihn legte. „Wenn.. Wenn euch das stört, lasst es mich wissen.“, murmelte ich leise, während ich ein wenig verlegen zur Seite sah, obwohl ich wusste, dass er mich nicht einmal sehen konnte.

James:

Bei den lächerlichen Worten von Denis konnte ich beinahe nur lachen. Ich wollte letztlich nichts von ihm haben. Ich wollte ihn haben. Da lag ein weiter Unterschied zwischen und somit war es klar, dass ich mir seinen Körper bei niemand anderem aneignen konnte, wenn nur er ihn besaß. Zwar gehörte dieser eigentlich Manuel, doch er war weder hier, noch würde es ihn stören. Er war immerhin nur ein einfacher Sklave. Leicht grinsend hob ich eine Augenbraue. „Du denkst echt, dass ich dich in Ruhe lasse? Mit solch erbärmlichen Worten deinerseits?“ Während ich meine eine Hand noch in seinem Schopf ruhen ließ, um ihm keine Möglichkeit zu geben, sich groß gegen mich zu wehren, knöpfte ich mit der anderen Hand unbeeindruckt sein Hemd auf. „Von dir will ich übrigens gar nichts, bis auf deinen Körper. Für den brauche ich auch keine Einverständnis, von dir, was mich sonst übrigens nicht einmal interessieren würde.“, erklärte ich und lächelte charmant. Er könne ruhig weiter flehen, wenn ihm das Spaß machte und er sich damit einen Erfolg bei mir erhoffte, nur würde es keinen geben. Ich war nicht bereit ihn nun noch groß protestieren zu lassen, auch nicht bereit dazu, ihn gehen zu lassen, damit er dem lieben Manuel zu erzählen versuchte, wie schlimm ich doch war.
Nachdem ich sein Hemd von seinen Schultern gestrichen hatte, welches ich zuvor bereits aufgemacht hatte, ließ ich es bloß zu Boden fallen, bevor ich Denis rüber zu einem der Schreibtische drängte und ihn mit dem Oberkörper so schubste, dass er beinahe in der perfekten Position darüber lag, bevor ich auch schon hinter ihm stand, meine Hand dazu nutzte um ihn auf dem Tisch zu halten, indem ich diese auf seinen Rücken legte und einen Druck dort ausübte, damit er es nicht wagte sich wieder zu erheben, während ich dabei war seine Hose zu öffnen. „Du könntest einem wirklich leid tun. Schade, dass du nie so von Manuel behandelt wurdest, was mir deine Reaktionen zeigen. Wahrscheinlich hast du dich sogar freiwillig auf ihn eingelassen.“, begann ich. „Vielleicht bist du ja doch etwas Besonderes für ihn. Aber meinst du, du bist es noch, wenn er erfährt, dass ich dich missbraucht habe und dein Körper mir gehört hat?“

Manuel:

Das Gespräch mit Alastair hatte nicht lange angehalten, da ich ihm erklärt hatte, wie der Stand der Dinge war, selbst wenn ich verschwieg, dass ich einen Sklaven missbraucht hatte. Ich hatte behauptet es wäre einvernehmlich gewesen, zwischen mir und einer Frau, nicht etwa einem Mann, jedoch auf Zwang, meine Spielchen in der Kirche zu veranstalten. Alastair schien weniger begeistert und spielte mir den Moralapostel, erzählte mir, dass ich sowas nicht durfte, da so etwas dem Ansehen unseres Landes schadete. Ich wusste wie wenig es dem Land wirklich schadete. So wichtig war ich nämlich letztlich nicht. Dennoch entschuldigte ich mich, wobei Alastair sicherlich wusste, wie wenig ich ernst nahm, was ich dort von mir gab. „Das nächste Mal, wenn mich solch eine Nachricht erreicht, werde ich nicht zögern und ein Urteil gegen dich aussprechen. Bisher ist mir das aber zu schade. Wir haben sonst nichts gegen dich vorzulegen und falls Erik mal etwas passieren sollte, musst du in Kraft treten.“, hatte er mir erklärt und mich mahnend angesehen. Das hatte mich jedoch keinesfalls interessiert. Ich wollte bloß zurück zum Schloss, meinen Triumph teilweise sogar auskosten.
Nach einer halben Stunde war ich dann auch schon wieder am Schloss angekommen, war auch gar nicht mehr lange bei Alastair festgehalten worden, welcher sich nur nochmal verabschiedet und mich ein weiteres Mal gemahnt hatte. Mit schnellen Schritten betrat ich das Schloss, gar nicht gewillt herauszufinden, wo sich mein Bruder nun rum trieb, um ihm zu erzählen, dass ich ganz und gar ohne Strafe davon gekommen war. Ich wusste wie glücklich er wäre, mich endlich loszuwerden. Genauso wie meine Familie immer darauf gepocht hatte, dass ich verschwand. Das schwarze Scharf der Familie.
Die Treppen war ich schon beinahe hoch gerannt, hinauf zu meiner Etage und dem Kaminzimmer, indem sich wohl James und Denis immer noch befinden würden. Was sie dort jedoch tun könnten, hatte ich im vorher natürlich nicht bedacht.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 4:18 am

