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Clarity
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BeitragThema: Mine    Do Apr 09, 2015 4:20 am

Ich will gar nicht groß drum herum reden, aber ich freu mich. Selbst wenn das nun nicht sonderlich viel ist. Muss mich dran gewöhnen. Ich hoffe du verzeihst mir. Embarassed

Valentin

Ich musste hier raus. Die Türe fiel hinter mir ins Schloss und ich schlug den Weg zu meinem Gemach ein, an all den Wachen vorbei. Für wen hielt mich Portia bitte? Sie tat glatt so, als wäre ich ihr Traumprinz, wenn ihr gerade danach war, während ich all die andere Zeit wie Dreck behandelt wurde. Mich störte es nicht einmal, dass sie so mit mir umsprang, doch dass sie von mir verlangte, sie schließlich noch auf Händen zu tragen und zu vergöttern, war einfach die Höhe. Mir reichte es schon, wenn ich auf Veranstaltungen ein gutes Bild abgeben musste, mich dazu zwang, Portia zu behandeln, wie sie glaubte es zu verdienen. Doch ich würde ihr sicherlich nicht stetig sagen, dass sie in ihren Kleidern umwerfend aussah, dass ich so froh war, sie als Frau zu haben, wenn ich nicht wirklich daran glaubte. Ihre sprunghaften Launen und ihre Arroganz waren Dinge, über die ich einfach nicht hinwegsehen konnte, zumal ich auch nicht die Aufgabe hatte, sie zu lieben. Ich musste bloß an ihrer Seite stehen. Genau das hatte sie mir gesagt, als sie beschlossen hatte, dass sie mich zu Mann haben wollte. Warum die Wahl gerade auf mich fiel, verstand ich dabei jedoch nicht. Zwar hatte ich längeres blondes Haar, um welches ich oftmals beneidet wurde, doch sah ich schwach aus. Nicht so, wie man sich einen Mann vorstellen würde. Sie hätte sich lieber jemanden suchen sollen, der sie trotz ihrer Launen und weiteren Mängeln mochte. Von solchen Männern gab es schließlich auch genug.
In meinem Gemach, welches mir zugeteilt worden war, falls Portia mich nicht in ihrem Gemach haben wollte, ergriff ich meinen Mantel, bevor ich auch dieses bereits wieder verließ. Offengestanden war ich froh über jede Nacht, die ich nicht mit Portia verbringen musste. Für mich war diese Ehe einfach alles andere gewesen, als vorteilhaft. Natürlich gab es hier auch Leute, mit denen ich wirklich gut auskam und mir wurde einiges geboten, doch waren es Dinge, die mich nicht über meine Frau hinwegsehen ließen. Zumindest nicht auf Dauer. So war es auch nicht das erste Mal, dass ich aus dem Schloss floh und dennoch immer wieder hierher zurück gebracht wurde. Doch gewann ich so zumindest ein wenig Zeit für mich, Zeit um runter zu kommen, selbst wenn immer die Hoffnung bestand, dass ich es tatsächlich weit genug schaffte, um nicht von Wachen wieder zurückgebracht zu werden. Ich hatte mein Leben schließlich nicht so verbringen wollen und bisher hatte mich auch nichts umgestimmt. Denn ich war nicht was Portia sich erhofft hatte und so ließ sie mich oft genug spüren, wie wenig es ihr gefiel, wenn ich ihre Erwartungen nicht erfüllte. Es gab ständig Auseinandersetzungen. Sie versuchte mich beinahe zu erziehen, so wie sie mich haben wollte. Das ließ ich mit mir jedoch nicht machen. Ich war offiziell zwar ihr Mann, gehörte ihr aber nicht und hatte mich auch nicht nach ihr zu richten. Als ich in der Eingangshalle ankam, hatte ich mir meinen Mantel bereits übergezogen und lief geradewegs auf die große Türe zu. Es war nie mein Wunsch gewesen Portia zur Frau zu nehmen. Ich hatte hier auch nie bleiben wollen.  
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Yuna
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BeitragThema: Re: Mine    Do Apr 09, 2015 4:44 am

