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 Ruling Brothers & Secret Lovers

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Yuna
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BeitragThema: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 8:27 am

Denis:

Schwer keuchend ließ ich mich wieder zurück in die Matratze sinken, lauschte nur noch dem schweren Atem von Manuel direkt neben mir, während ich die Decke anstarrte und versuchte meinen Puls ein wenig runterzubekommen. Erneut waren wir ein unfassbar enormes Risiko eingegangen, und doch machte ich mir darüber keinerlei Gedanken. In sämtlichen Gasthäusern in denen wir zuvor unsere Zeit verbracht hatten, war ebenfalls nichts passiert. Und selbst wenn jemals jemand etwas mitbekommen hätte, wäre er vermutlich gestorben, bevor er auch nur ein Wort herausbekommen hätte. Ich setzte mich ein wenig auf und blickte herab auf Manuel, bevor ich mir durch meine verwuschelten Haare fuhr und kurz nach meinen Klamotten Ausschau hielt, welche im gesamten Raum verteilt waren. Mit einem Lächeln auf den Lippen sah ich wieder zu Manuel, bevor ich mit den Fingerkuppen sachte über seinen Oberkörper strich. „Und ich dachte immer du seist ein Meister im Widerstehen“, zog ich ihn ein wenig auf, hinsichtlich der Tatsache, dass er gesagt hatte, dass er sich auf keinen Fall ein drittes Mal in Folge auf mich einlassen würde. Als er mich dann jedoch zurück in die Matratze drückte und seine Hand stets nicht von meinem Oberkörper zog, sogar wieder leicht über mir hing und mir in die Augen sah, vergaß ich beinahe wieder, dass ich es überhaupt versucht hatte. Versucht, ihn an seinen Anstand und seine ehemaligen Worte über ein sexuelles Verhältnis mit einem Mann wie mir, zu erinnern. „Was ist dir lieber? Dass ich mir irgendwelche Huren nehme?“, hörte ich ihn brummen, spürte seinen Atem wieder auf meinen noch immer warmen Lippen und lächelte fordernd. „Die Frage ist was dir lieber ist“, gab ich nur zurück. Als er jedoch nur lächelte, beinahe schon um mich zu provozieren, schob ich eine Hand in seinen Schopf und legte die andere an seine Wange, während mein Blick sich auf seine Lippen senkte. „Als ob ein Mann wie du für Sex bezahlen wollen würde. Und dann auch noch für schlechten Sex.“ „Sehe ich so aus, als hätte ich das nötig?“ Ich grinste schwach während ich seinen Kopf noch ein wenig zu mir herunterzog. „Wir wissen beide dass keine Hure dir je geben könnte, was ich dir geben kann. Also versuch es gar nicht erst“, murmelte ich dann an seine Lippen, zog ihn damit in einen Kuss aus dem ich ihn auch vorerst nicht erlösen würde, selbst wenn sein Atem sich noch immer nicht komplett beruhigt hatte. Es war schon immer so gewesen, dass keinerlei Huren in unserer Nähe wirklich ausreichend waren. Entweder sie waren nicht gut genug, oder die befriedigten nicht angemessen. Das konnte schlecht so weitergehen. Nun wo Manuel und ich allerdings schon einige Male dieses … Amüsement genossen hatten, wieso sollte es nicht auch auf ewig so weitergehen?

Knapp drei Tage waren seit unseres Umzuges in das neue, größere, und vor allem luxuriösere Haus vergangen. Ich hatte nicht viel getan außer meiner Sachen eingeräumt, das Haus sowie den Keller ein wenig erkundet, und wenige Möbel umgestellt, damit sie mir komfortabler schienen. Ich für meinen Teil war letztlich auch mit allem so gut wie zufrieden, und brauchte mich mit nichts mehr zu befassen, außer vielleicht dem Einkauf, der getätigt werden müsste. Da passte es mir sogar, dass wir Montag in der Frühe hatten, und der Markt gar nicht mal zu weit entfernt war. Auch wenn das Plätzchen hier irgendwie ein wenig abgelegen schien. Nicht jedoch dass ich das schlimm fand, im Gegenteil – es war vom Vorteil ein wenig abgeschnittener zu sein, vor allem wenn man gewisse Geheimnisse hegte. Und keiner, weder ich noch Manuel, konnten behaupten, dass wir keine hatten. Unser größtes Geheimnis war wohl diese rein-sexuelle Beziehung, die mich schon seit Monaten fertig machte. Er hatte seinen Spaß mit mir, während ich es zwar ebenfalls genoss, zugleich aber stark drunter litt. Ich war nie der Mensch gewesen der sich einfach nur auf Sex einließ um amüsiert zu werden, was auch Grund dafür gewesen war, dass ich mir nie einfach irgendwelche Huren genommen hatte. Aber ich merkte mit der Zeit dass das ein recht großer Fehler gewesen war. Denn seit ich mit Manuel schlief, immer und immer wieder, verbaute ich mir alles. Meine Gefühle wuchsen ohne dass er es wusste, selbst wenn es leicht zu vermuten war, ihn aber schier wenig zu interessieren schien. Es war mir ein Rätsel weshalb ich ihm so verfallen war, er jedoch keinerlei Probleme damit hatte, einfach mit mir zu schlafen und hinterher so weiterzumachen, als wäre nichts los. Trotzdem konnte ich mir nicht jeden Tag darüber den Kopf zerbrechen, denn womöglich sah ich es auch komplett falsch. Meiner Meinung nach war es nicht so einseitig wie ich es eben sah, ich zwang mich förmlich dazu, damit ich mir die Gefühle ausredete. Trotz dieser Gefühlsduselei ging die Arbeit vor, und auch in der Stadt momentan musste sie erledigt werden. Vor gingen aber trotzdem die Kleinigkeiten, die noch zu tun waren. Beispielsweise Manuel die Sachen wiedergeben, die in meinen Taschen untergekommen waren. Somit begab ich mich mit den ordentlich gefalteten Hemden und Hosen von ihm rüber zu seinem Gemach, klopfte, so gut es mir möglich war, kurz an, und betrat dann das Zimmer. Manuel war gerade dabei sich umzuziehen und somit blieb mir sein Oberkörper nicht versteckt. Ich belächelte ihn nur ein wenig, bevor ich langsam die Sachen zu seinem Schrank trug und begann, sie dort sorgfältig für ihn einzuräumen, damit er sich weiter anziehen konnte. „Ich denke, mehr dürfte ich von dir nicht haben. Falls doch, kannst du ja meinen Schrank auf den Kopf stellen“, stellte ich lächelnd klar, während ich die Schranktüren dann wieder schloss und mich zu Manuel drehte. Er war noch immer mit seinem Hemd beschäftigt, weswegen ich zu ihm ging und seine Hände kurz umfasste, bevor ich mich selbst an den Knöpfen zu schaffen machte, und diese somit ganz langsam schloss, während ich seinen Oberkörper noch ein wenig musterte. „Ich muss runter zum Markt. Habe zwar noch einen Brief an den König zu schreiben, aber ich schätze der muss warten“, meinte ich ruhig, schloss den letzten Knopf und fuhr langsam mit einer Hand über das Hemd, um es ein wenig glatt zu streichen. Dann sah ich lächelnd rauf in seine schönen Augen, ließ meine Hand auf seinem Oberkörper ruhen und rührte mich stets nicht. „Begleitest du mich oder hast du grad noch zu viel zu tun? Ich kriege das ja notfalls auch alleine hin.“ Seine Nähe, egal wie oft ich sie genießen konnte, machte mich jedes Mal aufs Neue fertig. Selbst wenn ich nur vor ihm stand fühlte ich mich unfassbar wohl, weil er schon ewig an meiner Seite stand. Immer wenn es Probleme gegeben hat, ist er für mich da gewesen und hat auf mich geachtet. Schon zu einem früheren Zeitpunkt hat er mir mehr als mein eigenes Leben bedeutet, und auch bis heute hatte sich das nicht geändert. Er war einfach alles für mich, und ich hoffte, dass er das auch wusste. Selbst wenn ich mich ihm gegenüber oft normal gab und versuchte ein einfacher Freund zu sein, achtete ich auf unser Geheimnis. Auf diese sexuelle Beziehung die schon seit mehr als einem Jahr ging. Ich konnte froh darüber sein, dass ich bisher kein Wort über meine Gefühle verloren hatte, und es wohl in nächster Zeit auch nicht würde.


Zuletzt von Administrator am Sa Aug 16, 2014 2:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Clarity
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 9:15 am

Manuel:

Gedankenverloren zog ich mir ein schwarzes Hemd aus meinem Schrank, eines der Wenigen, die ich bisher eingeräumt hatte. Auch wenn so langsam die Anspannung und der Stress der letzten Tage abklangen, hörte für mich die Arbeit nicht auf. Immerhin hatte ich mir, bereits einige Tage nach unserem Einzug, ein Treffen mit einem Informanten eingehandelt, der es auch nicht mehr abwarten konnte, mich zu sehen. Natürlich hatte ich nun andere Arbeit zu tun, als mich um einige Möbel und all die Sachen zu kümmern. Immerhin mussten wir den König regelmäßig mit Informationen versorgen und da ich Denis ungern auf solche Kerle, wie den Mann, mit dem nun ein Treffen anstand, losließ, war es nun an mir, Informationen zu besorgen. Denn bisher war es die einzige Quelle, die sich angeboten hatte, uns mit Informationen zu versorgen. Ich wusste nicht wie der Mann aussah oder sich mir gegenüber gab. Ich wusste nur seinen Namen und den Treffpunkt, den wir ausgemacht hatten. Jaime, zur Mittagszeit auf dem Markt. Um mich orientieren zu können, hatten wir gesagt, dass derjenige, der früher erschien, am Brunnen warten sollte. Beide sollten ein schwarzes Hemd tragen, den obersten Knopf geöffnet. Sodass man nicht fragen musste, ob es derjenige war, auf den man treffen sollte. Ich wusste nicht, ob ich ihm vertrauen konnte, was das Treffen anging, und so nahm ich mir vor, zumindest diesmal vorsichtig zu sein.
Meine Gedankengänge wurden unterbrochen, als Denis an meine Türe klopfte und kurz darauf das Zimmer betrat. Ich war gerade dabei gewesen, die ersten Knöpfe meines Händes zu schließen, als er mir freudig erklärte, er wäre sich sicher, dass er nun all meine Sachen wieder an mich übergeben hatte. Als er sich mir dann näherte, um mein Hemd zu schließen, blickte ich hinab in seine Augen. Während ich seinen folgenden Worten lauschte, entfernte ich seine Hand letztendlich von meinem Oberkörper. Ich war nun nicht auf seine Nähe aus, hatte auch nicht um seine Hilfe gebeten und wollte nicht mit ihm gemeinsam zum Markt. Ich musste zwar dorthin und könnte den Einkauf erledigen, doch konnte ich ihn nicht mitnehmen. „Kümmere Du Dich lieber um den Brief. Ich muss sowieso in die Stadt, da kann ich den Einkauf auch alleine erledigen. Oder vertraust Du mir bei solchen Dingen etwa nicht?“ Ich lächelte ihn charmant an, bevor ich mir noch einmal durchs Haar fuhr, um nicht allzu chaotisch auszusehen. „Natürlich vertraue ich Dir. Tue ich auch in sämtlichen anderen … Dingen.“, gab er mir provokant grinsend zurück, doch hatte ich nicht vor, groß darauf einzugehen. „Dann sehen wir uns heute Abend. Warte jedoch nicht zu lange auf mich.“, murmelte ich lächelnd und lief an ihm vorbei, während ich mir von meiner Kommode, meinen Geldbeutel nahm. Bisher war die Bezahlung von diesem Jaime noch nicht zur Sprache gekommen, doch ich war mir sicher, dass er auch bloß Geld wollte, wie all die anderen Männer zuvor. Auf dem Weg aus dem Haus, nachdem ich meinen Geldbeutel verstaut hatte, öffnete ich den ersten Knopf meines Hemdes. Wie in den Anweisungen.
Es hatte mich eine knappe Viertelstunde gekostet, ins Zentrum des Dorfes zu kommen, wo sich der Markt und somit auch der Brunnen befand. Da ich jedoch zu früh dran war, beschloss ich, den Einkauf schon einmal zu tätigen. Ich kaufte Brot, sämtliches Gemüse und auch Obst, Gewürze und Tee, sowie ein paar neue Hemden für mich. Für Denis auch zwei. Eins in dunkelblau und das Andere in grau. Wir bekamen reichlich Lohn, weswegen ich all das mit Leichtigkeit bezahlen konnte. So schleppte ich den ganzen Einkauf in einem Korb mit zum Brunnen, an dem ich mich niederließ. Es war zwar nicht üblich, mit dem Einkauf auf einen Informanten zu warten, doch hätte ich später, je nachdem wie lange er mich brauchen würde, bestimmt keine Zeit mehr, diesen Einkauf zu tätigen und wir hätten kaum noch Lebensmittel zuhause. Also lieber auf die etwas andere Art, als nichts zu Essen zu haben. Matt grinsend über diesen Gedanken, musterte ich schließlich die Meschen, die an mir vorbei liefen. Darauf hoffend, den Kerl mit einem schwarzen Hemd an dem Brunnen zu treffen, an dem der oberste Knopf ebenfalls geöffnet war.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 9:50 am

Jaime:

Ich begutachtete die Briefe letzter Wochen, Monate und Jahre, welche im Kamin nur so brannten, während ich mit einer Flasche Scotch in meinem Sessel saß und mir bereits Gedanken darüber machte, wie es nun weitergehen sollte. Ich hatte einen meiner Fälle abgeschlossen und würde mich nun mit dem nächsten befassen müssen, selbst wenn ich wusste, dass mich andere Tätigkeiten fordern würden. Es galt einigen Männern Informationen zu liefern an welche ich mit Leichtigkeit kam, wenn man mich denn ausreichend dafür bezahlte. Mein Vermögen war groß genug und somit hatte ich schon oft andere Lösungen für die Bezahlungen gefunden – ob es nun kostbare Erbstücke oder sogar Menschen waren, ich hatte es bereits alles erlebt und war damit auch recht zufrieden. Mir konnte keiner vorschreiben wie ich mit anderen zu verhandeln hatte, und wer den Preis nicht zahlen konnte, bekam nun mal keinerlei Informationen von mir. Außer es interessierte mich selbst brennend – was in meinem momentanen Fall eher nicht so war. Ich verhandelte nun schon seit einigen Wochen mit einem Mann namens Manuel, welcher dringende Informationen von mir benötigte, die er sich selbst nicht schnell genug beschaffen konnte. Es würde für mich kein Problem sein, ihm dabei zu helfen. Aber ich hatte ihm bereits unterschwellig beibringen wollen, dass ich genügend Geld hatte und keines mehr benötigte. Das würde ich ihm wahrscheinlich aber noch einmal bei unserem Treffen nahebringen. Dieses würde in weniger als drei Tagen stattfinden und bis dahin hatte ich noch einiges zu erledigen. Versäumen wollte ich es aber auf keinen Fall – wer wusste, was diesmal Feines für mich als Bezahlung herausspringen würde?
Ein letzter Blick in den Spiegel verriet mir, dass ich bereit war, mich auf den Weg zu machen. Ich hatte mich an unsere Abmachung gehalten, mir ein schwarzes Hemd angezogen und den obersten Knopf geöffnet. Dem Treffen stand im Grunde genommen nichts mehr im Wege, und somit begab ich mich auch recht schnell runter zum Markt, brauchte auch gar nicht sonderlich lange bis ich irgendwann den Brunnen erreicht hatte, und von weitem bereits einen Mann im schwarzen Hemd erkennen konnte. Mir war beinahe klar dass es nicht schwer werden würde, einander zu finden, wenn jeder hier triste Farben trug. Aber das war eine Sache die mich nun kaum interessierte. Viel interessanter fand ich den Mann der dort stand, auf welchen ich langsam mit einem charmanten Lächeln zuging. Er erwiderte meinen Blick bereits aus der Ferne und hatte wohl auch bemerkt, dass ich sein Informant war. Was aber an dem Umschlag in meiner Hand auch kaum zu übersehen war. Viele Informationen waren nicht im Umschlag – er würde ihn noch vor der Bezahlung bekommen und deswegen war es auch nicht sonderlich viel, bis hierhin aber alles was ich schon vor meinen Recherchen bereitgelegt hatte. Eine kleine Liste von Namen jeglicher Männer, die Anschläge auf den König verübt hatten und gescheitert waren, jedoch überlebt hatten. In den letzten Monaten hatte es unglaublich viele Leute gegeben, die ihn tot sehen wollten. Das hatte sich aufgrund einer Lücke im System auch bis heute nicht geändert.
Vor Manuel angekommen blieb ich stehen und lächelte noch immer ziemlich charmant, während ich ihn kurz ein wenig aus der Nähe musterte. Tatsächlich konnte ich nicht leugnen dass er ziemlich attraktiv war, eine Art von Mann die ich schon immer bevorzugt hatte. Das jedoch behielt ich vorerst bei mir, während ich ihm dann den Umschlag hinhielt und kurz darauf deutete. „Darin ist eine Liste mit Namen von den Männern, die in den letzten Monaten am Mord des Königs gescheitert sind, und noch frei herumlaufen. Abgesehen davon ein Protokoll über die, die man gefangen und gefoltert hat. Lücken im Sicherheitssystem des Schlosses und die Namen der Wachen die wegen der Anschläge sterben mussten“, erklärte ich ihm dann ein wenig bedenklich. „Bis hier hin sind es noch nicht sehr viele Informationen, allerdings schätze ich, fehlt dazu auch noch die richtige Bezahlung.“ Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen, während ich darüber nachdachte, was ich von ihm verlangen könnte. Ich wollte weder Geld, noch wertvolle Erbstücke aus denen ich auch nur Geld machen konnte. Ich wollte keine Menschen aufgrund meiner Abneigung zum Menschenhandel und andere Optionen fand ich in diesem Moment schlecht. Tatsächlich gab es aber etwas, woran ich ein bestimmtes Interesse hegte, was ich so auch nicht leugnen wollte. Dennoch interessierte mich, was er mir an Stelle von Geld vorschlagen würde, selbst wenn da kaum viel kommen könnte. Mit was würde man einen normalen Informanten schon bezahlen, wenn nicht mit ausreichend Geld? Es ginge einfacher als er es sich nun wahrscheinlich vorstellte, aber ich sagte vorerst nichts weiter, lächelte ihn nur an während ich stets Blickkontakt hielt. Ich hoffte inständig, dass er genau so schlau, wie auch attraktiv war. Wahrscheinlich bekäme ich dann eine Bezahlung, die ich mir zuvor nicht mal im geringsten erträumt hätte, weil sie viel zu ausgefallen gewesen ist. Hier jedoch schien es mir eine recht … verlockende Idee zu sein.
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Clarity
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 10:07 am

Manuel:

All die negativen Gedanken, die ich mir schon die letzten Tage gemacht hatte, was dieses Treffen anging, verflogen, als ich genau den Mann sah, der sich schon einige Momente später als mein Informant heraus stellte. Den Korb schob ich mit meiner Hacke ein wenig hinter mich und nahm den Umschlag entgegen, während ich Jaime zuhörte, bei dem, das er mir zusagen hatte. Eben seinen Erklärungen sah ich mir die Unterlagen an, die er bereitgestellt hatte und behielt Recht. Damit alleine konnte ich noch nicht viel anfangen, denn es waren viel zu wenige Informationen. Aber was wollte ich verlangen? Immerhin hatte er mir etwas mitgebracht, dass mir zeigte, er war gut genug, um mich zu informieren. Somit faltete ich die Papiere wieder zusammen, steckte sie zurück in den Umschlag und sah wieder zu Jaime, welcher ausgesprochen gut aussah. Zumindest war er attraktiver, als die Männer, die ich in letzter Zeit getroffen hatte, um an Informationen zu gelangen. Denn dort waren nicht solche Männer wie er, sondern welche, die sich den lieben langen Tag dem Trinken hingaben oder eben illegalen Geschäften nachgingen und nicht besonders freundlich aussahen. Er machte auf mich aber einen wirklich guten Eindruck. Vielleicht war er wenigstens mal ein Informant, von dem ich etwas halten konnte.
Als er dann auf die Bezahlung zu sprechen kam, strich ich mir kurz mein Hemd glatt. Er hatte bereits in einem der Briefe erwähnt gehabt, dass sein Interesse nicht bei meinem Geld lag, von welchem er schon mehr als genug hatte. Was wollte er aber stattdessen? „Ich kann Euch nicht sonderlich viel bieten, da ich kaum etwas, außer mich selbst, besitze.“, erklärte ich und lächelte ebenso charmant, wie er es tat. „Ich könnte mich mit meinem Körper natürlich für die Informationen prostituieren, aber ich glaube kaum, dass ihr interessiert seid.“, fügte ich dann noch mit einem sarkastischen Unterton bei. Ich hatte wirklich nichts, das ich ihm geben konnte. Nichts, das in seinen Augen als Belohnung genügte. So müsste er wohl das Geld annehmen, denn ansonsten würden wir wohl kaum ein Geschäft eingehen können.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 10:21 am

Jaime:

Über seine Worte konnte ich tatsächlich nur weiterhin lächeln, ohne dass er wusste, weshalb ich es tat. Er traf mit diesem sarkastischen Vorschlag genau meinen Geschmack, und mit Sicherheit würde sich nun auch etwas in dieser Richtung einrichten lassen. Kein Mann würde seinem Informanten so ein ironisches Angebot machen, wenn es nicht irgendwo an einem ernsten Vorschlag grenzte. Ich neigte somit nur leicht interessiert den Kopf. „Ihr könnt euch glücklich schätzen, dass ich männliche Prostitution schon immer mehr bevorzugt habe, als die weibliche“, schilderte ich ihm schmunzelnd während ich mir durch meine Haare fuhr. Tatsächlich wäre es nicht das erste Mal dass ich mich intim mit einem Mann befassen würde. Nur würde ich es diesmal vielleicht nicht darauf anlegen nach jedem Sex umgebracht zu werden, so wie es das letzte Mal der Fall gewesen ist. Grinsend über diesen Gedanken blickte ich Manuel wieder in die Augen und zuckte nur mit den Schultern. „Diese Art der Bezahlung halte ich durchaus für möglich. Für jedes Mal Sex einen Umschlag mehr …“, brummte ich fast schon fordernd. Er würde ausreichend Informationen von mir erhalten, ich war zuverlässig, und davon konnte er sich noch überzeugen, wenn er dieses Angebot nun annahm. Ich wollte ihm damit sicherlich nicht schaden und auch seine Männlichkeit nicht ankratzen, aber ich war mir fast schon sicher, dass es bei ihm Gang und Gebe war, mit Männern sexuell zu verkehren. Somit machte ich aus der Sache auch kein großes Drama – ich wollte nur die Bezahlung abklären und würde ab da an auch strikt nach Informationen suchen. „Ich bin zuverlässig. Ihr könnt euch davon überzeugen, wenn ihr mögt. Es zeugt aber schon von Kompetenz, dass ich überhaupt etwas mitgebracht habe. Ich verwette meinen Kopf darauf, dass ihr zuvor keinen Informanten hattet, der euch einen kleinen Anfang ohne irgendwelche Bezahlungen geliefert hat“, meinte ich lächelnd ehe ich ihn noch einmal musterte. Tatsächlich hatte ich mich auch nicht getäuscht. Er war attraktiv, schien schlau zu sein und war sicherlich auch nicht sonderlich langweilig. Wir würden unseren Spaß haben, wenn er dieses Angebot annehmen würde, da war ich mir sogar sicher. Immerhin würden wir anders nicht ins Geschäft kommen – was konnte er mir außer seinem Körper schon bieten?
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 10:37 am

Manuel:

So absurd es auch war, dass er tatsächlich auf meinen Vorschlag einging, so akzeptabel war es im nächsten Moment auch schon. Was war falsch daran, mich einem attraktiven Mann hinzugeben und im Gegenzug noch um Arbeit erleichtert zu werden? Zwar hatte ich nicht damit gerechnet, dass er so direkt auf meinen eigentlichen Scherz einging und mir erklärte, dass er sich mit meinem Körper einverstanden erklärte. Doch war es mir recht. „Für jedes Mal Sex, einen Umschlag mehr?“, wiederholte ich lächelnd. „Wenn Ihr Euch da mal nicht verausgabt.“ Mir war bewusst, dass er eine sehr zuverlässige und gute Quelle war und ich bestimmt gut mit ihm zusammen arbeiten würde. Denn wenn uns letztlich noch eine Sache verband – das Interesse an Männern – wäre auch das Risiko kleiner von dem eigenen Informanten verraten zu werden. „Ich denke wir sind im Geschäft.“ Mein Lächeln mutierte beinahe schon zu einem leichten Grinsen. Es hätte mich deutlich schlechter treffen können, denn Sex war nun nicht gerade eine Strafe. Vor allem nicht mit einem Mann, der aussah und sich so verhielt, wie Jaime. Er schien mir nicht dümmlich oder gar kindisch, sondern schien zu wissen, was er wollte und auf wen er sich einließ. „Und wann erwartet Ihr Eure erste Bezahlung? Denn immerhin bräuchte ich dringend Informationen.“ Zumal ich so auch nicht länger den Körper von Denis für mich beanspruchen müsste, welcher sich dann auch endlich anderen Männern oder Frauen zuwenden konnte. So hatte es in allen Hinsichten doch nur Vorteile. So war es für mich umso leichter gewesen, dieses Angebot anzunehmen und das, ohne ein schlechtes Gewissen.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 10:53 am

Jaime:

Mich wunderte schon nicht mehr dass er darauf einging, weswegen ich kurz ein wenig darüber nachdachte was die Informationen und die Bezahlung anging. Ich würde mich heute noch damit befassen ihm die gewünschten Informationen zu beschaffen, und er hätte dann keine Möglichkeit mehr, mich zu bezahlen. Somit müsste er für seinen Wunsch nun seine Zeit für mich opfern, anders würde es nicht funktionieren und das wollte ich ihm nun nicht ausgiebig erklären. „Ich werde mich heute noch mit euren gewünschten Informationen befassen, und ich habe aufgrund eines anderen Auftrages keine Zeit mehr, heute noch einmal durch die halbe Stadt zu reisen, um euch zu treffen“, stellte ich dann noch ein wenig nachdenklich, dennoch ernst genug klar. „Tatsächlich wäre jetzt ein angebrachter Augenblick.“ Mit einem Lächeln deutete ich auf den Korb, der mir durchaus aufgefallen war. „Wie mir scheint habt ihr aber wichtigere Dinge zu erledigen, als meiner Bezahlung nachzukommen? Meinetwegen erledigt das und kehrt danach hierher zurück, ich gebe euch eine Viertelstunde, ansonsten warten die Informationen einige Tage länger.“ Ich wollte keine Diskussionen mit ihm führen, er sollte einfach nur tun was ich verlangte, damit wir auch miteinander klar kommen konnten. Aufgrund meines strengen Zeitplans ging es auch anders gar nicht, entweder er passte sich also an, oder er ließ es zu seinem Nachteil einfach bleiben. „Ihr solltet euch möglicherweise anpassen, damit das zwischen uns funktioniert. Ich kann euch nämlich sonst nicht zu Diensten stehen“, ergänzte ich mich noch ein wenig fordernd. Wahrscheinlich würde ich für ihn trotz meiner Worte sogar eine einzige Ausnahme machen und einen meiner Termine oder ein Vorhaben meinerseits verschieben, denn immerhin war mir diese Bezahlung hier irgendwo lieber als die anderen. Ich bekam von jeglichen Seiten noch Geld das ich nicht benötigte, und Sex war wirklich keine schlechte Bezahlung. Was hatte ich schon gegen einen Mann, der sich für meine Informationen prostituierte, groß einzuwenden?
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 11:06 am

Manuel:

Ich folgte seinen Worten recht aufmerksam und versuchte schon gleichzeitig zu planen, wie ich seinen Forderungen nachkommen sollte. Immerhin brauchte ich eine knappe Viertelstunde von hier, bis nachhause. Doch wollte ich nun groß mit ihm diskutieren, um ihm weiter seine Zeit zu stehlen? Dann müsste ich mich nun mal beeilen. Denn je schneller ich diese Informationen bekam, desto besser. Ich lächelte Jaime nur kurz an, bevor ich hinter mich, nach dem Korb griff. „In einer Viertelstunde wieder hier. Verstanden.“ Mit diesen Worten machte ich mich dann auch auf den Weg, lief aber in seinem Blickfeld noch recht langsam. Sollte er ruhig glauben, ich wohnte nahe am Dorf. Als ich jedoch vor seinen Blicken geschützt war, lief ich doch schneller und kam sogar nach guten fünf Minuten am Anwesen an, nicht wissend, wie ich es so schnell dorthin geschafft hatte, immerhin hatte ich nur einen Feldweg genommen, welcher mir scheinbar einiges an Weg erspart hatte. Doch hatte ich nicht die Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen und lief direkt mit dem Korb durch in die Küche, wo ich diesen hinstellte bevor ich mich umsah. Denis war hier nicht zu sehen. Wahrscheinlich war er in seinem Gemach oder wieder im Keller, weil er etwas interessantes gefunden hatte, denn ich glaubte nicht, dass er noch immer an dem Brief saß. „Ich habe den Einkauf vorbei gebracht. Ich muss nun aber nochmal los. Bis heute Abend.“, rief ich dann laut genug, sodass er es selbst im Keller verstehen konnte, bevor ich auch schon wieder verschwunden war, meinen Geldbeutel aber auf einer Kommode im Flur liegen ließ. Diese brauchte ich sowieso nicht und ein bisschen Gold, hatte ich noch so dabei. Nach weiteren fünf Minuten war ich dann wieder im Dorf angekommen und ließ mir die restlichen paar Minuten Zeit, um wieder zum Brunnen zu kommen. Mir war zwar unglaublich warm, doch trieb diese Wärme mich glücklicherweise nicht dazu zu schwitzen, was meiner Meinung nach nie einen guten Eindruck machte. Doch was scherte mich mein Eindruck, wenn ich mich für Informationen prostituierte? Vermutlich, weil doch noch ein bisschen Männlichkeit übrig geblieben war. Am Brunnen angekommen, lief ich direkt zu Jaime, welcher noch immer dort stand. „Tut mir leid Euch warten gelassen zu haben.“, murmelte ich dann und sah ihm in die Augen. „Nun stehe ich Euch aber zu Euren Diensten.“ Ein leichtes Grinsen umspielte meine Lippen, während in mir alles verrückt spielte. Das hier war alles viel zu absurd, sodass mein Kopf und mein Körper nicht darauf klar kamen.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 12:14 pm