Erik:

Als ich spürte, wie er seine Arme um mich gelegt hatte, schmunzelte ich leicht, schon alleine auf seine Worte hinweg. "Es ist okay", meinte ich ruhig, "ich reiße dir dafür ja nicht gleich den Kopf ab." Ich ritt langsam los, in Richtung des Dorfes hier in unserer Nähe, wissend, dass wir nun wirklich eine ganze Zeit lang weg sein würden, und es nur pünktlich heute Abend zurück zum Schloss schaffen könnten, um uns noch schnell fertig zu machen und dann direkt den Weg zum Ball anzutreten. Aber darüber wollte ich mir momentan noch gar keine Gedanken machen. "Vorerst reiten wir nur durch das Dorf, gen des Waldes, am diesen vorbei zu den Bergen", erklärte ich," es gibt einen Weg über, und einmal an den Bergen vorbei. Wir nehmen heute den daran vorbei, das ist vielleicht angenehmer. Denn hinter dem Berg ist das Dorf, wo ich hin will. Außer du willst noch irgendwo einen Zwischenstopp einlegen", meinte ich dann leise und blickte mich in der Gegend noch ein wenig um, auch wenn ich diese mittlerweile auswendig kannte. Ich wollte mich auch gar nicht zu lange hier in der Nähe aufhalten, sondern war froh, wenn wir endlich in der Nähe der Berge waren, wo es sowieso um einiges ruhiger war, als hier bei uns in den Dörfern oder schon allein was manche Personen in der Gegend hier betraf. Es war aber auch mal ganz schön hier weg zu kommen, damit ich ein wenig befreit war von der ganzen Arbeit die ich sonst so hatte. Außerdem konnte ich mich so vielleicht eher mit Valentin unterhalten, als wenn wir gemeinsam im Schloss säßen und uns nur anschauten. Ich wollte nämlich wirklich jedes Detail aus seiner Vergangenheit wissen, auch wenn man so etwas normalerweise nicht gerne wieder hochholte. Aber jeder, der ihm etwas angetan hatte, sollte noch dafür büßen, wenn es möglich war, ihn zu finden. Und damit würde ich einige Meuchelmörder dann sicherlich auch beschäftigen, was ich mir nun auch vornahm. "Also? Wie steht es mit dem Ball?", fragte ich vorsichtig als wir langsam dem Dorf etwas näher kamen, was mich dann aber dazu trieb, einen anderen Weg einzuschlagen. Er wollte sicherlich nicht noch einmal durch das Dorf, aus welchem ich ihn gestern erst geholt hatte. Somit ritt ich den Umweg über die große Brücke neben dem Dorf, die in die Richtung des Waldes führte, was mich aber wenig störte. Wir würden uns schließlich zurecht finden, so eine schlechte Orientierung hatte nämlich keiner von uns beiden. "Ich habe das Gefühl, dass dir das nicht so recht ist", meinte ich besorgt, "und wenn, wüsste ich eigentlich gerne weshalb. Wenn du dich nicht gut fühlst, du weißt ja, wir sind nachher bei meinem Arzt. Wenn es andere Gründe hat, ist es nur die Frage, ob du mir darüber berichten willst. Was vom Vorteil wäre, weißt du."

Denis:

Mit der Zeit hatte ich auch verstanden, dass meine Worte und Taten gegen ihn vollkommen machtlos waren und ich im Grunde genommen dazu verdammt war, einem Schicksal wie Valentin entgegenzublicken. Es musste sich nicht ausreizen mit den Missbräuchen an mir, aber ich wusste, hiernach würde ich so leicht nicht mehr weitermachen können. Es war schließlich nicht so, als hätte ich mich gegen Manuel gewehrt oder mich wehren wollen. Bei ihm war es etwas ganz anderes, wenn man nun mal die Situationen und die Zustände meinerseits abglich. Bei Manuel hatte ich sein wollen, hier hingegen war es mir schon fast lieber, im selben Moment in der Hölle zu schmoren, anstatt mich von diesem widerlichen Kerl anfassen zu lassen. Aber dass er nicht mehr aufhören und diese Nummer wirklich durchziehen würde, war mir auch schon früh genug klar geworden. Er hatte sich an meinem Hemd zu schaffen gemacht und mir dieses recht schnell ausgezogen, ehe er mich zu einem der Schreibtische gedrängt und auf diesen geschubst hatte. Ich lag mit meinem Oberkörper mehr oder weniger auf diesem und spürte seine raue, kalte Hand mittlerweile auf meinem Rücken, während seine andere Hand sich mit meiner Hose beschäftigte, und er mir wieder einen dummen Kommentar nach dem anderen predigte. Ich hatte noch immer kein Verlangen, zu widersprechen, und mitterweile auch nicht mehr den Mut dazu, was sich deutlich machte, als ich spürte, wie mir die Tränen hochkamen und binnen weniger Sekunden schon meine Wangen herunterflossen. Ich unterdrückte mir ein Schluchzen, spürte wie mein Atem schneller ging, bloß weil ich zu weinen begann. Ich war nicht schwach, das brauchte ich mir nicht einreden. Das einzige, was ich noch versuchte, war gehorsam zu sein. Gehorsam, weil Manuel gesagt hatte, dass ich brav sein sollte, während er abwesend war. Aber würde ihn das erfreuen? Wenn ein Kerl wie James mich in Manuels Abwesenheit missbraucht hatte? Ich biss mir nervös in die Lippe und umfasste mit meinen Händen den Rand des Tisches um mich auf irgendwas anderes zu konzentrieren, anstatt darauf zu warten, dass ich den Rest meiner Würde verlieren müsste, in Anwesenheit dieses widerlichen Mannes. Das Gefühl zu wissen, dass ich hinterher nicht mehr weitermachen wollte wie zuvor, bedrückte mich trotzdem noch am meisten. Wie sollte ich Manuel gehorchen, wenn ich mich von seinem Freund hatte missbrauchen lassen, und er dafür nicht einmal leiden müsste? Ich senkte meinen Blick auf den dunklen Schreibtisch und beobachtete, wie jede Träne nach und nach auf diesen tropfte. Es tat so weh, zu wissen, dass ich dazu gezwungen wurde, aufzugeben. Aber was blieb mir noch, als einfach zu ertragen, was passieren würde?
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 4:58 am

Valentin:

Die anfängliche Anspannung hatte irgendwann abgelassen und ich musste gestehen, dass ich mich derweil sogar wohler und sicherer in Eriks Nähe fühlte, als ich es gestern getan hatte. Ich hatte gelernt, dass ich Erik vertrauen konnte und er niemandem etwas böses wollte. Während ich noch ein wenig müde gähnte, versuchte ich die Umgebung zu betrachten, prägte mir so viel es ging ein. Zwar kannte ich mich hier aus, doch war ich ziemlich lang immer in einem Raum gehalten worden, sodass ich nur zum anderer Männer anwesend war, jedoch nicht tun hatte können. Ich genoss es unglaublich wieder mal draußen zu sein, wissend, dass mir ausnahmsweise nichts passieren würde. Einen kurzen Moment lang hatte ich die Augen geschlossen und die frische Luft eingeatmet, hatte das alles genossen, bevor mich Erik auf den Ball ansprach und ich meine Augen wieder öffnete. Ich atmete tief durch und blickte wieder auf seinen Rücken, nicht wissend was für Gründe ich ihm nun entgegen bringen sollte. Ich konnte Erik keinesfalls erzählen, dass ich eigentlich Thronfolger war und man mich nachher wiedererkennen würde. Ich konnte ihm nicht sagen, dass ich damals entführt worden war und man überall nach mir suchen lassen hatte, selbst wenn es fair ihm gegenüber gewesen wäre. Doch was wäre ich wohl in seinen Augen für ein Thronfolger? Ich war erbärmlich und benahm mich auch so. So ließ ich ihn lieber in dem Glauben, ich sei ein dummer Bauerntölpel und wollte aus anderen Gründen nicht mit, selbst wenn ich wusste, dass mich mein schlechtes Gewissen irgendwann auffressen würde. „Es ist nicht weil es mir nicht gut geht.“, begann ich ruhig. „Nur ist es nicht richtig, wenn ihr mich auf einen Ball mitnehmt, auf welchem ich nichts zu suchen habe. Zumal ich nicht einmal weiß, wie ich mich verhalten soll, wenn ich euch alleine schon kaum Vertrauen entgegengebracht habe. Ich kann nicht abschätzen, wem ich vertrauen kann und wem nicht. Ich würde euch nur blamieren, so wie ich es die ganzen letzten Tage getan habe. Ich würde mich einfach nicht wohl fühlen, selbst wenn ich weiß, dass ihr es nur gut mit mir meint.“ Ich hoffte er glaubte mir, da es ja nicht einmal gelogen war. Ich umging nur weitere, umso wichtigere Gründe. Ich würde mich dort wirklich nicht wohl fühlen, würde nicht wissen, wie ich mich verhalten sollte, gegenüber Leuten die mich von früher kannten oder mich kennenlernen wollten.