Alles easy. Razz

Denis


Ein weiterer Tag ohne irgendwelchen spannenden Attraktionen am Schloss, Ausraster meiner überaus launischen Schwester oder Probleme mit irgendwelchen arroganten Wachen die meinten sie müssten ihre Stimme gegen mich erheben. Das war bereits oft genug passiert; stets hielten sie sich nicht zurück wenn ihnen etwas passte. Ein Glück dass sie mich hatten, um sie anständig zu erziehen, wenn sie schon hier arbeiten durften, was sie ganz alleine meiner reizenden Schwester zu verdanken hatten. Welche wahrscheinlich mal wieder damit beschäftigt war, ihren Mann zu tyrannisieren. Schon seit geraumer Zeit bekam ich dies immer wieder extremer mit, hatte mich bisher aber nicht wirklich eingemischt und meine Schwester darauf auch nicht angesprochen. Mich ging nicht an wie sie ihre Beziehung führte, und eigentlich hatte ich auch meine eigenen Dinge zu erledigen. Aber mittlerweile störte es mich einfach nur noch enorm, wie abgrundtief übel sie Valentin behandelte obwohl dieser mit ihr verheiratet war. Sie hatte sich immerhin keinen Mann zugelegt um diesen als ihr Spielzeug benutzen zu können, solche Akte waren nur ihrem großen Bruder erlaubt, welcher stets wusste wie es sich zu verhalten ging. Wenn er nicht unbedingt ein bestimmtes Verlangen anstrebte, wie noch am selben Tag an dem die ganze Situation der beiden mal wieder eskalierte.
„Mylord, ihre Schwester hatte schon wieder eine Auseinandersetzung mit ihrem Mann“, hörte ich James hinter mir, während ich mich eigentlich gerade auf den Weg zu einem Ball gemacht hatte. Dieser Ball bedeutete mir zwar nicht viel, aber genug, um einen anständigen Anzug zu tragen und für die Frauenwelt gut auszusehen. Naja; oder eben die Männerwelt. Bereits etwas gereizt und mit unbeeindruckter Miene drehte ich mich zu James um und zog eine Augenbraue hoch. „Und jetzt? Soll ich Babysitter spielen?“ „Nein Mylord, ich dachte nur...“ Ich schüttelte abwegig den Kopf während ich mir meine Krawatte zurechtzog und kurz rauf in den dunklen Himmel über uns sah. Es war nicht so als würde es mich nun groß stören nicht zu diesem Ball gehen zu können, trotz meinen hohen Erwartungen an einen wissen Mann der mich dort erwartete; aber angenehm war der Gedanke, nun hier zu bleiben, auch nicht besonders. Selbst wenn ich überzeugt davon war, dass ich mir daraus einen bestimmten Vorteil ziehen konnte. „Schön. Dann bleibe ich hier und kümmere mich um unser kleines 'Problem'“, erwiderte ich dann leicht zynisch lächelnd, bevor ich an James vorbei lief und den Weg zurück ins Schloss suchte. Normalerweise war es nicht mein Job, Valentin davon abzuhalten meiner Schwester schon wieder aus dem Weg zu gehen. Aber ich konnte nicht zulassen dass sie mich ein weiteres Mal in Grund und Boden heulen würde, nur weil ihre Ehe strikt nicht funktionierte, und sie sich stets fragte woran das nur lag. Tatsächlich erwies sich diese ganze Aufgabe noch leichter als geglaubt. Denn auf meinem Weg durch die Eingangshalle lief mir Valentin nahezu in die Arme. „Wo wollen wir denn so eilig hin?“, fragte ich ihn gespielt interessiert, während ich ihn von oben bis unten aufmerksam musterte, ehe mein Blick sich in seine Augen schwenkte. Ich versuchte die Ruhe selbst zu bleiben, ihm zumindest für den Moment zu signalisieren dass es keinen wirklichen Grund gab, schon wieder abzuhauen, weil er so oder so wieder hierher zurückkehren musste. „Portia wird auch hier sein sobald du wiederkommst, es bringt also relativ wenig vor ihr wegzulaufen.“ Während ich mir durch die Haare fuhr und mir nahezu leicht den Kopf darüber zerbrach, wie ich Valentin hier am Schloss festnageln konnte, kam mir eine der wohl besten Einfälle die ich bisher hätte haben können. Es war nicht abwegig oder auf irgendeine Art und Weise absurd; nur weil Valentin mit meiner Schwester verheiratet war, hatte er keinen Status den ich nicht missbrauchen könnte. Ihm somit Befehle zu erteilen war für mich ein Leichtes. „Du gehst nirgends hin. Du kommst nun brav mit mir und wirst mein Zimmer aufräumen und putzen, so wie sich das für ein Schoßhündchen gehört.“ Ihm zuzwinkernd machte ich mich dann langsam auf den Weg zu den Treppen, nicht einmal mehr zu ihm zurückschauend, da er gar keine andere Wahl hatte, als mir zu folgen. Er wusste welche Konsequenzen es geben würde, sich dem Thronfolger zu widersetzen. Selbst nicht, wenn dieser ihn als Schoßhündchen bezeichnete. Letzten Endes galt es nur meinem eigenen Spaß, und dem Fakt, dass er sich von meiner jüngeren Schwester so behandeln ließ.