Jaime:

Glücklicherweise hatte ich nicht nur ein Anwesen hier in der Stadt, ich hatte sogar mehr als vier. Allerdings würde ich mich nun mit Manuel zu keinem von diesen begeben, sondern mir stattdessen ein Zimmer in einem Gasthaus mit ihm nehmen. Er sollte ruhig wissen dass es mich nicht interessierte wie andere von mir dachten, wenn ich sie doch so leicht ausschalten konnte, falls sie mir nervig erschienen. Seit Manuel verschwunden war hatte ich jede zweite Minute auf die Uhr geschaut und sie nach dreizehn Minuten auch nicht mehr aus den Blick gelassen. Und gerade als die fünfzehnte Minute angeschlagen war, stand Manuel schwer atmend vor mir, dennoch beherrscht genug als wäre er kaum gerannt. Ich belächelte ihn nur ein wenig ehe ich in die Richtung des Gasthauses in der Nähe von uns deutete. „Ich besitze mehrere Anwesen hier in der Nähe. Aber ich denke mal der Weg zum Gasthaus ist der kürzeste, und erlaubt uns genügend Zeit für die … Bezahlung“, meinte ich beinahe schon charmant bevor ich auch schon loslief und stets drauf achtete dass Manuel nun keinen Rückzieher machte. Ich wusste immerhin nicht was in seinem Kopf vorging und ob es ihm nicht doch ein wenig zu skurril war mit einem völlig fremden Mann zu verkehren, doch war das nur von seinem Vorteil. Er würde nicht nur hilfreiche Informationen, sondern auch guten Sex bekommen. Und ehrlich gesagt war mir nun auch egal wie er darüber dachte – bekam ich nicht wonach ich verlangt hatte, bekam er es auch nicht.
Nachdem ich mit ihm gemeinsam das Gasthaus betreten hatte, brauchte es kaum Worte. Die Dame die die Zimmer verwaltete kannte mich bereits, und somit brauchte es mir auch kaum unangenehm sein, mir ein Zimmer für zwei Personen zu besorgen – vor allem nicht für zwei Männer. Ich lächelte sie somit nur dankend an, bevor ich gemeinsam mit Manuel die Treppen herauf zu den Zimmern marschierte und gar nicht lange gebraucht hatte, bis ich bei meinem Zimmer angekommen war. Vor circa einem Monat hatte ich selbst mal eingerichtet, da ich mich hier öfter aufhielt als in meinen eigenen Häusern hier in der Stadt. Es war einfach praktischer wenn man spontan in ein Gasthaus konnte, statt sich zu seinem eigenen Haus zu begeben wo die ganze Arbeit auf einen wartete. Auch wenn sich von meinen Häusern zu dem Zimmer hier kaum etwas unterschied. Nachdem ich die Tür aufgeschlossen und Manuel hineingeführt hatte, schloss ich die Tür wieder ab um zu verhindern dass jemand störte, bevor ich mich ein wenig umsah. Ich hatte das Zimmer prunkvoll eingerichtet und es beinahe schon ein wenig damit übertrieben, persönliche Sachen zierten meinen Schreibtisch und der Kleiderschrank war voll mit Hemden, Hosen und Unterwäsche, wie ich mich erinnern konnte. Ich war hier länger nicht mehr gewesen und doch war es noch immer genau mein Stil, vielleicht ein wenig abgehoben aber doch noch irgendwie einzigartig. Ich lächelte Manuel an nachdem ich den Schlüssel auf eine der Ablagen gelegt hatte, bevor ich einige Schritte in seine Richtung marschierte. Vor ihm blieb ich letztlich stehen während mein Blick stets in seinen Augen lag, um einschätzen zu könne, wie er sich momentan in meiner Gegenwart fühlte. Da ich jedoch nicht das Gefühl hatte dass er sich unwohl fühlte, drückte ich ihn rüber zur Wand hinter ihm, direkt neben dem Bett, bevor ich meine Arme neben seinem Kopf abstemmte und für einen kurzen Moment auf seine Lippen sah. „Wenn ihr euch gut anstellt bekommt ihr vielleicht noch eine Belohnung“, hauchte ich schmunzelnd, bezogen auf wichtigere, intensivere Informationen an die kaum jemand kommen konnte. Ich würde mich bemühen wenn er sich gut anstellte und seiner Bezahlung befriedigend nachkam, das sollte er zu schätzen wissen, wenn er sich schon auf mich eingelassen hatte. „Stellt ihr euch schlecht an, kann die Bezahlung womöglich … unangenehmer erfolgen.“ Ich lächelte ihn fordernd an während ich meine Hände von der Wand zog und mich dafür an seinem Hemd zu schaffen machte, bei welchem ich fast zu faul war es aufzuknöpfen, es dann aber doch lieber machte anstatt es einfach zu zerreißen. Trotzdem ließ ich es hinterher achtlos zu Boden fallen bevor ich die Hände wieder neben seinem Kopf an der Wand abstemmte und ihn mit einem einfachen Blick dazu zwang, seinen Kopf ein wenig in den Nacken zu legen, damit ich besser an seinen Hals kam, mit welchem ich mich befasste. An vielen Stellen sog ich sachte an der Haut, fuhr mit der Zunge drüber und hinterließ hier und da auch einen aufgehauchten Kuss, wanderte aber recht schnell hoch zu seinen Lippen auf welche ich meine dann drückte, es aber auch nur kurz bei einem einfachen Kuss beließ. Mir reichte es nicht, und eigentlich hasste ich es Sex so langsam anzugehen. Aber ich war ihm fremd und eigentlich war er für diese Bezahlung zuständig, ihm war somit der aktive Part zugeschrieben auch wenn ich ihm diesen wohl nicht gönnen würde. Binnen kürzester Zeit hatte ich ein forderndes Zungenspiel mit ihm angefangen, meine Hände allerdings auch wieder von der Wand gezogen und sie dafür an sein Becken gelegt, um ihn ein wenig kontrollierend gegen die Wand zu drücken. Weder hatte ich Lust darauf dass er sich nun noch zu wehren begann, noch würde ich es einfach so zulassen. Und das beschränkte ich nicht nur darauf dass er so attraktiv war, genau meinem Schema entsprach und auch sein Körper nicht unbedingt unschön anzusehen war. Er schien mir schlau genug um zu wissen dass er sich auf keinen Fall noch sträuben dürfte, nachdem er dieses doch schier jämmerliche Angebot angenommen hatte. Denn von wem bekam er sonst seine wichtigen Informationen? Ich keuchte schwer in den Kuss ehe ich mich kurz aus diesem löste, um mich selbst rasch mit meinem Hemd zu befassen, um welches ich mich ziemlich schnell gekümmert hatte. Auch dieses landete einfach achtlos auf dem Boden, bevor ich Manuels Hände schon auf meinem Körper spürte und mich dagegen auch nicht wehrte. Ich zog ihn wieder in einen zärtlichen und zugleich fordernden Zungenkuss, während eine Hand in seinem Nacken, und die andere an seinem Becken ruhte. Ich hoffte bloß er stellte sich nicht so dumm an wie es seine Vorgänger getan hatten, denn in meinen Augen war er perfekt für solche Spielchen.
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Clarity
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 12:54 pm

Manuel:

Das es keine Worte brauchte, seit dem wir das Gasthaus betraten hatten, war mir recht schnell bewusst geworden. Ebenso, dass Jaime hier wohl öfter unterkommen musste, wenn das Zimmer schon beinahe wie sein persönliches Gemach eingerichtet war. Doch beließ ich all das unkommentiert, sowie seine fordernden Worte, und konzentrierte mich stattdessen ganz auf das kleine Spiel, welches Jaime begonnen hatte. Leise keuchend unter den Liebkosungen meines Halses, hielt ich mich vorerst im Hintergrund und meine Hände an seinem Becken, damit ich ihn machen ließ. Denn es schien mir beinahe so, als würde es ihm nicht allzu gut gefallen, mir die Macht zu übergeben. Doch war es nicht das einzige Mal, das wir mit einander verkehren würden. So boten sich für ihn sicherlich noch genügend Gelegenheiten, seine Macht auszukosten, welche ich ihm gar nicht abnehmen wollte. Doch heute war es meine Aufgabe, seinen Wünschen zu entsprechen und so ließ ich ihn bloß noch sein Hemd ablegen und mich in einen Zungenkuss ziehen, bevor ich das Steuer übernahm. Mir war egal, dass wir uns hier in einem Gasthaus befanden. Er wusste, warum er diesen Ort gewählt hatte. Denn er schien nicht darauf aus zu sein, seinen Leben zu lassen. Beinahe schon ein wenig neugierig, fuhren meine Finger über seinen Oberkörper und tasteten sämtliche Konturen ab, ohne dass ich es wagte, mich aus dem Kuss zu lösen um mir anzusehen, wie prächtig er aussah, was ich vorher kaum geschafft hatte. Ich wusste, dass ein Mann wie Jaime sicherlich wert auf seinen Körper legte. Ein wenig schmunzelnd stieß ich Jaime hinüber zu dem Bett, sodass er dort mit dem Rücken lag, bevor ich mich über ihn lehnte und ihm für einen Moment in die Augen sah, bevor ich mich zu seinem Ohr herunterbeugte und provokant an seinem Ohrläppchen sog. „Kann ich mich denn auf Euer Urteil verlassen?“, flüsterte ich leise in sein Ohr, wollte aber gar keine Antwort haben, weswegen ich mich dann mit meinen Händen direkt dem Verschluss seiner Hose öffnete, mit meinen Lippen jedoch seinen Hals hinunter, bis zu seiner Brust mit Küssen bedeckte, ehe ich an seinen Brustwarzen angekommen war. Diese umrundete ich mit meiner Zunge, sog zwischenzeitlich auch an ihnen, um Jaime mit diesen Spielchen zumindest ein wenig zu reizen, denn wenn er diese anfing, sollte er sie auch bekommen. Erst als mir sein monotones Keuchen genug war, zog ich ihm seine, derweil geöffnete Hose, von den Hüften und ließ sie zu Boden fallen, während ich nun aufgestanden war. Nachdem ich mich auch aus meiner Hose befreit hatte,  sah ich wieder zu Jaime, der sich nun vom Bett erhoben hatte, vermutlich weil klar war, dass ich die darauffolgende Aktivität kaum auf dem Bett ausführen wollte. Somit zog ich ihn noch einmal in ein letztes Zungenspiel, bloß um ihn noch einmal ein wenig zu provozieren, mit seinem eigenen Spiel, welches er begonnen hatte, bevor ich ihn rüber zu einer Wand stieß, wo ich ihn und mich von den Boxershorts entledigte. Während sich Jaime nun mit den Händen an der Wand abstützte, nutzte ich den kurzen Moment, um ihn noch einmal zu betrachten, bevor ich meine Hände an sein Becken legte und vorsichtig, sowie keuchend in ihn eindrang. „Ich hoffe ich bin Euch mit meinem Körper eine lohnendere Beute, als all das Geld, welches Ihr besitzt.“, knurrte ich leise, bevor ich auch schon ein angenehmes Tempo gefunden hatte und sein Stöhnen mit meinem beinahe überlappte.
Nachdem sich mein Atem wieder beruhigt hatte und sich Jaime auch fast wieder vollkommen erholt hatte, blickte ich zu ihm hinüber, wie er dort neben mir saß. Doch war die Zeit bisher größtenteils für meine Befriedigung genutzt worden und so beschloss ich, teilweise um ihm vielleicht sogar noch ein wenig mehr zu imponieren, mich seiner anzunehmen. Ich drückte ihn also zurück in die Matratze und lehnte mich wieder über ihn, blickte jedoch im ersten Moment bloß in sein fragendes Gesicht. „Vertraut mir einfach. Immerhin weiß ich, was ich tue.“ Mit diesen Worten rutschte ich ein wenig zurück, mit dem Kopf auf die Höhe seines Unterleibs und widmete mich dann mit meinen, gefühlt noch immer glühenden, Lippen seinem Glied, welches ich vorerst mit meiner Zunge liebkoste. Ich gab ihm kaum eine Chance, seinen Atem zu stimulieren, doch hatte er mir zumindest für dieses eine Mal, damit ich ihm zeigte, was ich konnte, die Macht überschrieben und das nutzte ich. Somit war sein Stöhnen, welches nach einer Zeit den Raum erfüllte, für mich eine ausreichende Genugtuung.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 1:59 pm

Denis:

„Ach scheiße“, knurrte ich leise, nachdem mir mittlerweile schon das zweite Glas an einem Tag kaputt gegangen war. Das Glas war auf dem Parkett zersprungen und hatte sich nun in der kompletten, meiner Meinung nach viel zu großen Küche verteilt. Es war nicht das Problem mich selbst darum zu kümmern, sondern eher meine Laune die ich zusätzlich noch hatte. Denn nachdem ich mich vorhin um den Brief an den König gekümmert hatte, war wenige Minuten später auch schon Manuel kurz nach Hause gekommen und hatte direkt im nächsten Moment gemeint, dass er wieder los müsste. Zuvor hatte er mir immer gesagt wohin er wollte, eigentlich jedoch hatte er mich nie alleine gelassen. Welche Gründe hatte er mich einfach ahnungslos zurückzulassen? Schon leicht gereizt über diesen Gedanken musterte ich die Scherben nur kurz und ließ sie vorerst dort liegen. Wahrscheinlich würde Manuel vor Mitternacht nicht wieder hier aufschlagen und somit konnte es mir egal sein wie die Küche aussah. Aufhalten würde sich hier keiner von uns beiden. Somit begab ich mich zurück runter in den Keller, in welchem ich bis jetzt den ganzen Tag verbracht hatte. Es fanden sich vielerlei interessante Dinge, und außerdem hatte ich nichts zu tun. Meist hatte Manuel die Arbeiten aufgeteilt, und nun war er eben nicht hier um mir Anweisungen zu geben. Ich machte mir die ganze Zeit über Gedanken darüber wo er sein könnte, und weshalb er darüber kein einziges Wort verloren hatte. Es irritierte mich auf schlimmste Art und Weise, andererseits jedoch verstand ich, wenn er mal seine Privatsphäre haben wollte. Schließlich hatten wir ewig miteinander verbracht und uns kaum getrennt. Trotzdem war es unfair von ihm, kein Wort über seine Vorhaben zu verlieren. Daran ändern konnte ich nun aber auch nichts mehr, weswegen ich mich einfach weiter im Keller um die eingestaubten Bücher kümmerte. Viele von ihnen hatte ich bereits in einige leere Regale eingeräumt, denn da würde sowieso niemals etwas anderes stehen, so wie ich Manuel und mich kannte. Und was ich mit den restlichen Büchern tun würde, wusste ich selbst noch nicht. Wahrscheinlich würde ich sie irgendwann mal lesen falls mich die Langeweile plagen würde. Und diese würde ich wohl noch öfter erleben müssen. Denn mir schien es nicht danach, als würde das der erste und letzte Tag werden, an dem Manuel kein Wort über seine Tätigkeiten verlieren würde. Und ganz genau das verunsicherte mich so sehr, dass es in der Herzgegend schon zu schmerzen begann. Er verletzte mich damit ohne es zu wissen, und wahrscheinlich war es ihm auch egal. Er hatte mir schon oft gesagt dass es neben mir noch andere Personen gab die ihm etwas bedeuteten, aber ich hatte nie geglaubt dass sie ihm irgendwann so wichtig wurden, dass er mich von sich zu stoßen begann. Schon vorhin auf seinem Gemach hatte er gegenüber meiner Berührungen so kalt reagiert, was mich stutzig gemacht hatte. Schließlich hatte er nie zuvor etwas derartiges abgelehnt oder war mir ausgewichen. Ich fragte mich wirklich inständig welche Gründe er dafür hatte, jedoch fand ich einfach keine Antwort. Und genau das würde in den nächsten Tagen zu einem argen Problem werden – solange ich nicht wusste was los war und was er trieb, würde ich mich damit durchgehend verrückt machen. Trotzdem würde ich ihm auf keinen Fall nach spionieren, ihn höchstens fragen wo er gewesen war und was er gemacht hatte. Ich glaubte zwar schon fast dass ich darauf keine akzeptable Antwort bekommen würde, aber mehr als fragen konnte ich nicht. Leise seufzend blickte ich mich noch einmal im Keller um und begab mich dann langsam wieder nach oben. Dort begab ich mich auch in die Küche und befasste mich mit den Scherben – hatte ja relativ früh gemerkt dass es im Keller kaum noch Arbeit gab, und dass die Küche nicht ewig voller Scherben liegen konnte. Somit waren auch nach kürzester Zeit die Scherben ohne Probleme beseitigt, und ich stand wieder vor meinen Sorgen, meiner Langeweile und meiner puren Verzweiflung. Ich machte mir Sorgen um den Mann den ich lieben gelernt hatte, war gelangweilt aufgrund meiner Einsamkeit und kämpfte in meinem Unwissen mit einer schrecklichen Verzweiflung. Ich hatte nichts zu tun und ich wusste dass ich in den meisten Fällen zu Alkohol greifen würde. Allerdings war ich auch ein wenig erwachsener geworden und wusste somit, dass das auch nicht die beste Option war. Deswegen begab ich mich einfach nur rüber in das Kaminzimmer und war schon ein wenig erleichtert darüber, dass ich mich vor einer halben Stunde um den Kamin gekümmert hatte. Trotzdem war mir irgendwie nicht danach, mich da nun vorzusetzen.

„Ich bin froh dich kennengelernt zu haben“, murmelte ich leise, während ich mich an ihn schmiegte und meinen Kopf auf seine Schulter bettete. Ich spürte wie er seinen Arm um mich legte und konnte mir fast denken, dass er aufgrund meiner Worte schmunzeln musste. Es war selten dass ich mal ehrlich war, dass ich melancholisch wurde oder dass ich einfach ruhig bleiben konnte. Aber in letzter Zeit war ich so fertig mit den Gedanken, dass es eine Leichtigkeit war, in seiner Nähe still zu bleiben. Ich hatte selbst jetzt kaum etwas zu sagen und wollte auch lieber schweigen, genießen dass ich so nahe bei ihm sein konnte ohne dass es irgendjemanden stören konnte. Für wenige Momente schloss ich die Augen und lauschte einfach dem Knistern des Kamins, vernahm aber im nächsten Moment die dunkle Stimme von Manuel, an wessen Klang ich mich nach den Jahren doch gewöhnt hatte. „Ohne mich wärst du aber wahrscheinlich besser dran …“, meinte er nur leicht. Ich wusste dass er recht damit hatte, und trotzdem konnte ich nun schlecht meine Arbeit aufgeben. Somit kommentierte ich es einfach nicht. Ich würde mich auf ihn einlassen und hoffen dass meine Gefühle sich legten, dass ich mich irgendwann daran gewöhnte und es zum Alltag werden würde, in seiner Nähe zu sein ohne wirklich eine Beziehung mit ihm zu führen die von der Liebe lebte. Ich würde mich in Abenteuer mit ihm stürzen und mich auf Reisen begeben, den Abend mit ihm und Alkohol ausklingen lassen und die Städte erkunden. Es würde alles ablaufen wie vorher auch, und ich dürfte mir keinerlei Gedanken machen. Aber wäre das so einfach … wenn dieser Mann nur wüsste, was sich in meinem Kopf alles abspielte. Wovon ich träumte und das ich mir wünschte … er würde mich köpfen.

Ich seufzte leise auf nachdem ich mich im Sessel niedergelassen hatte. Die Gedanken in meinem Kopf brachten mich um. Er hatte recht gehabt, damit, dass ich ohne ihn womöglich besser dran sein würde. Er hatte mir das so oft gesagt und nie hatte ich drauf gehört. Ich übertrieb es nur, er war bloß einen ganzen Tag weg gewesen. Aber wieso hatte er mir nichts gesagt, wieso hatte er mir vor den Kopf gestoßen und tat so als wäre ich der letzte Mensch auf Erden, mit dem er etwas zu tun haben wollte? Womöglich könnte ich noch die ganze Zeit darüber grübeln, verzweifeln und mir Vorwürfe machen. Und er würde davon niemals etwas mitbekommen, weil ich schwieg. Ich schwieg damit er sich auf seine Arbeit konzentrieren konnte, und sich nicht noch von mir nerven lassen musste. Ich war ausreichend um ihm seinen Spaß zu gönnen, ließ zu, dass er sich an meinem Körper verging. Damit leugnete ich nicht dass ich daran nicht auch immer Spaß gehabt hatte, aber mittlerweile machte mich das ein wenig mehr als nur skeptisch. Es tat sogar fast schon weh, darüber nachzudenken, dass ich schon mehr als ein Jahr als sein persönliches Spielzeug diente. „Was tust du nur, du Idiot …“, fluchte ich leise während ich in das Feuer starrte. Wo sollte er sein? In einem Bordell, weil ich ihm nicht genügte? Sich in einer Bar besaufen, damit er mich nüchtern nicht mehr ertragen müsste? Ich konnte mir weiter die schlimmsten Sachen vorstellen, womöglich auch, dass ihm etwas passiert war. Aber daran glaubte ich weniger, so stark wie er war, und vor allem aber wie vorsichtig gegenüber vielen Sachen. Warum war er nicht auch vorsichtig gegenüber meiner Gefühle? Weil er immer gesagt hatte, dass er nicht gut für mich sein würde? War ich also selbst schuld daran, dass ich mich unsterblich in ihn verliebt hatte? Ich versuchte die Tränen irgendwie runterzuschlucken, aber natürlich funktionierte das nichts. Denn je länger ich nachdachte, desto schlimmer wurde es. So ließen sich auch die Tränen, die meine warmen Wangen herunter flossen, gar nicht mehr verhindern. Ich weinte selten, aber diesmal hatte ich meine Gründe. Manuel tat mir mit dieser Unwissenheit so sehr weh, mit dieser Ignoranz und diesem eigenartigen Verhalten, dass ich gar nicht wusste wo ich zuerst hin sollte. Wahrscheinlich amüsierte er sich prächtig, während ich einfach hier saß, in den Kamin starrte, dem Knacken des Holzes im Feuer lauschte und weinte. Es kam mir so jämmerlich rüber, und doch würde es mir weitgehend egal sein. Für meine Gefühle konnte ich nichts, und ich würde sie mir auch niemals ausreden wollen. Ich liebte diesen Mann mehr als alles andere auf dieser Erde, ich würde es nicht einmal leugnen, ganz gleich wie oft er mich noch verletzen würde. Manuel war alles für mich.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 11:06 pm

Manuel:

Nachdem ich mich doch länger mit Jaime befasst hatte, als eigentlich geplant, und er seinen Termin fallen gelassen hatte, war es auch schon dunkel, als ich das Gasthaus verließ. Die Stadt lag ruhig und kaum ein Mensch war noch groß auf den Straßen unterwegs. Wie hatte ich die Zeit nur so vergessen können? Wahrscheinlich war Denis nun mittlerweile schlafen gegangen, weswegen ich mir nicht die Mühe machte, mich zu beeilen. Stattdessen fuhr ich mir durch meine Haare, um diese zu richten und knöpfte nun auch den obersten Knopf wieder zu, bevor ich mein Hemd glatt strich. Ich musste Denis wohl nicht zeigen, was ich den Tag lang getrieben hatte. Natürlich beruhten meine Taten darauf, dass ich Informationen brauchte. Es hatte mit der Arbeit zu tun. Doch konnte ich nicht leugnen, dass es mir dadurch weniger gefiel. Und ich wollte Denis ungern zeigen, dass ich mich bei einem anderen Mann aufgehalten hatte, da ich nicht wusste, wie er das aufnehmen würde. So würde ich auch weiter darüber Schweigen, was ich tat. Im Grunde hatte ich Denis auch keine Rechenschaft abzugeben, doch schien es mir sonst immer mehr als nur fair. Nun ließ ich es, für sein eigenes Wohlergehen. Sodass er sich lieber darüber kümmerte, in die Stadt zu gehen und Leute kennen zu lernen, die er verdiente. Oft genug hatte ich ihm gesagt, dass ich kein guter Umgang für ihn war und das hatte auch seine Gründe gehabt. Ich konnte mich nicht verlieben, so sehr ich es auch versuchte. Und falls es bei Denis mal der Fall war, würde er irgendwann am Boden zerstört sein. So war es wohl besser, wenn ich ihn nun, wo wir die Möglichkeit hatten, auf Abstand hielt. Er fand bestimmt jemanden, den er mochte und dem er verfallen konnte. Ich merkte erst Recht spät, dass ich mir die ganze Zeit Gedanken über Denis gemacht und dabei schon fast zuhause angekommen war. Vermutlich tat ich das, um mich ihm gegenüber keinesfalls schuldig zu fühlen. Nicht schuldig, weil ich so lange weg gewesen war, und sich das wiederholen würde, ich mit jemand anderem sexuell verkehrt hatte, es auch weiterhin vorhatte, und Denis nichts davon erzählen würde. Ich betrat schon etwas erschöpft das Anwesen und schloss die Türe auf, ehe ich eintrat. Ich machte mir gar nicht die Mühe zu rufen, da ich Denis nicht wecken wollte, falls er eingeschlafen war. Doch als ich die Küche betreten hatte und aus dem Wohnzimmer noch Licht brennen sah, war mir beinahe klar, dass Denis noch immer wach war. Hatte er all die Zeit auf mich gewartet? Ich trank einen Schluck Wasser, bevor ich mich dann zum Wohnzimmer begab und im Türrahmen halt machte. „Wieso bist Du noch immer wach? Ich sagte, dass es spät werden würde.“, murmelte ich leise vor mich her und blickte letztlich von Denis, zum Feuer im Kamin. Im nächsten Moment bereute ich diese Frage wieder. Wollte ich es wirklich erfahren, wenn er nur auf mich gewartet hatte? Vermutlich nicht. „Naja, egal. Da Du nun noch wach bist.. magst Du auch etwas essen? Dann mach ich uns etwas.“, lenkte ich um und lächelte liebevoll. Ich hatte wirklichen Hunger und so würde es für mich keinen Unterschied machen, für zwei zu kochen, ganz davon abgesehen, dass ich gern und oft kochte, wenn ich denn dann die Zeit dafür fand.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 11:34 pm

Denis:

Die Gedanken in meinem Kopf waren nicht leiser geworden und trotzdem hatte ich nicht zu Alkohol gegriffen, da ich wusste, dass ich mich in solch einem Zustand kaum beherrschen konnte. Und in meiner Verzweiflung hätte ich mich wahrscheinlich noch nach draußen begeben und mir wäre etwas zugestoßen, wie ich mich doch kannte. Und ich brauchte nicht noch als Schwächling vor Manuel stehen, weswegen ich auch froh darüber war, dass ich mich vor ihm behaupten konnte, als er wieder zuhause angekommen war. Es war reichlich spät geworden und diese Tatsache ließ die Skepsis in mir ein weiteres Mal aufsteigen. Ich zerbrach mir darüber aber nicht dem Kopf, lauschte nur seinen Worten bevor ich mich dann erhob und zu ihm sah. Auf den ersten Blick fiel mir nichts auf, aber ich konnte deutlich sehen, dass er keinerlei Lust hatte sich nun noch groß mit mir zu befassen. Da brauchte er mir auch nichts vorspielen, ich kannte diese Haltung. „Ich war noch wach, weil ich den Tag damit verbracht habe, den Keller in Ordnung zu bringen. Und ich bin erst vor einer halben Stunde fertig geworden, da wollte ich noch ein wenig ausspannen, bevor ich ins Bett gehe“, log ich, um von der Tatsache abzulenken, dass ich tatsächlich ein wenig auf ihn gewartet hatte. Nicht um ihn zur Rede zu stellen, sondern um zu erfahren, was er getrieben hatte. Darauf konnte ich aber lange hoffen. „Ich habe schon gegessen. Habe ja damit gerechnet dass du erst um Mitternacht hier aufschlägst“, meinte ich lächelnd. „Ich gehe aber ins Bett. Bleib nicht zu lange auf, morgen wartet Arbeit auf uns“, erklärte ich dann besonnen bevor ich ohne weitere Worte an ihm vorbei zu den Treppen ging, und mich auf den Weg zu meinem Gemach machte. Mein Herz … es hatte in seiner Nähe nun schon wieder geknackst. Es tat so weh so mit ihm zu sprechen, ihm vorzumachen dass alles in Ordnung wäre, wobei ich so auch kaum rüber gekommen war. Aber konnte es ihm nicht egal sein, wenn er ohnehin meine Nähe nicht wollte? Ich war es gewohnt dass er nach einem langen Tag noch mit mir schlafen wollte, und heute machte es nicht annähernd den Anschein. Ich war es gewohnt mit ihm zu schlafen, und nun schien ich mir unglaublich unnütz. Seufzend öffnete ich die Tür meines Gemaches, drückte sie hinter mir zu und schloss sie ein wenig geistesabwesend ab. Manuel würde mich heute sowieso nicht mehr sehen wollen, ihm wäre es scheinbar gleich. Mein Blick fiel rüber zum Bett, während mir die Erinnerung letzter Monate durch den Kopf schossen. Die ganzen Gasthäuser, unsere eigenen Anwesen … wir waren in meinen Augen glücklich gewesen – in seinen etwa nicht? Verzweifelt wie ich war ließ ich mich auf diesem nieder und krallte etwas abwesend die Hände in den Saum der Bettdecke, während ich raus zum Fenster starrte. Es war stockdunkel und wie ich hörte hatte es auch zu regnen angefangen. Und mit dem Regen auch die Tränen, die mir nun erneut die Wangen herunterliefen, als spielte sich das gleiche Szenario von vorhin ein weiteres Mal ab. Aber es wunderte mich gar nicht mehr. Zwar hatte ich ihn nicht gefragt, aber ich hätte bestimmt auch keine Erklärungen bekommen, und wozu sollte ich ihn unnötig damit nerven? Vielleicht sollte ich einfach froh darüber sein wenn er normal mit mir sprach, anstatt noch etwas zu erwarten. Ich erhob mich noch immer weinend, jedoch nicht schluchzend um zu verhindern dass es durch das Zimmer drang, von meinem Bett, und lief zum Kleiderschrank wo ich mir frische Boxershorts herauszog, um mich hinterher rasch im Bad umzuziehen und zu waschen. Für mich gab es heute nichts mehr zu tun und reden wollte ich sicherlich nicht mehr.
Nachdem ich mich umgezogen hatte war ich auch recht schnell zurück ins Bett gewandert, nachdem ich noch ein wenig aus dem Fenster gestarrt hatte. Es war schön mit dem Prasseln des Regens einschlafen zu können, während meine Gedanken einzig und allein um den Mann kreisten, der mir, wo ich mir sicher war, die nächsten Tage noch das Herz brechen würde. Ich hoffte inständig dass mich dieser ganze Stress nicht in die Träume verfolgte, ich wusste wie sehr das auf mir lasten konnte. Noch ein letztes Mal blickte ich aus dem Fenster, bevor ich die Decke noch ein wenig höher zog und mich letztlich dazu zwang, die Augen zu schließen, um so schnell wie nur möglich in einen tiefen Schlaf zu verfallen. Ich würde mir sonst nur die ganze Nacht Gedanken machen, mir vorwerfen was ich falsch gemacht haben sollte, und mir ausmalen was Manuel den ganzen Tag getrieben hatte. Und das würde ich vermutlich nicht überleben.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   So Aug 10, 2014 11:57 pm