Manuel:

Während ich meinen Weg zum Kaminzimmer einschlug, wurde ich noch einmal von einer der Bediensteten aufgehalten. „Erik ist mit dem blonden Jungen in die Stadt geritten. Er ist also nicht da.“, berichtete sie mir, obwohl ich nicht hatte wissen wollen, wo Erik war. Ich nickte bloß und lief achtlos an ihr vorbei, den Gang hinab zu dem Kaminzimmer, von welchem die Türe noch immer geschlossen war. Ich zögerte auch gar nicht lange, bevor ich die Türe aufzog, doch was ich sah, musste ich erst einmal verkraften. Natürlich war mir klar gewesen, wie James drauf war, doch hatte ich nicht geglaubt er würde sich an Denis vergreifen. Der Junge gehörte mir. Ich lief auf James zu, zog ihn von Denis weg, welcher eingeschüchtert und weinend über dem Tisch hing, bevor er anfing sich aufzurichten und seine Hose wieder hochzuziehen und zuzumachen. Dadurch, dass Denis dort weinte, war ich nur noch gereizter wie ohnehin schon. Wie konnte dieser Kerl so dreist sein? Ich schubste ihn in die entgegengesetzte Richtung von Denis, sah zu wie er zu Boden ging und mich erschrocken ansah. „Was fällt dir ein?'“, brummte ich und sah James hasserfüllt an. „Ich dachte das ginge in Ordnung, Manuel. Reg dich ab, er ist nur ein Sklave!“, brachte er mir entgegen und ich grinste. „Nur ein Sklave, ja?“, wiederholte ich noch einmal und hockte mich hin, direkt neben ihn, bevor ich ihm in die Augen sah. „Das Problem an der Sache ist, dass er mein Sklave ist.“, knurrte ich, während ich mir schwer tat, mich zurück zu halten und dem Kerl nicht einfach die Kehle durchzuschneiden. „Ja und? Was interessiert dich das, wenn ich ihn anfasse? Du kannst dir ja einen neuen Sklaven kaufen?“ Ich ertrug dieses schamlose Grinsen von James nicht, welcher noch keine Mühe gemacht hatte, sich aufzusetzen, weil er genau zu wissen schien, dass ich ihn wieder zu Boden gestoßen hätte. Letztlich schlug ich ihm einmal in sein Gesicht, sodass es durch die Wucht meines Schlages die nächsten Tage auf jeden Fall verstellt aussehen würde. „Schade nur, dass er der Einzige ist, den ich liebe.“ Ich war beinahe selbst überrascht durch meine eigenen Worte, über die Tatsache, dass ich in meinem Leben wohl das erste Mal das Wort „Liebe“ benutzt hatte, ohne es irgendwie ins Lächerliche ziehen zu wollen. „Du liebst deinen Sklaven? Du bist erbärmlich. Wenn du dir seine Liebe erkaufen musst, indem du direkt seinen Körper kaufst.“, gab er mir entgegen. Ich erhob mich, ohne mich groß auf sein Kommentar einzulassen, vergrub meinen Fuß nur in seiner Magengrube und sah, wie er sich verächtlich verkrampfte und unter den Schmerzen zu leiden hatte. Dann rief ich eine Wache, welche ihn in den Kerker schleppen sollte. Ich würde mich noch darum kümmern, dass dieser Kerl nie wieder das Tageslicht erblicken würde. Er würde nie wieder eine Hand an Denis anlegen. Niemand würde dies je tun. Das schwor ich mir.
Ich drehte mich zu Denis um und ging letztlich auf ihn zu, zog ihn schweigsam an meine Brust, und legte meine Arme schützend um seinen Körper, wobei er kein Hemd trug, welches der Bastard ihm wohl auch ausgezogen hatte. „Es tut mir so leid.“, murmelte ich. „Ich habe nicht nachgedacht und dich mit ihm alleine gelassen, obwohl du, begründet, Angst vor ihm hattest.“, „Ich war einfach sauer, weil die Aktion in der Kirche aufgeflogen ist und ich deswegen heute einen Termin hatte, dass ich wohl einfach ein wenig durchgedreht bin. Zwar bin ich sonst wohl auch nicht ganz normal, aber ich wollte wirklich nicht, dass es je dazu kommt.“ Ich atmete tief durch und merkte, wie sich mein Herz zusammenzog, weil er weinte. Es tat mir wirklich leid. „Ich lasse nicht zu, dass es je wieder zu so etwas kommt. Ich lasse dich nicht mehr alleine. Aber bitte versprech' mir, demnächst leiser zu Stöhnen, wenn wir in der Kirche sind.“, murmelte ich und lächelte schwach, drückte ihn nur noch ein wenig mehr an mich. Über die Tatsache, dass ich James gestanden hatte, Denis zu lieben, wollte ich mir später Gedanken machen. Das gehörte nicht hier hin. Nicht nach all dem, was nun passiert war. Nicht nachdem wie ich mich ihm gegenüber verhalten hatte. Langsam entfernte ich mich von Denis, beugte mich stattdessen ein wenig zu ihm runter und küsste ihm die Tränen weg, die noch an seinen Wangen hinunter liefen. „Und ich verspreche dir, dass ich dich nie wieder an irgendjemand anderen übergebe. Ich werde auf dich aufpassen.“, murmelte ich, als ich mich wieder ein Stück weit von seinen Wangen entfernt hatte und blickte ihm in seine Augen, während ich dann kurz durch seine Haare fuhr.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 5:31 am