Zuletzt von Yuna am Do Apr 09, 2015 5:14 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Clarity
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BeitragThema: Re: Mine    Do Apr 09, 2015 5:11 am

Valentin

Dieses Mal wurde ich früher aufgehalten, als ich zuvor geglaubt hatte. Denis, Thronfolger dieses Landes und Bruder von Portia, kam mir geradewegs entgegen und tat sein Bestes, um mich davon abzuhalten, dieses Schloss zu verlassen. Im ersten Moment konnte ich kaum anders, als ihn in seinem Anzug zu mustern und festzustellen, dass er unglaublich attraktiv war. Es war mir stets ein Rätsel, warum er sich bisher nicht bereits für irgendeine Frau entschieden hatte. Er stellte sich mir in den Weg, bevor er begann meine Aktion in Frage zu stellen. „Portia wird auch hier sein, wenn du wiederkommst, es bringt also relativ wenig vor ihr wegzulaufen.“ Es brachte mir Zeit, die ich ihr zumindest aus dem Weg gehen konnte und das war meiner Meinung nach schon gut genug. Doch ließ er mich nicht gehen, sondern erteilte mir stattdessen spöttisch einen Befehl, welchen ich nicht einmal umgehen konnte. Ich solle doch sein Zimmer aufräumen und putzen. Trotz der Tatsache, dass ich der Ehemann seiner Schwester war, hatte ich keinen besonderen Status, sodass Denis mir eigentlich befehlen konnte, was er wollte. Eben auch sein Dienstmädchen zu spielen, obwohl er hundert Bedienstete zur Verfügung hatte, die diese Arbeit erledigen konnten. Stattdessen gefiel es ihm, mir diese Aufgabe aufzubrummen, um sich über mich lustig zu machen. Zähne knirschend folgte ich Denis somit die Treppen hinauf zu seinem Gemach. Ich glaubte aber, dass ich zumindest in seinem Gemach dann meine Ruhe hatte, solange ich für ihn aufräumte, immerhin sah er aus, als müsste er noch irgendwo hin. Vermutlich würde er mich dort absetzen und dann wieder gehen, um wichtigeren Dingen nachzugehen. Zumindest hoffte ich das inbrünstig. Nach der Auseinandersetzung mit seiner Schwester, hegte ich schließlich kein Interesse daran, mich noch groß verspotten zu lassen und solch entwürdigende Aufgaben für ihn erledigen zu müssen.
Natürlich war ich niemand, der sich vor dem Putzen scheute, doch störte es mich ungemein, dass ich gerade für Denis putzen müsste, nachdem er mich Schoßhündchen genannt hatte. „Ich bin aber nicht dein Schoßhund.“, gab ich ihm schließlich bissig zurück. Darauf zu plädieren, dass ich keins war, konnte ich nicht einmal. Immerhin hatte mich Portia zur Heirat gezwungen und versuchte stetig mich zu erziehen. Ich war jedoch nicht gehorsam. Trotz meinem kleinen Protest konnte und würde ich mich seinem Befehl jedoch nicht widersetzen. Denis bekam schließlich immer was er wollte, wobei ihm die Mittel dazu oftmals egal waren. Nach dem heutigen Tage war ich also nicht mehr der Meinung, mich noch groß auflehnen und mit Denis auseinandersetzen zu müssen.
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BeitragThema: Re: Mine    Do Apr 09, 2015 5:39 am