Manuel:

Ich sah Denis ein wenig verwundert nach. Nicht weil seine Reaktion mich noch wunderte, sondern mehr, weil ich gehofft hatte, er würde anders reagieren und mich in meinem Glauben nicht noch mehr oder weniger bestätigen. Doch wie hätte ich ihm helfen sollen, ohne alles noch viel schlimmer zu machen? Ich lief hinüber in die Küche und begann gar nicht mehr groß, mir etwas zu essen zu machen, griff stattdessen nach einer Flasche Whisky. Warum sollte ich mich denn mit dem Essen sättigen, wenn es auch noch einfacher mit Alkohol war? Ich lief wieder zurück ins Wohnzimmer und ließ mich auf dem Sessel nieder, während ich den Verschluss der Flasche abschraubte. Ich trank nun nicht aus Verzweiflung, Frust oder weil die letzten Tage so stressig gewesen waren. Sondern bloß zu meinem Amüsement. Nachdem der erste Schluck beinahe ätzend meine Kehle runter geronnen war, blickte ich zum Feuer. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich heute so lange unterwegs war. Das war mir nun schon klar. Doch war mir nicht bewusst, wie Denis darauf reagieren würde, wenn ich normalerweise immer gemeinsam mit ihm kochte und auch mit ihm zusammen an einem Tisch aß, bevor ich mich meist noch mit ihm und seinem Körper beschäftigte. Doch durch seine Reaktion war mir bewusst, dass ich mir nicht weiterhin seinen Körper nehmen wollte, um meinem Verlangen nachzukommen. Ganz davon abgesehen, dass ich Denis nicht gerne neben Jaime hielt, ohne dass er überhaupt davon wusste. Ich sank ein wenig weiter in den Sessel und setzte die Flasche erneut zu einem größeren Schluck an. Je mehr Alkohol floss, desto eher schien mir egal zu werden, was nun mit Denis geschah. So entkam ich dem schlechten Gewissen, welches sich kurzzeitig in mir breit gemacht hatte. Ich durfte mir darüber schließlich keine Gedanken machen. Wir waren Partner, hätten nie eine Zukunft gehabt. Es war vermutlich auch besser, wenn ich mehr Zeit in die „Arbeit“ investierte, damit das nicht nur mir klar wurde.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 1:24 am

Jaime:

Schon seit zwei Tagen hielt ich mich unverbindlich mit Manuel in der Nähe des Gasthauses auf, hatte mich auch kaum von ihm getrennt und ihn dafür in meine Arbeiten eingeweiht, ihm jedoch nicht gezeigt wie ich an Informationen kam, sondern bereits für die zwei Tage vorgesorgt, damit ich sie in Ruhe gemeinsam mit ihm verbringen konnte. Ich mochte seine Anwesenheit und tatsächlich gefiel mir auch seine Sicht der Dinge. Trotzdem gab es neben den Informationen und dem Sex auch noch reguläre Dinge, die ich trotz seiner Anwesenheit erfüllen musste. Und ich brauchte noch ein kleines Andenken aus dieser Stadt, da ich bald in die nächste Reisen würde. Zumal eine Freundin von mir darauf bestand, Präsente meinerseits zu empfangen. Mit dem Gedanken blickte ich lächelnd zu Manuel, ehe ich aber kurz stehen blieb und ihn am Handgelenk ein wenig zu mir zog. „Wie rennst du eigentlich rum?“, fragte ich etwas liebevoll spottend bevor ich die zwei offenen Knöpfe seines Hemdes schloss, seine Haare kurz musterte aber diese eigentlich kaum beachtete. Sie waren aufgrund unserer kleinen Aktivitäten zuvor noch ein wenig zerzaust, gefielen mir so aber tatsächlich besser, weswegen ich nur schief grinste und Manuel dann in die Augen sah. Auch sein Blick verriet mir dass es eben überhaupt zum Sex gekommen war, wie mir schien, jedoch nicht aufgrund der Bezahlung. Es war Sex aus Spaß und Verlangen gewesen, und genau das war es, was mich so an diesem Mann faszinierte. Die Bezahlungen waren zu seinem eigenen Amüsement geworden und das schien mir zu einem gewaltigen Vorteil geworden zu sein. „Ich brauche ein kleines Präsent für eine Freundin“, erklärte ich ihm nachdenklich während ich mit ihm weiter über den Markt schlenderte. „Du kennst dich doch sicherlich mit Frauen aus? Ich bin die männliche Anwesenheit eher gewohnt.“ Ich war zwar der Meinung eine teure Kette wäre die perfekte Lösung, andererseits jedoch wäre auch ein Ring ein schöner Einfall. Ich hatte zwar viel mit Frauen zu tun gehabt und war auch heute selten abgeneigt mit Frauen zu schlafen, dennoch befasste ich mich nie mit ihren Charakteren oder studierte ihre Art. Ich war eher ein Mann der seinen Interessen nachging, und momentan lag dieses bei Manuel, welcher mir mit der Zeit sogar sympathischer geworden war. „Und sag mir nun nicht dass du es nicht tust. Denn von Männern hast du meines Erachtens nach auch keine Ahnung, wenn du deinen Partner mit der Arbeit alleine lässt, nach den ganzen Jahren die ihr zusammen verbracht habt“, meinte ich während ich ihm kurz zuzwinkerte, und mich mit ihm gemeinsam an einen der Stände begab, wo ich den teuren Schmuck ein wenig beäugte. Woher ich von seinem Partner wusste war einfach, schließlich hatte jeder seinen Partner und vor allem Geschäftsmänner wie er, die mit seriösen Informanten wie mir zu tun hatten. Ich brauchte ihn also gar nicht erst darüber ausfragen, wenn mir alles bewusst war.

Denis:

Mein Blick aus dem Fenster verriet mir schönes Wetter, ein Wetter, welches ich neuerdings nicht gerne sah. Ich vermisste den Regen und das Unwetter, den Wind und die raschelnden Blätter. Die Blitze in der Ferne und den Matsch auf den Straßen. Aber noch mehr als das, vermisste ich den Mann den ich liebte. Ich schluckte schwer über den Gedanken an ihn. Zwei Tage waren mittlerweile vergangen. Zwei Tage voller Stille und Sorge um ihn. Er war verschwunden ohne ein Wort zu sagen, und war nicht heimgekehrt. Was glaubte er wie es mir dabei ging? Wahrscheinlich war es ihm sogar egal. Ich zwang mich meinen Blick vom Fenster abzuwenden, ehe ich auf das Blatt in meiner Hand sah. Ich hatte mir Aufgaben notiert um nicht unterzugehen während er nicht hier bei mir war, und einiges auf der Liste war sogar schon abgehakt. Nun jedoch stand noch der Einkauf vor mir, auf welchen ich wirklich keine Lust hatte. Ich wollte das Haus mit meiner Stimmung nicht verlassen, nicht sehen wie jeder mich fragend anschaute und keine Ahnung hatte was mein Problem war, an so einem schönen sonnigen Tag. Ich unterdrückte mir ein schmerzerfülltes Seufzen während ich die Liste zusammenfaltete und zurück in meine Hosentasche schob. Ich begab mich runter in die Küche wo ich mir mein Portemonnaie von der Ablage nahm. Daneben lag eine weitere Liste. Eine Einkaufliste die ich persönlich geschrieben hatte, um bloß keinerlei Kleinigkeiten zu vergessen. Ich war so froh darüber dass ich mich wenigstens darum gekümmert hatte, da ich wusste, dass ich es sicherlich vergessen, vielleicht aber auch verdrängt hätte. Die Liste nahm ich an mich, sowie das Portemonnaie welches ich mir ebenfalls in die Hosentasche schob, ehe ich mich dann auf dem Weg aus dem Haus machte.
Auf dem Markt angekommen hatte ich fast schon wieder vergessen weswegen ich hier war, erinnerte mich aber an meine Liste welche ich dann letztlich auch noch einmal aus der Hosentasche zog und sie überblickte. Viele von den Dingen waren die, die Manuel oft benötigte. Ich seufzte leise. Ich ging nicht davon aus dass ich ihn die nächsten Tage wiedersehen würde, trotzdem würde ich diesen Einkauf tätigen und meine Hoffnung nicht aufgeben. Somit schlenderte ich langsam über den Markt und befasste mich vorerst mit den wichtigsten Dingen wie Brot und Fleisch, ging aber recht schnell über zu Obst und Gemüse bevor es mich irgendwann auch noch dazu drängte, mir selbst nach langer Zeit mal wieder eine kleine Freude zu machen. Von einem der Schmuckstände besorgte ich mir einen neuen Ring, weil ich schon seit Ewigkeiten keinen neuen mehr gekauft hatte. Ich stand auf Schmuck und das war vielleicht auch ein kleiner Tick von mir. Mein Aussehen war mir unglaublich wichtig, und wahrscheinlich konnte man das auch sehen. Ich hatte viel Zeit in meinen Körper gesteckt und war noch immer nicht ganz zufrieden, gab mir aber Mühe ihn noch zu verbessern und war auch motiviert genug. Das brauchte aber seine Zeit, wie mir durchaus bewusst war. Als ich mir den Ring auf den Ringfinger an der linken Hand gesteckt hatte, sah ich mich kurz nach einem weiteren Schmuckstand um, da ich der Meinung war dass ich mir noch eine weitere Kleinigkeit zulegen könnte, bevor ich wieder zurück zu unserem Anwesen ging. Ausreichend Zeit hatte ich schließlich, seit Manuel nicht mehr auftauchte. Recht schnell merkte ich aber dass meine Fassade, diese Freude über den Schmuck um mich aufzumuntern, zu bröckeln begann. Und der Grund, den ich dafür hatte, ließ mein Herz beinahe zerbrechen.
Mein Blick hatte sich angehoben, während mein Puls in die Höhe geschossen war. Hitzewellen rauschten durch meinen erstarrten Körper, während ich aus der Ferne beobachten konnte, wie der Mann den ich liebte, sich von einem anderen Kerl das Hemd zuknöpfen ließ. Ich kannte ihn nicht, ich hatte ihn zuvor kein einziges Mal gesehen, und konnte nur beurteilen dass er Manuel sicherlich nicht fremd war, so nahe wie sie sich standen. Ich hatte mir solche Sorgen gemacht, ohne zu wissen dass er die ganze Zeit über bei ihm gewesen war? Darüber konnte ich in meiner Verzweiflung nicht einmal wütend sein, weswegen ich es nur weiter beobachtete, im nächsten Moment aber arg zusammenzuckte. Ich stand ungünstig, wie ich merkte, denn steuerten gemeinsam meine Richtung, oder eher den Schmuckstand neben mir an. Manuel schien so beschäftigt mit sich selbst, dass er das gar nicht mitbekam. Denn als ich kurz nicht hingesehen hatte, trennten uns nur noch fünf Meter voneinander. Mich, die Liebe meines Lebens, und … seinen neuen Liebhaber. Mein Herz blieb stehen. Mein Atem ging nicht weiter. Mein Puls war erneut gestiegen. Die Hitze wurde unerträglich. Ich merkte wie meine Augen sich langsam mit Tränen füllten, wie meine freie Hand sich zu einer Faust ballte um das Gefühl der Trauer zu unterdrücken. Es war so offensichtlich. Manuels Haare sahen nie so aus, wenn er nach draußen ging. Sie waren nie so zerzaust, weil er auf sein Aussehen achtete. So sah er höchstens nach dem Sex aus, und auch sein Blick kam mir bekannt vor. Ich hatte ihm nach dem Sex so oft in die Augen gesehen um diese Zufriedenheit seinerseits genießen zu können. Es tat so weh die beiden zu sehen, und doch konnte ich mich nicht von der Stelle bewegen. Ich starrte sie einfach an, versuchte die Gedanken in meinem Kopf zu verdrängen. Lag es an mir? Fand er mich zu hässlich? Aufgrund der Tatsache wie der Kerl neben ihm aussah, sah ich das fast schon so. Eben war ich noch zufrieden mit mir gewesen, und nun würde ich nichts lieber, als der Mann neben Manuel sein. Er war so glücklich an seiner Seite, und wahrscheinlich machte er sich auch keinerlei Gedanken um mich. Und das zerriss mir das Herz endgültig. Ich konnte nicht länger dort stehen und sie beobachten, sehen wie sie weiter auf mich zukamen und Manuel meinen Blick auch noch ohne weiteres erwiderte. Ich schien ihm egal geworden zu sein, und das war der Punkt, der mich dazu trieb, zu verschwinden. Ich musste hier weg, zurück zum Anwesen, meine Sachen packen und so schnell es nur ging verschwinden. Und so lief ich los. Lief mit den Einkäufen über den Markt und konnte durch die Geräuschkulisse am Himmel nur erahnen, dass das Wetter auf dem Weg noch umschlagen würde. Ich hörte wie der Donner bereits einsetzte, und auch der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Binnen kürzester Zeit hatte es begonnen stärker zu regnen, der Donner war lauter geworden und auch einige Blitze hatte ich sehen können. Es war plötzlich eiskalt geworden, einfach nur unangenehm bei solch einem Unwetter draußen zu sein. Somit war ich umso erleichterter, als ich am Anwesen angekommen war, und vor der Tür stand. Dann jedoch fiel mir ein, woran ich den ganzen Tag zu denken versucht hatte. „Nein“, murmelte ich. „Nein! Verflucht!“ Ich hatte den Schlüssel in meiner Aufregung komplett vergessen. Nun war nicht nur ich durchnässt, sondern auch der gesamte Einkauf. Mir liefen die kalten Regentropfen das Gesicht herunter, während ich mich auf dem Vorsprung der Tür niederließ. Den Einkauf stellte ich neben mir auf dem Boden ab, ehe ich mir durch meine triefenden Haare fuhr, welche durch die Nässe bereits einen schwarzen Ton angenommen hatten. Mein weißes Hemd war komplett durchsichtig geworden und klebte, genau so wie meine Hose, nur so an mir. Ich hob den Blick in Richtung vor mir an, verfolgte den Weg vor unserem Haus und beobachtete die Pfützen die sich immer stärker bildeten. Ich hasste mich dafür dass ich den Schlüssel vergessen hatte, mehr aber hasste ich mich dafür, dass ich ihm nicht reichte. Ich reichte einem einfachen Geschäftsmann wie Manuel nicht, dem ich zuvor immer Freude bereitet hatte. In wessen Augen ich schon immer ein angenehmer Geselle, aber niemals mehr gewesen war. Das hatte mich schon immer zutiefst verletzt, mein Herz belastet und mich oft dazu getrieben, meinen Abend mit Alkohol ruhig ausklingen zu lassen. Im Grunde genommen hatte er mich verletzt seit wir zusammenarbeiteten. Er schob die Schuld sicherlich oft auf mich. Wie konnte ich mich auch in ihn verlieben? Wie dumm war ich, zu glauben, dass das auf Gegenseitigkeit beruht hatte? Ich war so froh dass meine salzigen Tränen bei dem Regen kaum auffielen, und nur gemeinsam mit den Tropfen meine Wangen herunter liefen. Was hatte ich, was der Kerl nicht hatte? Wahrscheinlich einen schönere Körper, eine angenehmere Stimme, schönere Haare. Vielleicht war er besser im Bett. Ich hasste mich dafür ich selbst zu sein, wenn ich wusste, dass ich ihm nicht genügte, solange ich nicht dieser Kerl war, mit dem ich ihn vorhin gesehen hatte. Es tat so sehr weh, dass die Verzweiflung mich fast dazu trieb, einfach wortlos zu verschwinden. Aber diese Genugtuung verdiente er nicht. Er kostete wahrscheinlich vollkommen aus was es hieß so ein Arschloch zu sein, hatte keinen einzigen Gedanken an den dummen, kleinen, verliebten Denis verschwendet. War ich wirklich so grausam, wie er mich darstellte? Ich schluckte schwer während ich mir die Tränen samt der Regentropfen kurz aus dem Gesicht wischte, jedoch nicht verhindern konnte dass sie sich erneut bildeten. Ich hatte gelernt diesen Mann mehr zu lieben als mich selbst, hatte alles für die Arbeit mit ihm aufgegeben, sogar den Rest meiner Familie. Meinen Bruder hatte ich für ihn sitzen gelassen, hatte alles verbrannt was auf mich und mein Leben deutete damit niemand jemals nachweisen konnte, dass ich überhaupt existierte. Nur damit ich mit Manuel zusammenarbeiten und seine Nähe genießen konnte. Ich war so dumm gewesen, zu hoffen, dass wir jemals mehr als nur Partner werden konnten. Und das wurde mir klar, wo ich dort im Regen saß, durchnässt, weinend, und mehr als einfach nur verzweifelt – mit einem Hass auf mich selbst, der größer war als der auf Manuel. Und je länger ich über ihn nachdachte, desto schlimmer wurde es. Ich hatte meinen Blick nicht von dem Gehweg gewandt, auf welchem ich ihn nun von weitem gehen sah. Genau so durchnässt wie ich es auch war. Nun begann ich auch schon mir einzubilden dass er mir gefolgt war. Über den Gedanken lächelte ich verbittert, was aber im nächsten Moment direkt wieder verschwand. Denn meine Augen schienen mich keinesfalls zu täuschen, Manuel kam wirklich langsam auf mich zu, marschierte durch den Matsch und die Pfützen während er zu mir sah. Ich wollte nicht mit ihm reden, und noch weniger wollte ich ihn sehen. Ich war so traurig, so enttäuscht, so verzweifelt … so wütend … ich verstand nicht wie er mich so hintergehen konnte. Als er fast vor mir angekommen war, senkte ich den Blick zu Boden. Ich konnte ihn nicht anschauen, während mein Herz noch immer blutete. Er hatte es mir gebrochen ohne sich darüber bewusst zu sein, wie sich das auf unsere Zusammenarbeit auswirken würde. Vielleicht machte es ihn stolz, was ich schlecht beurteilen konnte. In meinem Zustand war mir auch egal, wie glücklich er mit diesem Kerl war. Ich interessierte mich gar nicht wirklich für ihn, mehr für mich und meine Sorgen. Und meine größte Sorge war dieser Mann. Manuel hatte es geschafft. Recht behalten, ohne dass ich auch nur eine Sekunde daran geglaubt hatte. Erst jetzt wo mein Herz gebrochen war, verstand ich. Er war nie gut gewesen, und würde es auch nie werden. Doch ob ich jemals aufhören könnte ihn zu lieben, war etwas völlig anderes. Ich wollte von ihm nichts hören. Ich wollte nicht wissen welche Gründe er hatte, mit einem anderen Mann zu schlafen und mich von sich zu stoßen. Ich wollte einfach nur verschwinden von hier, diesem Ort, raus aus seiner Nähe. Ich brauchte Abstand. Abstand von Manuel und meinem alten Leben.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 4:42 am