Erik:

Ich dachte schon darüber nach was er sagte, auch wenn es mich ein wenig skeptisch machte. Weshalb sollte er mich denn auf irgendeine Weise blamieren, wenn ich ihn doch gar nicht dazu drillen wollte, sich mit irgendjemandem zu unterhalten, sodass er irgendwem trauen musste? Ich seufzte leise und atmete daraufhin tief durch. Er machte sich wirklich zu viele Gedanken, was mir nur deutlicher machte, dass er es nicht leicht gehabt haben konnte, in seinen vergangenen Jahren. Aber ich war nun hier, um das alles zu ändern, wenn er mich denn nur ließ. "Du musst dort niemandem vertrauen, du musst nicht einmal mit wem reden", erklärte ich, "du kannst bei mir bleiben und mich über den Abend hinweg begleiten. Und falls du mal woanders hin willst, schicke ich meinetwegen Drake mit", "Drake ist mein bester Freund und dazu veranlagt, sich um mich und gute Freunde zu kümmern. Er ist ein höflicher Kerl, naja, und abgesehen von seinen schlechten Witzen ist er auch ganz in Ordnung", verkündete ich lächelnd. Drake war wirklich einer der Menschen, mit dem ich am meisten zu tun gehabt hatte, in den ganzen letzten Jahren, eigentlich schon von meiner Kindheit an. Wir hatten nie weit auseinander gewohnt, und als ich zum Herrscher gekürt wurde, hatte ich ihn natürlich direkt mitgenommen und ihm einen hohen Status zugesprochen. Und seitdem hatten wir uns auch nicht einmal mehr gestritten, vorher eigentlich auch so gut wie nie. Es waren hin und wieder mal Kleinigkeiten, die man schnell wieder aus der Welt schaffen konnte. "Ich weiß dass du momentan keine starke Persönlichkeit mehr bist, und es eigentlich auch gezwungen nicht sein willst. Aber wenn du solchen Dingen bewusst ausweichst, wirst du irgendwann gar nicht mehr auf andere zugehen können", predigte ich besorgt, "und wenn ich dich heute nicht mitnehme, würdest du alleine am Schloss bleiben müssen. Ich weiß nicht wie mein Bruder momentan wieder drauf ist, nach seinem Gespräch mit Alastair, vom Gericht." Und eigentlich wollte ich das auch gar nicht wissen. Vielleicht war es für ihn gut, womöglich auch schlecht geendet. Aber ich hatte sowieso nicht das Recht dazu, irgendetwas zu bestimmen oder als Befehl einzuleiten. "Das kann trotzdem nicht der einzige Grund sein, Valentin", brummte ich leise, beinahe schon hoffend, dass er langsam merkte, dass ich damit nicht sonderlich falsch lag. Ich wollte ihm wirklich nicht schaden, in keiner Hinsicht. Aber helfen konnte ich ihm auch nicht, wenn mir die Informationen fehlten. Ich glaubte ihm zwar alles was er sagte, aber war das wirklich schon alles?

Denis:

Von dem einen auf dem anderen Moment hatte sich die gesamte Situation verändert, überforderte mich nur noch mehr, als sie es schon zuvor getan hatte. Ich wusste gar nicht, womit ich mich als erstes befassen sollte. Eher damit, dass die Wachen gerade dabei waren, James in den Kerker zu bringen, oder eher, dass Manuel eben Worte über die Lippen gekommen waren, die mich komplett schwächten. Wenn man sie mit dem verglich, was James mir gesagt hatte, zerriss es mir beinahe das Herz. Wem sollte ich nun eher glauben? Einem kranken, perversen Bastard wie James, oder einem genau so kranken, dennoch scheinbar liebevollen Idioten wie Manuel? Eigentlich wollte ich keins von beidem, was mein Kopf so schon mit sich selbst ausmachte. Ich wollte momentan gar nicht auf meinen Verstand hören, ich wollte lieber realisieren, was sich hier gerade zugetragen hatte.
Manuel hatte mich ohne weiteres in seine Arme gezogen nachdem er sich um James gekümmert hatte, bevor er auch schon eine Entschuldigung nach der anderen mit einem Versprechen abzugleichen begann. Er sagte er würde mich nicht mehr alleine lassen, mich an niemanden übergeben und bloß auf mich aufpassen. Und dann beichtete er noch, dass die Sache in der Kirche angeblich aufgeflogen sei, und ich wohl die Schuld trug. In dem Moment war mir das aber ziemlich egal, ich konnte es nicht einmal nachvollziehen vor Wut und Trauer. Manuel hatte mir eben erst die Tränen sachte weggeküsst, und nun begann ich schon wieder zu weinen, als er mit seiner Hand sachte durch meine dunklen Haare fuhr und mich noch immer ansah. Ich erwiderte seinen Blick leidend und platzierte meine Hände auf seinem Oberkörper, bevor ich ihn dadurch nur noch ein Stück von mir wegstieß. Ich war viel zu aufgebracht um nun noch gehorsam zu sein, um ihm zu glauben was er mir entgegen brachte. Einerseits glaubte ich ihm jedes Wort, das ihm über die Lippen gekommen war, aber andererseits war da diese unglaubliche Angst, dass er das einfach nur tat, damit ich mich ihm wieder unterwarf, ganz genau so, wie James es mir vorhin hatte beibringen wollen. "Gestern habe ich dir noch gesagt, dass er mich anpacken wird, und heute lässt du mich alleine, weil du so erzürnt darüber bist, dass ich dich auffliegen lassen habe, und du scheinbar trotzdem nicht bestraft wurdest!", meinte ich verzweifelt, etwas lauter als ich eigentlich wollte, "und dann kommst du wieder hierher, siehst was abgeht, hältst ihn davon ab mich zu vergewaltigen, und dann kommt dir auch noch das Wort Liebe über die Lippen?" Immer noch weinend sah ich zu ihm rüber, machte den Schritt, den ich ihn von mir gestoßen hatte, wieder auf ihn zu, blickte zu ihm rauf und krallte meine Finger in sein Hemd. Die Verzweiflung war schon in meiner Stimmlage zu hören, machte sich aber auch dadurch bemerkbar, dass ich ihn nicht mehr hoch ansprach. Sollte er mich dafür halt bestrafen oder sonstiges mit mir anstellen, es würde mir nichts mehr anhaben. Der Kerl hatte eben gesagt, dass er mich liebte. Reichte das nicht, um mir mein kleines Herz zu brechen? "Gerade du solltest wissen, dass ich durch meine Bewunderung dir gegenüber damit nicht klarkommen werde", keuchte ich, "egal in welcher Hinsicht das gemeint war, oder ob man es direkt als Lüge abstempeln kann. Ich hab das nicht verdient", "du hast mich gekauft, mehr nicht!" Mit den Worten ließ ich meine Hände von ihm gleiten und blickte angespannt, traurig und noch immer verängstigt zu Boden. "Es tut mir leid", flüsterte ich leise, "ich wollte nicht so aufdringlich sein. Bitte, verzeiht mir." Reuevoll wie ich da nun stand, trotzdem so aufgewühlt wie vorher, begann ich den Kampf in meinen Gedanken. Hatte James recht, oder behielt Manuel dieses? Ich hatte doch keine Ahnung wem ich noch glauben sollte, ich war hier nur unter kranken Menschen gelandet. Auch wenn ich Manuel keinesfalls als solch einen betiteln konnte. Dieser Kerl war mir binnen der kurzen und teils viel zu angenehmen Zeit wichtig geworden, und konnte mir mit jedem Wort das Herz brechen, was nun aber schon fast komplett geschehen war. Er liebte mich nicht, und würde es nie tun. Ich brauchte mir nichts einbilden. Und dass ich besonders war, stimmte auch nicht. Ich musste vielleicht doch anfangen zu begreifen. Aber was wenn es doch stimmte? Ich hatte doch keine Ahnung!
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Clarity
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 5:55 am

Valentin:

Ich zuckte beinahe schon unmerklich zusammen, nachdem Erik all meine Aussagen entkräftet hatte und mich dann noch darauf ansprach, dass ich doch noch etwas hatte und dies nicht die einzigen Gründe waren. Er wusste wohl genauso gut wie ich, dass diese Gründe vorhanden waren. Aber genauso gut sollte ihm klar sein, dass, obwohl ich ihm nun vertraute, ich nicht großartig darüber sprechen wollte, was war. Ich wollte ihm nicht erklären, dass ich eigentlich ein Thronfolger war. Dazu noch ein Lächerlicher. „Schon, aber das ist nicht wichtig. Wenn ich mit niemandem sprechen muss und bei euch bleiben kann, ist das okay.“, murmelte ich dann leise und zerbrach mir nebenbei aber den Kopf darüber, wie das ablaufen würde. Vielleicht war dort ja auch niemand, der mich kannte und ich hatte somit Glück? Ich konnte ja nicht wissen, was er Abend brachte. Ich hoffte also einfach, dass dort niemand anwesend sein würde, der mich kannte und dies dann offen preisgab, würde Erik aber dennoch begleiten, da ich ihm andererseits wohl die richtigen Gründe darlegen müsste, weswegen ich eigentlich nicht gewillt war, ihn auf diesen Ball zu begleiten, obwohl ich glaubte, dass es bestimmt nicht schlecht sein würde, zusammen mit ihm und seinem besten Freund. „Aber wagt es euch ja nicht, mit einer Frau zu tanzen und mich alleine zu lassen.“, scherzte ich dann etwas und lächelte schwach. Ich merkte selbst, dass ich es besser fand, mit Erik zu reden, wie die ganze Zeit über zu schweigen. Ich war früher immer ein Mensch gewesen, der schlechte Witze riss und den ganzen Tag lang redete, ohne Pause, solang man mich denn ließ. Und da am Hof niemand war, der mir eigentlich widersprechen durfte, hatte sich jeder mein Gerede anhören müssen.