Denis

Angekommen in meinem Gemach sah ich mich nur rasch um und konnte mir ein Grinsen gar nicht unterdrücken. So unordentlich hatte ich mein Zimmer in den ganzen letzten Wochen nicht mehr gesehen, da traf es sich doch ganz gut, Valentin nun zum Aufräumen zu drängen. Natürlich unter meiner ganz persönlichen und speziellen Aufsicht, die er nebenher noch genießen durfte. Somit wartete ich nur bis er endlich in der Mitte des Raumes stand, bevor ich hinter uns beiden die Tür abschloss und den Schlüssel in meine Hosentasche schob, ehe ich mich auf den Weg zu dem Sessel in Nähe meines Bettes begab, auf welchem ich mich mit einem leisen Keuchen niederließ. „Du musst nicht mein Schoßhund sein um Arbeiten für mich zu erfüllen“, gestand ich ihm mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, während ich langsam meine Krawatte öffnete, um wenigstens ein wenig Bequemlichkeit zu erlangen, wenn ich hier schon in einem Anzug saß. „Du tust es so oder so. Vergessen wir nicht, wer hier das Sagen hat. Meine Schwester ist es jedenfalls nicht; worüber du wahrscheinlich sogar froh sein kannst.“ Ich wollte mich ihm gegenüber eigentlich gar nicht so geben, ihm nicht vorschreiben was er zu tun oder zu lassen hatte, weil es nicht in meinem Sinne stand, ihn auch noch herumzukommandieren wie es meine Schwester tat. Es war nicht meine Aufgabe ihm das Leben zur Hölle zu machen, nur war es wahrscheinlich meine einzige Möglichkeit einige Grenzen meiner- als auch seinerseits auszutesten, und herauszufinden, inwiefern er mir standhalten konnte. Leugnen dass ich hin und wieder ein Auge auf ihn geworfen hatte, konnte ich immerhin nicht. „Du bleibst solange hier wie das Zimmer unordentlich ist. Wenn du fertig bist, überlege ich mir, was ich mit dir anstelle“, erklärte ich ihm ruhig. „In der Zwischenzeit kannst du mir verraten, was in deinem Kopf dabei vorgegangen ist, als meine Schwester dir gesagt hat, dass du sie heiraten sollst.“ Für mich ergab es bis heute keinen Sinn, weshalb jemand sich mit jemandem verheiraten lassen würde, wenn er nicht einmal einen bestimmten Status dafür bekam. Und arbeiten tat Valentin hier am Schloss auch nicht, somit hatte sich die Sache mit dem Geld für irgendwelche Dinge grundsätzlich auch erledigt. Natürlich fand ich es nicht schlecht ihn hier zu haben; er war nett anzusehen und das wahrscheinlich erst recht an anderen Orten als 'nur' in meinem Zimmer. Charmant lächelnd blickte ich dann in seine Richtung und neigte leicht den Kopf. „Valentin, Valentin, Valentin... Die Ehe zu annullieren wäre so einfach. Wo besteht das Problem? Machst du dir Sorgen darum dass meine Schwester dich aus dem Schloss schmeißt? Aus <meinem> Schloss?“ Zwar tat meine Schwester immer so, als würde sie irgendwelche Befehle erteilen können und das Sagen haben, aber letzten Endes hatte sie nicht mehr als einige Bedienstete für Drecksarbeit die sie nicht erledigen wollte. Das Machtwort am Schloss sprach immer noch ich; nicht sie. Somit hatte sie auch niemals das Recht, Valentin irgendwelchen Dingen zuzuweisen, die er nicht wollte, oder die ihm ein Nachteil sein konnten. Ich hatte es wahrscheinlich lange genug ausgeblendet und ignoriert, aber nun war es an der Zeit meiner eigentlichen Arbeit als Thronfolger nachzukommen.
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Clarity
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BeitragThema: Re: Mine    Do Apr 09, 2015 8:06 am