Manuel:

All die freie Zeit, die mir mittlerweile zur Verfügung stand, nutzte ich beinahe immer, um mich bei Jaime aufzuhalten und mich meist unseren kleinen Spielen hinzugeben. Ganz ohne Verpflichtungen oder Gefühlen, was mir wirklich unglaublich gut gefiel. Ich musste mir schließlich keine Gedanken darüber machen, wie er auf meine Worte und Taten reagierte, weil sie ihn nicht verletzen konnten. Wir hatten einfach unverbindlich guten Sex und verbrachten anschließend die meiste Zeit auch noch zusammen, redeten, wie gute Freunde, und hielten den anderen meist von der richtigen Arbeit ab. Da ich noch immer nicht nachhause gegangen war, was seit neustem kein Einzelfall war, nahm mich Jaime mit auf den Markt um ein Andenken zu kaufen. Doch noch bevor er sich mit den Dingen auf dem Markt beschäftigte, kümmerte er sich erst noch einmal um mich und schloss auch die letzten Knöpfe meines Hemdes. „Gefall ich Dir so denn nicht, mein Lieber?“ Leicht grinsend beobachtete ich Jaime, bevor er dann auch schon weiter ging und sich mit ein paar Ständen befand, ehe er mir vorhielt, ich müsse doch zumindest Frauen verstehen, wenn ich es bei Männern nicht konnte. Seine Begründung gefiel mir noch weniger, denn er rief mein schlechtes Gewissen nur wieder in die Welt, welches ich die letzten Wochen immer erfolgreich unterdrückt hatte. „Nur weil ich mich nicht bei meinem Partner blicken lasse, heißt es also gleich, ich hätte keine Ahnung von Männern? Soso.“, wiederholte ich lachend auf dem Weg zu einem der Schmuckstände, die er nun ansteuerte und merkte, wie sich mein Herz schmerzlich verkrampfte. Nicht nur, dass Jaime meinen Partner erwähnt hatte, Denis stand schließlich genau an dem Stand, auf welchen ich mit Jaime zusteuerte, auch kaum mehr fünf Meter davon entfernt war, und sah mich geradewegs an, sowie ich es tat. Dieser direkte Blickkontakt tat mir kein bisschen gut, weil ich Denis eigentlich genau ansehen konnte, wie es um ihn stand und wie er sich in dem Moment fühlte. Es versetzte mir einen Stich und tat mir in dem Moment so sehr weh, dass ich kaum weiterlaufen wollte. Dennoch zwang ich mich dazu, zwang meine Beine dazu, weiterhin auf diesen Stand zu zulaufen, obwohl es mir unendlich schwer schien. Wie lange hatte mich Denis schon entdeckt? Wie lange hatte sich Denis das Schauspiel schon angesehen? Und vor allem was hatte er gesehen? Als ich beinahe neben ihm stand, während sich Jaime schon mit den Schmuckstücken auseinandersetzte, bemerkte ich auch, wie seine Augen glasig wurden, bevor er sich auf den Weg weg von hier machte. „Wer war das?“, vernahm ich Jaimes Stimme neben mir, vermutlich weil ich Denis so lange nachgesehen hatte. „Mein Partner.“, gab ich knapp zurück und versuchte meine Gedanken irgendwie zu ordnen. „Ich schätze, er weiß hier von nichts?“, erkundigte sich Jaime, obwohl ich merkte, dass ihn mein Partner nicht sonderlich interessierte. „Weiß er nicht, weil ich wusste, dass es nicht gut enden würde.“ Kurz richtete ich meinen Blick zu den Schmuckstücken und gab Jaime eine Kette, mit einem blauen Stein daran. „Die sieht doch schön aus, Deine Freundin wird sich sicher freuen. Aber ich muss nun los. Ich muss das klären. Wir sehen uns ja bestimmt die Tage.“ Ich war mir nicht sicher, ob ich die Tage denn dann Lust auf ein weiteres Treffen mit Jaime hatte, nachdem ich Denis Reaktion gesehen hatte. Selbst wenn mich Jaime bisher mit etlichen Informationen versorgt hatte.
Die Wolken zogen sich viel zu schnell zusammen, wurden dunkelgrau und wirkten beinahe schon gefährlich. Das Grollen des Donners ließ sogar die Erde erzittern, während immer mal wieder ein Blitz am Himmelszelt zuckte, während der Regen nur auf die Erde herunter prasselte und mich, sowie meine Klamotten, in der kürzesten Zeit durchnässt hatte. Ich begann aber weder zu rennen, noch mein Tempo anzuziehen. Mir war ziemlich egal, ob ich nun nass wurde oder eben nicht. Wichtig war es nachhause zu kommen. Ich wollte Denis nichts erklären, weil er es nicht hören wollen würde. Es würde ihn nicht interessieren, dass meine Treffen mit Jaime meistens wegen der Arbeit stattfanden, selbst wenn ich an ihnen meinen Spaß hatte. Das erkannte ich schon, als ich kurz vor dem Anwesen war und Denis mit gesenktem Kopf vor der Türe hockte. Ich erkannte auch, dass er weinte. Er weinte, wegen mir. In mir zog sich alles zusammen. Oft genug hatte ich ihm gesagt, dass ich nicht gut für ihn war und es schien mir, als hätte er mir nicht geglaubt. Nun hatte er leider gelernt, dass ich die Wahrheit gesprochen hatte und mich nicht bloß schlecht reden wollte. Ich lief den kleinen Weg durch den Garten bis zur Türe entlang und sprach kein Wort, schloss stattdessen die Türe auf, da er scheinbar keinen Schlüssel gehabt hatte. Dann schnappte ich mir den Korb und trug ihn hinein. Wenn er nun die Flucht vor mir antrat, konnte ich es nachempfinden. Denn er schien wirklich verletzt. Ich würde ihn auch nicht aufhalten, denn vielleicht kam er über mich hinweg oder kündigte gar ganz seinen Job, sodass ich ihm nicht noch einmal weh tun konnte. „Es tut mir leid.“, waren die einzigen Worte, die über meine Lippen kamen. Und ich meinte sie wirklich so. Es tat mir wirklich leid, ihm nicht vorher gesagt zu haben, was ich seit Wochen trieb. Jedoch konnte ich ihm nicht sagen, dass ich bereute, was ich getan hatte. Das tat ich nicht und er würde es mir ohnehin nicht glauben. Es war einfacher Sex gewesen, ohne Gefühle. Ich war in keiner Beziehung. Das Einzige, was mir so weh tat, war die Tatsache, dass Denis unter all dem so litt. Ich hatte immer versucht, sämtliches Denken in seine Richtung zu unterbinden, mit der Begründung wir waren zusammen und ich hatte ihm gesagt, dass ich ihm nicht gut tat. Doch war es unfair von mir gewesen und das war mir bewusst.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 5:06 am

Denis:

Als er bei mir angekommen war und ohne Worte einfach die Tür aufschloss, sich hinterher den Korb nahm und in den Flur stolzierte, hatte ich meinen Kopf stets nicht angehoben. Mein Blick lag noch immer auf dem matschigen Boden vor mir, während mein Kopf noch immer von den Gedanken geplagt war. Das würde auch noch so weitergehen, und das war mir bewusst. Ich konnte mich aber nicht länger hier aufhalten, im Wissen, dass er sich nicht ändern würde. Er würde weiterhin mit diesem Kerl schlafen und es womöglich genau so genießen wie zuvor auch. Zumindest machte es für mich keinen anderen Anschein, wenn er so zufrieden mit ihm durch die Straßen stolzierte. Ich erhob mich von dem Absatz und trat geistesabwesend über die Türschwelle, drückte die Tür hinter mir zu und blieb stehen, während ich auf den rücken von Manuel starrte. „Es tut mir leid“, hörte ich ihn nur murmeln. Es tat ihm nicht leid, absolut gar nichts von dem was er mir angetan hatte. Ich wollte nicht wissen wieso und wie oft er mit diesem Mann geschlafen hatte, wie viel Spaß sie doch miteinander gehabt hatten und wieso ich nicht reichte. Ich wollte schnellstens hier weg, denn der Hass auf Manuel und seine Taten wuchs. Etwas ungläubig sah ich weiterhin zu ihm, beobachtete nur wie er sich zu mir umdrehte, senkte daraufhin aber sofort den Blick. „Es ist okay“, meinte ich leise. „Aus uns wäre nie etwas geworden.“ Mit einem Lächeln sah ich dann zu ihm hoch, starb in diesem Moment wahrscheinlich tausende Tode. Ich konnte schlecht lügen, und gerade jetzt verletzte es mich noch mehr. Aber was sollte ich tun? Ehrlich sein konnte in seiner Gegenwart niemals wieder. Und so marschierte ich an ihm vorbei rauf auf mein Gemach, wo ich mich recht schnell aus meinen nassen Klamotten befreite und mir frische, trockene Sachen anzog. Ich kramte einige weitere Hemden, Hosen und Unterwäsche aus meinem Schrank, packte diese alle zusammen in einen Beutel, wo ich letztlich auch mein Portemonnaie verstaute. Dann marschierte ich zu meinem Schreibtisch und befasste mich damit noch einen Brief an meinen Bruder zu verfassen. Zwar wusste ich dass er momentan in Schwierigkeiten steckte, da wir guten Kontakt hielten, aber ich brauchte ihn. Ich brauchte jemanden der mir vorhalten konnte, dass ich den falschen Mann liebte. Einen Mann, der meine Gefühle niemals erwidern würde. Und so schrieb ich, erwähnte was geschehen war und erbat um ein Treffen mit ihm, möglichst in seiner Nähe und somit einer dort stehenden Bar direkt im Zentrum der Stadt. Ich würde mich noch heute auf den Weg machen und auch pünktlich dort erscheinen, und somit hoffte ich dass auch der die Zeit fand. Er war nach Manuel alles was ich mehr liebte als mich selbst, war immer schon für mich da gewesen und hatte auf mich Acht gegeben selbst wenn er eigene Probleme gehabt hatte. Wir kamen gut miteinander aus trotz der Umstände, und dafür liebte ich diesen Mann abgöttisch.
Ich hatte mir meinen Mantel übergezogen und mir den Beutel geschnappt, den Brief hatte ich unter dem Mantel versteckt damit er nicht nass werden konnte, ginge ich nun nach draußen. Ich begab mich runter in das Kaminzimmer, wo ich Manuel wie erwartet vorfand. Es würde keinen großen Abschied geben, weil ich nicht die Möglichkeit hatte, lange von hier fort zu sein. Ich hatte Arbeit die es zu erledigen galt, da musste ich meine Probleme ausblenden. Außer Valentin konnte mir beibringen, dass ich mit diesem Mann nicht länger zusammenarbeiten konnte. Mir ein Seufzen unterdrückend marschierte ich rüber zu dem Sessel in welchem er saß, blieb stehen als ich in seinem Blickfeld aufgetaucht war und er mir seine Aufmerksamkeit schenkte. „Ich komme in einer Woche wieder. Den Papierkram erledige ich unterwegs, damit meine Arbeit nicht komplett ruht. Pass auf dich auf“, meinte ich ziemlich beherrscht bevor ich dann auch wieder in den Flur marschierte. Ich würde es nicht übers Herz bringen noch länger hier zu sein oder mich groß von ihm verabschieden. Es tat mir weh so zu sein, aber anders wäre es auch nicht besser. Wir konnten nicht länger zusammen in einem Haus sitzen. Ich starb an meiner Liebe zu ihm und er war nur genervt davon. So genervt, dass er sich schon einen liebreizenden Ersatz gesucht hatte. Ich spürte wie mein Herz wieder unter diesen Gedanken litt. Ich brauchte Ablenkung, nach einer anständigen Meinung. Und das so schnell wie nur möglich. Auch wenn ich wusste dass ich mich gar nicht ablenken konnte. Kein Mensch würde mich je vergessen lassen können, wie sehr ich liebte.
Ein kalter Abschied war alles was mir noch blieb, und somit öffnete ich die Tür, marschierte wieder raus in den Regen der sich mittlerweile ein wenig beruhigt hatte. Ich musste zusehen dass ich den Brief losschickte, dass ich mir ein Pferd besorgte und mich dann auf den Weg in die nächste Stadt machte. Es stand an oberster Stelle nun meinen Bruder zu treffen und seine Meinung zu erfahren, da er wusste, wie unglücklich ich verliebt war. Dass Manuel jedoch so ein Arschloch sein konnte, hatte ich mir zuvor niemals erträumt. Nun blieb mir nur noch Zeit. Entweder Zeit, ihn zu verdrängen, zu vergessen, oder zu vermissen.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 5:31 am

Valentin:

Der Brief meines Bruders, erreichte mich einen Tag vor dem dort erfragten Treffen, sodass ich glücklicherweise noch genügend Zeit hatte, Constantin zu erklären, dass mich mein Weg in die Bar führte und ich jedoch auch auf mich aufpassen würde, wegen der Fahndung, die noch immer auf mich ausgeschrieben war. Ich hatte mich in den letzten Tagen sowieso nicht oft nach draußen begeben, sondern meine Zeit mit Constantin verbracht. Meist hatten wir auf der Couch gesessen und gekuschelt, weil ich es so gewollt hatte oder wir waren spazieren gegangen. Im Wald oder über die Felder, bis wir zu Pferden kamen, mit denen ich mich oft beschäftigte. Ich hatte gelernt, mit der Liebe zu Constantin umzugehen und merkte recht schnell, wie glücklich ich in den letzten Tagen war. Das nur dank ihm, welcher sich aber immer noch um mich sorgte, weil mir noch ein paar Kilos auf den Rippen fehlten, seit dem ich im Koma gelegen hatte. Von all dem hatte mein Bruder noch nichts erfahren, auch nichts davon, dass ich glücklich verliebt war. Doch seinem Brief zu folge, wäre es besser, ihm nicht zu erklären, wie toll mein Leben momentan war, wenn Manuel das Seine zur Hölle machte. Ich hatte nie etwas von diesem Kerl gehalten, da er mir Denis genommen und ihn stetig verletzt hatte. Es schmerzte schon immer von Denis zu erfahren, was sein Herz ertragen musste. Ich hoffte er sah nun endlich ein, dass er sich von ihm losreißen musste, wenn er schon freiwillig zu einem Treffen mit mir ansetzte. So saß ich zum verabredeten Zeitpunkt in der Bar, die er mir genannt hatte und hatte mir bereits Scotch bestellt, von welchem ich bereits zwei drei Schlücke genommen hatte. Ich war hier nicht unter dem Vorwand zu trinken, sondern um mit meinem Bruder zu reden. Doch es erschien mir wesentlich besser, hier mit einem Drink, als ohne zu sitzen. Jetzt galt es nur noch zu warten, bis mein Bruder hier erschien. Ich hatte mir vorgenommen ihm zuzuhören, solange er reden wollte. So wie ich es immer tat, wenn er Probleme hatte. Er war ja auch nie anders gewesen, wenn es mir einmal schlecht ging. Ich liebte meinen Bruder und war wirklich froh, ihn zu haben, denn in manchen Zeiten, hätten wir ohne einander wohl nie durchgehalten. Deswegen war mir auch wichtig, dass wir den Kontakt pflegten, selbst wenn Denis immer sehr beschäftigt war, durch seinen Job und dem Mann, mit dem er seit mehr als einem Jahr sexuell verkehrte.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 6:10 am

Denis:

Die Woche war schon fast rum, als endlich der Tag angekommen war, an dem ich meinen Bruder in einer Bar im Zentrum der Stadt treffen würde. Ich war noch immer nicht sonderlich fit, fühlte mich mental so zerstört wie nie zuvor. Trotzdem musste ich mich dazu aufraffen meinen Bruder nun zu sehen, vielleicht schaffte er es ja sogar dass ich mal wieder lächelte, was in letzter Zeit so gut wie gar nicht erfolgt war. Und wenn, dann hatte ich es ganz einfach gespielt. Ich hatte mich zumindest auf den Weg zu der Bar gemacht, war schon froh darüber dass es mal nicht regnete und ich bei der leichten Wärme wieder nur einfache Hemden tragen konnte. So hatte ich mir heute ein normales, weißes Hemd angezogen, mich sogar außerordentlich gut um meine Haare gekümmert und einfach mal darauf geachtet, dass ich meinem Bruder gegenüber trat wie sonst auch. Nur weil es mir schlecht ging brauchte ich mich nicht vernachlässigen. Ich betrat also am späten Abend die Bar und konnte aus der leichten Entfernung und bei dem doch nicht sonderlich guten Licht meinen Bruder an der Bar sitzen sehen. Seine blonden Haare, vor allem aber diesen Schnitt, erkannte ich wahrscheinlich noch auf Kilometerentfernung. Ohne etwas von mir zu geben ließ ich mich auf dem Barhocker neben ihm nieder und blickte rüber zu der Dame hinter dem Tresen. „Einen Scotch“, meinte ich nur, bevor ich dann zu Valentin blickte und ihn für einige Momente musterte. Er hatte ganz schön abgenommen, was mir doch im ersten Moment Sorge bereitete. Ich wusste dass er auf der Flucht war und dass es nicht sehr schlau war sich öffentlich zu treffen. Aber ich sah keine andere Möglichkeit, genau so wenig wie ich ihn beschützen könnte. Immerhin diente ich dem König und durfte somit niemanden in Schutz nehmen, der den vorherigen umgebracht haben sollte. Ich wusste zwar dass Valentin es auf keinen Fall gewesen sein konnte, aber deswegen war ich gar nicht hier. Auch dass er abgenommen hatte erwähnte ich vorerst nicht, es ging momentan um mich und wahrscheinlich war es auch besser so. Denn meine Probleme waren kleiner als die seinen. „Du glaubst gar nicht wie froh ich bin dich wiederzusehen“, murmelte ich doch ziemlich zufrieden während ich ihn ansah und mich sogar zu einem Lächeln zwang. Schließlich hatte er mir nichts getan und ein wenig Mühe konnte ich mir in seiner Gegenwart meiner Meinung nach schon geben. „Auch wenn ich schon froh darüber wäre, überhaupt keinen zu sehen. Du glaubst nicht wie arg er mich diesmal enttäuscht hat. Ich kann nicht fassen wie man jemanden so dreist hintergehen kann“, brummte ich doch etwas wütend. Mittlerweile reizte es mich nur noch darüber zu sprechen, und ich war auch ganz froh. Es war mir lieber als wenn ich weinte, denn das hatte meiner Meinung nach zu viele Nachteile. „Ich habe immer geglaubt ich wäre gut genug. Immer wieder. Ich habe das Beste in ihm gesehen und gehofft er würde sich ändern. Ich lag falsch, die ganze Zeit“, ergänzte ich noch. „Und statt meinem Bruder zu helfen, arbeite ich für den König, der ihn tot sehen will. Es gibt so viele Gründe dafür mich selbst zu hassen …“
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 6:38 am

Valentin:

Es hatte nicht mehr allzu lange gedauert, da hatte sich mein Bruder lautlos in der Bar eingefunden und sich neben mich gesetzt. Ich ließ ihn noch in Ruhe seinen Scotch bestellen, während ich zu ihm sah und ihn musterte. Trotz der Tatsache, dass er verletzt wurde, sah er noch immer unwiderstehlich gut aus, so wie man ihn kannte. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen und so lauschte ich den Worten, die Denis mir entgegen brachte. Es erfreute mich tatsächlich, dass er mir sagte, er würde sich freuen mich wieder zu sehen. Wir hatten uns wirklich ewig nicht mehr gesehen und dennoch schien alles so gleich, wie bei unserem letzten Treffen. Wir saßen wieder aus dem Grund hier, weil einer von uns unglücklich war. Mein Lächeln verschwand aber, sobald er erwähnte, dass Manuel ihn enttäuscht hatte. Zugern hätte ich ihn in den Arm genommen, doch war es in der Öffentlichkeit, vor allem wenn man sowieso gefahndet wurde, nicht besonders schlau. „Mensch, Denis.“, murmelte ich leise vor mich her und nahm noch einen Schluck von dem Scotch. Innerlich war ich so wütend. Wütend auf Manuel, weil er meinen Bruder erneut verletzt hatte. „Du bist viel zu gut für diesen Mann. Er hat Dich nicht verdient. Und das sage ich Dir heute nicht zum ersten Mal. Schau doch mal, was er Dir immer wieder antut, ohne sich rechtmäßig dafür zu entschuldigen oder aus seinen Fehlern zu lernen? Du kannst Dir doch nicht ewig Dein Herz brechen lassen, im Wissen, dass Du unglücklich bleibst.“ Ich blickte zu ihm hinüber und tippte mit meinem Finger ein wenig auf dem Holz des Tresen herum, auf dem meine Hand lag. „Ich liebe Dich und das weißt Du auch. Du brauchst mich vor niemandem beschützen. Ich kam bisher immer gut alleine zu Recht. Außerdem kann ich ja verstehen, dass Du mich nicht schützen kannst. Du hast Deine Aufgaben und bist dem König verpflichtet, so wie ich es auch einst war, bis ich zu einem Verbrecher gemacht wurde, der ich nicht bin.“ Ich lächelte leicht, bei dem Gedanken, was nach den Vorwürfen alles passiert war. Doch das gehörte an diese Stelle nicht hin. Keiner meiner Liebesgeschichten. Ich wollte für Denis da sein und ihn davon abbringen, sich immer wieder diesem dummen Geschäftsmann hinzugeben. „Ich möchte einfach nur, dass Du glücklich bist. Und mit Manuel bist Du es scheinbar nicht, selbst wenn Du ihn abgöttisch liebst. Er ist es nicht wert, dass Du Tag für Tag leidest und Dich von ihm benutzen lässt, wann er denn gerade will.“
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 6:58 am

Denis:

Ich hörte ihm aufmerksam zu und stellte recht schnell fest, dass er mehr als nur recht hatte. Er war schon immer der anständige von uns Brüdern gewesen, weswegen ich auf seine Worte vertrauen konnte. Er konnte Manuel noch nie leiden und hatte mir auch ständig gesagt, dass ich nicht mit ihm arbeiten konnte. Dass es nicht angehen konnte, dass er mich benutzte wann immer er nur wollte. Aber ich hatte versucht die Zeit zu genießen weil ich mich schon viel zu früh in ihn verliebt hatte. Hatte mir oft eingeredet dass wir doch so viel Spaß miteinander hätten, ich grundsätzlich aber nur unter seinen Berührungen litt, weil mein Herz es einfach nicht aushielt so getreten zu werden. Ich schaute zu Valentin und versteckte mich schon hinter einer etwas ernsteren Miene, um nun nicht wieder einzuknicken. „Ich habe geglaubt der Sex mit ihm würde uns einander näher bringen. Habe gehofft dass er mich vielleicht irgendwann mögen würde“, brummte ich angeschlagen. „Er wird nicht daraus lernen, damit hast du recht, und das ist mir auch bewusst. Aber ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren. Heute kann ich dir vorspielen dass ich ihn hasse, und morgen sitze ich wieder vor meinem Fenster, starre in die Nacht und frage mich wieso ich ihm nicht genüge.“ Nun seufzte ich doch noch, blickte letztlich auf den Scotch vor mir und kippte mir diesen auch einfach in einem Zug den Rachen hinunter, ehe ich das Glas wieder vorsichtig auf dem Tresen platzierte. „Ich kann mich nicht mal dazu zwingen mir einen neuen Kerl zu suchen, oder irgendeine Frau“, murmelte ich. „Ich will niemanden. Ich will ihn, und das schon seit mehr als zwei Jahren. Es tut einfach nur noch weh, nicht gut genug zu sein. Was soll ich ändern? Gefällt ihm mein Körper nicht? Meine Haare? Meine Augenfarbe? Meine Stimme?“ Erneut seufzte ich, bevor ich Valentin wieder ansah. Ich würde wirklich alles ändern um ihm zu gefallen, nur hatte ich gar keinen Anhaltspunkt weswegen ich auch zunehmend daran verzweifelte. Ich wusste dass Valentin niemals zulassen würde dass ich mich für ihn änderte, weswegen ich mich auch ein wenig korrigierte. „Ich könnte ewig versuchen ihm gerecht zu werden, nicht wahr?“, fragte ich dann doch ein wenig unbeholfen, während ich Valentins blonde Mähne ein wenig musterte. Er war ein hübscher Junge, gefiel mir schon eher als ich mir selbst. Und das wusste er wahrscheinlich auch. Aber ich mochte jeden lieber als mich, seit ich mich an Manuel gebunden hatte und nicht mehr von seiner Seite weichen konnte, weil meine Gefühle es nicht zuließen. Und genau das machte es eigentlich so schlimm – dass ich keine Chance hatte, mich von ihm abzuwenden, ohne verletzt zu werden.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 10:05 am