Manuel:

Über Denis Reaktion war ich im ersten Moment doch überrascht, konnte aber doch nachvollziehen, wie chaotisch es in ihm aussehen musste. Er hatte mir von seinen Ängsten erzählt und ich hatte ihn diesen ausgeliefert. Ich wusste gar nicht, was James Denis alles erzählt hatte und wie dieser nun von mir dachte, aber ihm passte das, was ich vorhin über ihn gesagt hatte, nicht ins Bild. Genauso wenig wie mir. Ich hatte nie Gefühle gegenüber jemandem gezeigt. Ich hatte schon gar niemanden geliebt. Wieso hatte ich das gesagt? Vermutlich weil es genau das war, was stimmte. Immerhin hätte ich mich für meinen Sklaven geopfert, wenn es heute dazu gekommen wäre. Die Tatsache, dass Denis mich niedrig ansprach und all die Höflichkeiten wegließ, ließ mich doch leicht schmunzeln, ließ dieses aber verebben, weil es absolut nicht angebracht war. Ich legte meine Hand an sein Kinn und drückte dieses zu mir hoch, sodass er mir in die Augen sah. „Du hast das nicht verdient. Das stimmt.“, erklärte ich dann und stoppte kurz, während ich seine Entschuldigung beinahe außer Acht ließ. „Doch kann ich dir sagen, dass ich es ernst meinte, was ich gesagt hatte. Ob du das Glauben magst, musst du selbst herausfinden.“ Ich seufzte leise und ließ letztlich von ihm ab, war gar nicht gewillt ihn für die niedere Anrede zu bestrafen. Ich deutete hinüber zu dem Gemach, welches gegenüber des Kaminzimmers lag. Dieses Gemach lag wiederum direkt neben meinem. „Das alles war heute wohl ziemlich verwirrend für dich, mal ganz abgesehen davon, dass es Sachen gibt, die du wohl erst verkraften musst.“, „Du kannst dich in dem Gemach gerne ausruhen oder deine Gedanken ordnen. Mir ist bewusst, dass ich vieles falsch gemacht habe. Und da du mich sicherlich nicht in deiner Nähe haben willst, lasse ich dir deinen Freiraum.“ Ich war viel zu nett, entdeckte eine Seite von mir die ich nicht kannte, eigentlich auch nicht kennen lernen wollte. Doch vielleicht tat mir ein Imagewechsel vorerst auch mal ganz gut? Immerhin verursachte ich nur Probleme. Zwar war es so, dass die Erik sowie dieses Land verdienten, doch brachten sie auch mir viel zu viel Ärger ein, mit welchem ich mich eigentlich nicht beschäftigen wollte. Mit wem ich mich aber beschäftigen würde wäre James. Vermutlich würde ich mich um ihn kümmern, sobald Denis sich entschließen würde, mir erst mal aus dem Weg zu gehen. Dann konnte ich wenigstens all meine Wut an ihm auslassen.
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BeitragThema: Re: Defenseless Slaves   So Apr 27, 2014 7:10 am

Erik:

Ich durfte nicht behaupten dass es mich störte, dass er nun von der ganzen Sache ablenkte und mir weiterhin verschwieg, welches denn das eigentliche Problem war. Aber ich wollte ihn damit auch nicht weiter nerven und beließ es somit dabei, während ich schon lächelnd den Bergen entgegen sah, die sich vor uns erhoben. Erst dann fiel mir auch sein Kommentar wieder ein, was es anging, würde ich mit einer Frau tanzen und ihn somit alleine lassen, was ich überhaupt nicht vorhatte. "Ich? Mit einer Frau tanzen?", ich grinste matt, "dein Ernst? Ich sehe doch nicht etwa so aus, als würde ich das wollen?" Mit den Worten trieb ich mein Pferd dazu, noch ein wenig schneller zu galoppieren, damit wir nicht mehr so viel Zeit verschwendeten. Es war zwar noch früh am Morgen, und wir brauchten uns nicht beeilen, aber trotzdem wollte ich pünktlich wieder ankommen. Und ich ging nicht davon aus, dass ich nach meinem Besuch im Dorf direkt den Weg zurück zum Schloss antreten würde, womit ich auch Recht behalten hatte.
Es war später geworden und somit brachen wir am Nachmittag auch recht schnell wieder auf, hatten uns dann darum gekümmert, dass Valentin von meinem Arzt untersucht wurde, wo ich nicht bei gewesen bin, auch wenn es mir lieber gewesen wäre. Aber so wenig Freiheiten wollte ich Valentin dann doch nicht geben, hatte mir aber trotzdem von meinem Arzt jedes Detail erzählen lassen, und auch, dass er sich um das Gröbste, um seine Wunden gekümmert hatte, und dass er scheinbar keinerlei Krankheiten besaß, was mich schon immens beruhigt hatte. Somit gab es für mich auch absolut keinen Grund mehr, mir noch Gedanken zu machen. Zumindest nicht, nachdem ich in meinen Anzug geschlüpft war, mich um meine Fliege sowie meine Haare gekümmert hatte. Abgesehen davon hatte ich Valentin noch seinen Anzug aufs Gemach gebracht, wartete vor diesem nun noch gemeinsam mit Drake auf unsere Abreise, und lächelte ihn schwach an. "Was meinst du", begann ich, "rennt er nachher vor mir weg, wenn ich ihn zum Tanzen auffordere?" Er grinste erschrocken. "Du willst ihn nicht wirklich zum Tanzen auffordern?" "Nicht doch", erwiderte ich grinsend, "war ja nur ein einfacher Gedanke. Wie sieht es denn mit dir aus? Rechne ich damit, dass du heute viel abwesend bist, oder bleibst du brav an meiner Seite?" "Ich bleibe bei dir", erklärte er froh, "selbst wenn man mich anspricht. Wir wollen ja nicht, dass Valentin dir noch wegläuft. Wovon ich aber nicht ausgehe. Du heißt ja nicht Manuel", spottete er dann noch leicht, woraufhin ich nur schwach nickte. Ich hatte Manuel vorhin gesehen, genau so wie man mir erzählt hatte, dass einer seiner Freunde, James, bei uns im Kerker hockte. Ich würde mich noch mit Manuel darüber unterhalten, nur nicht mehr heute. Heute stand erst mal der Ball an erster Stelle, auf welchen ich mich sogar ein wenig freute. Aber ich wollte erst einmal abwarten, bevor ich große Töne spuckte.

Denis:

Der Tag war längst rum und trotzdem war es draußen noch immer viel zu hell, als dass ich nun beschließen würde, mich damit abzufinden, den ganzen Tag auf dem Gemach verbracht zu haben, in welchem ich mich vorhin noch eingeschlossen hatte. Es war dumm von mir gewesen so zu handeln, aber zu etwas anderem war ich einfach nicht fähig gewesen. Ich seufzte leise als ich mich vom Bett erhoben und mir mein weißes Hemd glatt gestrichen hatte, ehe ich einen Blick rüber in den Spiegel warf. Ich mochte mich selbst kaum ansehen, wenn ich daran dachte, was ich heute erlebt hatte. Es war nicht so gravierend, wenn ich genauer hinsah, aber ich merkte, dass es mich noch immer ziemlich bedrückte. Und damit meinte ich nicht nur die Sache mit James, sondern auch die, was Manuel und seine Worte vorhin anbelangte. Ich wollte ihm glauben was er über die Liebe gefaselt hatte, aber was würde es mir denn bringen? Und was war, wenn er das nicht ernst gemeint hatte? Ich stellte mir unglaublich viele Fragen, die mir schon Kopfschmerzen bereiteten. Somit wanderte ich zur Tür des Gemaches und öffnete diese, dachte nicht darüber nach ob ich dazu überhaupt Befehle oder eine Erlaubnis brauchte, das dann aber schon recht früh feststellen durfte.
Auf meinem Weg zu den Treppen begegneten mir die beiden Wachen, die in vielen Momenten vor Manuels Gemach gestanden, und auf mich aufgepasst hatten. Ich musterte sie nur skeptisch bevor ich meinen Blick senkte. "Wo willst du hin?", fragte mich einer der beiden, während er mir etwas entgegen kam. Ich seufzte leise auf. "Nach unten", brummte ich, "ich wollte nur" "Nichts da!", meinte er andere direkt und zog mich am Handgelenk zu sich. Ich keuchte leicht auf und ließ ihn dennoch machen, weshalb sollte ich mich schon groß wehren? Ich ließ mich von ihm mit in Richtung von Manuels Gemach zerren, ohne auch nur ein Wort über meine Lippen kommen zu lassen. Proteste waren sinnlos, auch wenn ich bei Manuel nicht sein wollte. Aber ich konnte nichts tun. Selbst nicht als wir vor seinem Gemach angekommen waren, und einer der beiden Wachen kräftigt anklopfte. "Was erwartet ihr? Dass er mir den Kopf abreißt?", brummte ich kaum hörbar, während ich zu Boden sah. Die Wache die mich festhielt verstärkte ihren Griff auf meinen dummen Satz, was mir deutlich zusetzte. "Hoffentlich", knurrte er nur. Was für ein dummer Kerl, glaubte er im Ernst, dass Manuel das bringen würde? Ich brauchte mir gar nicht so sicher sein, ich glaubte sowieso an nichts mehr. Eigentlich wollte ich nur noch schlafen, und die Sorgen wenigstens für einige Stunden vergessen. Denn mein Herz litt unglaublich unter diesem Druck, den ich mir selbst machte.
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Defenseless Slaves
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