Valentin

Nachdem ich das Chaos in Denis' Gemach erst einmal begutachtet hatte, sah ich Denis ein wenig ungläubig an. Wie sollte ich dieses Chaos bitte bewältigen? Dazu kam noch, dass sich eine gewisse Anspannung in mir breit machte, als er die Türe aufschloss, bevor ich beobachtete, dass er seine Krawatte öffnete. Ich hoffte, dass er sich nicht noch weiter auszog. Denn wusste ich bereits bei der Krawatte nicht mehr, ob ich ihn noch weiterhin ansehen konnte, ohne dass es abtrünnig rüber kam. Die Aufklärung darüber, in welcher Person er und in welcher ich mich befand, ließ ich unkommentiert, da ich mir darüber vollkommen im Klaren war.
„Du bleibst solange hier wie das Zimmer unordentlich ist.“ Amüsiert hob ich die Augenbraue, da ich somit wohl oder übel die ganze Nacht hier verbringen würde. Hatte er hier etwa seit Ewigkeiten niemanden mehr aufräumen lassen? Dass er sich hier überhaupt noch wohl fühlte. Als er dann die Ehe mit seiner Schwester ansprach und die Motive die meinerseits dahinter steckten, seufzte ich leise. Ich hatte nicht aus Liebe gehandelt. Somit war es für mich auch nicht leicht, die Ehe einfach zu annullieren. Während ich begann die ersten Hemden und Hosen vom Boden aufzusammeln und sie erst einmal auf einen Haufen zu bringen, um sie schließlich irgendwann hinunter zu den Bediensteten zu bringen, die sie wuschen, sah ich zu Denis hinüber. „Wenn es so leicht wäre.“, brummte ich vor mich her. Vermutlich wäre es unklug mit ihm über seine Schwester zu reden, welcher ich nicht gerade positiv gegenüber stand, doch was hatte ich zu verlieren? „Wie du dir bestimmt vorstellen kannst, habe ich nicht aus Liebe geheiratet. Diese hat auch nie existiert.“, begann ich und fuhr mir einmal durchs Haar, bevor ich begann das Bett wieder einigermaßen herzurichten und auch die Kissen, die rundherum verteilt waren, wieder aufs Bett zu legen. „Deine Schwester hat mich zum ersten Mal auf dem Markt gesehen und bemerkt, welch heruntergekommene Kleidung ich trug und wie wenig Geld ich hatte, um mich mit um meine Familie zu sorgen. Meine zwei kleinen Geschwister, meine Mutter und meinen Vater. Sie hatte sich wohl trotzdem gedacht, dass ich wohl zu ihr passen könnte. Sie kam auf mich zu und hat mir ein Angebot gemacht, dass ich nicht ausschlagen konnte.“ Ich lächelte schwach. Ich bereute das Angebot an sich zwar nicht, doch bereute ich es, nicht noch gewisse Bedingungen aufgesetzt zu haben. „Meine Familie bekommt monatlich Geld, wenn ich sie heirate. Wenn ich mich wirklich von ihr trenne, ist dies nicht mehr der Fall.“ Heutzutage heiratete keiner mehr wirklich aus Liebe, höchstens aus Liebe zu der Familie. Es klang zwar wirklich erbärmlich, doch hatte nicht ich das Angebot gestellt. Meine Familie jedoch benötigte das Geld, sodass ich angenommen hatte. „Im Grunde wäre es mir egal, ob sie mich raus werfen lassen würde. Ich mache es schließlich nicht wegen mir.“ Nachdem ich noch einmal zu Denis gesehen hatte, lief ich zu einem Fenster und öffnete dies, da mir nicht nur unglaublich warm war, sondern die Luft hier im Raum, auch ziemlich stickig war.
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BeitragThema: Re: Mine    Do Apr 09, 2015 9:21 am

Denis

Diese ganze Geschichte darüber dass er meine Schwester nur geheiratet hatte, weil er das Geld für seine Familie brauchte, war mir beinahe klar gewesen. Zwar war ich in den ersten Wochen ihrer Ehe nicht am Schloss gewesen und hatte nicht mitbekommen, jedoch wusste ich, dass Valentin nicht aus irgendwelchen angemessenen Verhältnissen gekommen war, und somit eigentlich nichts hier an meinem Schloss verloren hatte. Da meine Schwester ihn jedoch nie wirklich an die Öffentlichkeit brachte oder groß über ihre Ehe redete, sollte es mir relativ egal sein dass er sich hier herumtrieb. Und mal ganz abgesehen davon; so schlecht war es nun auch nicht, ihn hier zu haben. Immerhin wusste ich nun, dass er meinen Befehlen leichter nachkommen würde, als ich es vorher gedacht hatte. Ausnutzen würde ich es wahrscheinlich eher weniger, aber einige Ideen schossen mir doch schon in den Kopf. Während ich ihn aufmerksam beim Aufräumen beobachtete und seinen Worten lauschte, befreite ich mich aus meinem Jackett und letztlich auch von meiner Krawatte, ehe ich einige Knöpfe meines Hemdes öffnete, da mir wie für gewöhnlich recht warm war. Da kam es mir doch ganz gelegen, dass er auch noch das Fenster öffnete, weil ihm die wahrscheinlich zu stickige Luft einfach nicht passte. Wunderte mich aber auch nicht; im Gemach meiner Schwester oder in seinem eigenen herrschte stets Ordnung, so wie ich es in Erfahrung gebracht hatte. „Welchen Teil von es ist <mein> Schloss, hast du nicht verstanden? Das heißt soviel wie dass meine Schwester eigentlich nichts außer ihrem vielen Schmuck, den Klamotten und wenigen Bediensteten besitzt. Was sie natürlich auch alles von ihrem geliebten Bruder bekommen hat“, erklärte ich ihm angespannt. „Was ich versuche zu sagen: Annullierst du die Ehe, kannst du stets hier bleiben und das Geld für deine Familie bekommen, ohne dass sie auch nur Hand an diese ganze Geschichte legt. Sie würde es wahrscheinlich probieren, was aber nur ein Grund mehr dafür ist, dass sie den Thron nicht verdient.“ Ich lächelte ihn charmant an, während ich mir durch meine Haare fuhr und kurz darüber nachdachte, wie meine Schwester das Ganze aufnehmen würde. Gefallen müsste es ihr nicht, und womöglich wäre das auch gar nicht der Fall, aber sie könnte sich mit Leichtigkeit eine andere Beschäftigung aka Mann suchen. „Sie wäre so leicht zufriedenzustellen. Dafür musst du nicht einmal Sex mit ihr haben“, meinte ich lachend. „Sie braucht jemanden der genau so ätzend und niederträchtig ist wie sie. Das bist du keinesfalls. Wenn du willst, kann ich dir helfen diese außerordentlich unschöne Ehe zu beenden.“
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BeitragThema: Re: Mine    Fr Apr 10, 2015 1:22 am

Valentin

Der Vorschlag den mir Denis unterbreitete, überraschte mich doch schon sehr. Dass er mir das aus heiterem Himmel anbot, schien mir ein bisschen suspekt. Als ich jedoch kurz zu ihm sah und feststellen musste, dass er sein Hemd aufgeknöpft hatte, ließ mich das meinen Blick bereits wieder ein wenig verlegen senken. Störte es ihn überhaupt nicht so herum zu laufen? Immerhin hatte man doch gelernt, dass es sich nicht gehörte. „Einfach so, ohne irgendetwas zu tun? Oder soll ich dann dein Schoßhündchen spielen und Arbeiten für dich erledigen?“ Ein wenig amüsiert fuhr ich mir durchs Haar und begann einige Papiere, die lose auf dem Schreibtisch herumlagen, zu sortieren und ordentlich in die Schubladen zu räumen, um dort generell erst einmal ein System reinzubringen. Das was ich gesagt hatte, meinte ich jedoch keinesfalls böse oder gar provokant, sondern versuchte zu Scherzen, um die unangenehme Situation in die er mich gebracht hatte herunterzuspielen und die Situation allgemein ein wenig aufzulockern. Nachdem der Berg an Papieren einigermaßen geordnet und verstaut wurde, sah ich mich nochmal abschließend in dem Zimmer an. Bis auf den Haufen mit dreckiger oder zerknitterter Wäsche sah das Zimmer mittlerweile dann auch wieder ordentlich aus. Ich sah ein weiteres Mal hinüber zu Denis, welcher nicht danach aussah, sich sein Hemd wieder zuzuknöpfen. Es machte mich unglaublich fertig, vor allem weil er so attraktiv war und ich insgeheim immer eine Schwäche für Männer hatte, die ich weitgehend unterdrückte. Sodomie war verboten, galt als abtrünnig und so durfte ich schon gar nicht bei dem Thronfolger schwach werden. Selbst wenn dieser unfassbar gut aussah.
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