Valentin:

Ich hörte Denis ein wenig angespannt zu, denn ich hörte bereits, dass er nicht fähig war, diesen Mann zu verlassen, wenn er nicht seine Gefühle verlor. Und seine Gefühle loswerden, war nicht einfach, schon gar nicht für Denis. Niemand brauchte mir sagen, dass Denis ihn vergessen würde, wenn er diese Bar verließ, bloß weil ich ihm dies geraten hatte. Er würde sich bloß weiter sein Herz brechen lassen, Stück für Stück, bis er daran verreckte und Manuel sah, was er angerichtet hatte. „Du musst Dich für diesen Mistkerl nicht ändern. Wenn er Dich nicht will, ist er äußerst dumm. Du bist besser als all die Kerle, die er sonst irgendwo finden kann. Und ich dachte, in den letzten Jahren hat er gelernt, dass Du der Einzige bist, der sich seiner annehmen kann.“, knurrte ich vor mich her und leerte daraufhin auch meinen Scotch. Ich hasste es meinen Bruder leiden zu sehen. Ich wollte nicht, dass ihm irgendwer Schaden zufügte. Ob nun körperlich oder seelisch. Es machte keinen Unterschied. Denn das Seelische schien Denis innerlich beinahe zu zerreißen. „Denis, ich wünschte ich könnte Dir die Bürde nehmen, die dieser Mann Dir auferlegt. Das gebrochene Herz, all die Stunden, die Du an ihn verschwendet hast. Doch ich kann es nicht. Das Einzige, das ich tun kann, ist, Dir zuzuhören, wann immer er oder irgendjemand anders Dir geschadet hat. Aber ich schwöre Dir, wenn der Faden meiner Geduld irgendwann zu reißen beginnt, werde ich jeden dafür zur Rechenschaft ziehen. Niemand lässt Dich leiden. Niemand.“, brummte ich leise und bestellte mir noch einen Scotch. Ich hatte nicht gewollt, dass ich das Trinken begann. Doch die Wut in mir, die ich gegen Manuel hegte, musste abklingen. Denn es war nicht fair gegenüber Denis. Er liebte diesen Mann, trotz seines gebrochenen Herzens. Er sollte sich nicht noch darüber Gedanken machen, dass ich Manuel irgendwann umbringen konnte.
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Yuna
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Mo Aug 11, 2014 1:54 pm

Denis:

Mir war bewusst wie dumm es war, zu glauben, dass ich mich damit zufrieden geben würde, von meinem Bruder zu hören, dass er stets für mich da sein und jeden zur Rechenschaft ziehen würde, der mir je geschadet hatte, sobald sein Geduldsfaden gerissen war. Wie weit sollte es Manuel noch mit mir treiben, bis es in seinen Augen dazu kam? Mit einem leisen Seufzen blickte ich wieder zu der Dame hinter dem Tresen und verlangte nach einem weiteren Scotch, welchen ich mir aber auch recht schnell den Rachen hinunter gekippt hatte. Für wenige Sekunden war das Brennen teils sogar angenehm, was aber aufgrund meiner Gedankengänge rasch wieder verschwand. Ich war schon immer der Mensch gewesen, der Alkohol trank und dabei viel nachdachte. Zwar hatte ich es gelernt mich zu beherrschen, da ist wusste wie dumm es eigentlich war. Und seit ich mich damals das erste Mal alkoholisiert auf Manuel eingelassen hatte, verabscheute ich dieses Teufelszeug erst recht. Für mich war es schwer die Finger wieder davon zu lassen, wenn ich wusste, dass ich eigentlich genug getrunken hatte. Schließlich gab mir der Alkohol die Möglichkeit zumindest für einen Abend zu vergessen was los war, und genau das würde ich nun wohl auch brauchen. Selbst wenn ich nicht darauf aus war betrunken neben Valentin zu sitzen. Aber so zeitlos wie wir uns da einfach unterhielten, darüber sprachen dass es so nicht weitergehen konnte und ich jemanden brauchte der für mich sorgte und dass meine Arbeit womöglich nicht mehr gut für mich wäre, wurde mir einiges wieder bewusst. Mir wurde klar, weshalb ich überhaupt fähig war, Männer zu lieben. Und genau das versetzte mir ein Stich in der Nähe meiner Herzgegend, während sich alle Szenarien in meinem Kopf abspielten.
Wir lebten damals gemeinsam mit unserem Vater und unserer Schwester in einem recht großen Haus auf unserem eigenen Anwesen. Ich war nie wirklich der Familienmensch gewesen, aber ich hatte mich an meinen Bruder gekettet. Er bedeutete mir alles und war mir wichtiger als die Familie selbst. Es gab dafür meines Erachtens nach keine Gründe, außer dem, dass er mir das Gefühl gab, etwas Besonderes zu sein. Ich hatte ihm schon im jungen Alter davon erzählt dass ich mich mit Mädchen nicht verstand, weil ich sie ständig vergraulte, ohne das wirklich zu wollen. Das hatte weder an meinem Aussehen noch an irgendwelchen anderen Dingen gelegen, es muss mein Verhalten gewesen sein, welches immer wieder schlecht zu bändigen gewesen war. Erst durch Valentin hatte ich gelernt mich richtig zu verhalten, wenn ich einer Frau gegenüberstand. Und kurz nachdem ich fähig war eine Frau wie eine Prinzessin zu behandeln, hatte ich meine erste Freundin. Zu dem Zeitpunkt bin ich noch Jungfrau gewesen und hatte mir auch keine großen Gedanken darüber gemacht, wie sich das alles später zutragen würde. Doch so wie es meine Freundin sich damals erhofft hatte, war es nie geschehen. Ich glaubte zu dem Zeitpunkt siebzehn gewesen zu sein, sie war ein Jahr jünger gewesen. Wir waren tatsächlich glücklich, doch ich schaffte es nicht. Ich schaffte es nicht meine Fassade aufrecht zu erhalten. Das Streben nach Glück mit einer Frau – war für mich nahezu gar nicht existent. Ich konnte keine Frau an meiner Seite gebrauchen, und das erklärte ich Valentin auch, als ich sie versetzt hatte. Als ich zuhause angekommen und mich direkt auf Valentin sein Gemach begeben hatte, wo ich die meiste Zeit verschwendete. Ich sagte ihm dass ich sie weder hatte küssen, noch mit ihr schlafen wollen, weil ich mich davor ekelte. Er schien gar nicht sonderlich schockiert gewesen zu sein. Im Gegenteil, ich erinnerte mich sogar noch an sein schäbiges, nahezu zufriedenes Lächeln. „Ich wusste es“, meinte er nur. „Ich wusste dass du gelogen hast.“
Ich fand mich wieder in der Bar und blickte zu Valentin. Dieser kurze Einblick in damalige Geschehnisse machte mich fast fertig. Er war der Grund wieso ich auf Männer stand, und es war so obskur, so dümmlich und zugleich für andere wahrscheinlich abstoßend. Aber ich war meinem eigenen leiblichen Bruder damals verfallen gewesen. Ich war so fasziniert davon wie er mit Menschen in seiner Umgebung sprach, wie er sie behandelte und vor allem aber seine Art liebte ich. Er hatte sich immer mehr für andere als für sich interessiert und achtete stets darauf, dass es wirklich allen in seiner Nähe gut ging. Aber ein anderer wichtiger Punkt war sein Körper. Vor allem aber mehr seine schönen Augen, seine Haare und sein süßes Lächeln wenn immer wir beide uns unterhielten und glückliche Ereignisse teilten. Ich hatte ihn so gerne zufrieden gesehen, und hasste es dafür umso mehr wenn er mal weinte. Aber ich auch hatte mich um ihn gekümmert und ihn niemals sitzen gelassen – bis ich meine Arbeit bekommen hatte und dem König zu dienen begann. Und ab da war es mit mir und der Liebe bergab gegangen. Valentin hatte niemals davon erfahren, aber für mich schien es danach, als wäre es ein guter Zeitpunkt, um ehrlich zu ihm zu sein. Ich schuldete ihm wenigstens die Wahrheit, wenn ich mein Herz nun schon gezwungen an jemand anderen gebunden hatte. Ich schielte mit bereits leicht glasigen Augen zu Valentin, versuchte aber so gut es ging mich zu beherrschen. Ich wollte unbedingt ernst bleiben und keinesfalls so rüberkommen als würde es ich es mir nun ausdenken, um ihn zu verstören. Er sollte die Wahrheit erfahren, und auch wissen, dass ich mich nur dank Manuel aus dieser misslichen Lage hatte befreien können. „Ich habe dich drei Jahre lang aus tiefstem Herzen geliebt“, erklärte ich ihm mit leicht zitternder Stimme, aufgrund der Angst die sich doch in mir breit gemacht hatte. „Und habe mich dann gezwungen die Arbeit für den König anzunehmen, um Abstand von dir zu bekommen. Ich habe mein Herz daraufhin an den nächsten Mann gebunden, damit ich dir das nicht zumuten muss“, erklärte ich noch vorsichtig. „Ich konnte es mir nicht erlauben meinem Bruder neben der Sodomie auch noch Inzest aufzuzwängen. Ich hätte lieber weiter darunter, als nun unter Manuel gelitten.“ Mit einem leisen Seufzen starrte ich auf den hölzernen Tresen, wollte von Valentin eigentlich gar nichts hören. Ich kam mir so schlecht vor weil ich ihm das nun erzählt hatte, aber er war tatsächlich der Grund dafür gewesen wieso ich versucht hatte, Manuel lieben zu lernen. Es hatte funktioniert und nun litt ich genau so sehr wie vorher, als ich noch Gefühle für meinen leiblichen Bruder gehabt hatte. Ich sah erneut zu ihm rüber, entschuldigend, fast schon leidend. „Es tut mir leid. Ich habe es dir nie gesagt, in Hoffnung, es würde vorübergehen. Ich habe dich beschützen wollen und mit meinem Schweigen habe ich es geschafft. Statt dir liebe ich nun Manuel, was vielleicht auch keine gute Option ist, aber immerhin bist du damit befreit von mir“, meinte ich dann lächelnd. Es tat mir wirklich leid nun ehrlich gewesen zu sein, aber immerhin war ich es losgeworden. Besser ging es mir dadurch aber auch nicht – spätestens in meinem Zimmer im Gasthaus würde ich mich darüber wieder aufregen und mich hassen. „Ich habe mir oft vorgestellt wie es wäre mit dir zu schlafen … und ich hätte mich dafür beinahe einmal umgebracht. Ich habe mich dafür gehasst, dich zu lieben, dich so sehr zu wollen … ich wollte lieber sterben, als dir das anzutun“, murmelte ich verzweifelt während ich mir durch meine Haare fuhr. „Seit ich bei Manuel bin sind diese Gedanken verflogen. Nun quäle ich mich statt mit Wunschdenken mit den seelischen Schmerzen die er mir zufügt. Eine gerechte Strafe für meine abtrünnigen Gedanken“, meinte ich als ich zu ihm sah, ehe ich darüber sogar leicht lächelte. Er konnte sich nicht vorstellen wie schrecklich es für mich war so ehrlich zu ihm zu sein. Aber es war besser als würde er davon nie im Leben erfahren, und so war ich doch erleichtert. Dennoch hoffte ich, dass er nun nicht wütend darüber war. Schon damals hatte er von mir und meinem Verlangen gewusst, nie aber drüber nachgedacht dass er der Mann sein konnte, den ich immer gewollt hatte. Ich hatte mich aus diesem Bann befreit und hoffte das würde auch so bleiben. Kein Mann verdiente einen Bruder mit einem Verlangen nach ihm, vor allem nicht ein Mann mit so viel Herz und Verstand wie Valentin.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Di Aug 12, 2014 12:47 am

Valentin:

Das Gespräch schlug innerhalb kürzester Zeit vollkommen um und handelte nicht mehr von Manuel, sondern mehr von mir, was mich im ersten Moment verwunderte. Denn ich verstand nicht, woher er diesen Wandel nahm. Seine Worte jedoch, verstand ich alle mal. Zwar konnte ich nicht nachvollziehen, warum er damals gerade mich geliebt hatte, doch schien es mir auch gar nicht wichtig. Wichtig war bloß, dass er mich geliebt hatte und ich nie etwas davon erfahren konnte, da er mir weder gestanden hat, wie es um ihn steht, noch irgendwelche Anzeichen gemacht hatte. Natürlich war mir klar gewesen, dass er einen Mann hatte, den er begehrte, und ich hatte auch versucht ihn weitgehend zu unterstützen, indem ich ihm Tipps gab. Doch wie sollte er meine eigenen Tipps gegen mich verwenden? Nun wurde mir zumindest klar, warum er nie einen Freund hatte und mir von ihm nichts erzählte, bis er fortging und Manuel kennenlernte. Ich seufzte leise und hörte ihm trotz meiner wirren Gedanken weiterhin zu. Die Tatsache, dass er früher darüber nachgedacht hatte, wie es wäre, mit mir zu schlafen, schien für mich im ersten Moment ein wenig komisch, doch nicht allzu absurd. Er hatte mich geliebt, weil wir uns immer bestens verstanden hatten und ich für ihn da war, genauso anders herum. Er konnte nichts dafür, dass er sich so unglücklich in seinen eigenen Bruder verliebt hatte und ich war ihm auch nicht böse, dass es so passiert war. Ich war ihm auch nicht böse, weil er sich vorgestellt hatte, sexuell mit mir zu verkehren. Es war okay. Mein Bruder hatte es immerhin geschafft, die Kurve zu kriegen, selbst wenn er nun einem Mann verfallen war, welcher ihm noch weniger gut tat. Doch nun hatte ich wenigstens einen Punkt, an dem ich ansetzen konnte, um ihn von Manuel abzubringen. Er würde sich noch Tage lang über Manuel den Kopf zerbrechen, wenn ich nicht etwas tat, um ihn vorerst von seinen Gedanken abzubringen. Ihn vielleicht sogar soweit manipulieren, dass er eher über etwas anderes nachdachte. Denn nun wusste ich, von dem Geheimnis, welches er all die Jahre gehütet hatte. Ich blickte hinunter in mein Glas, welches noch immer ungerührt vor mir stand. Nun hob ich es jedoch an meine Lippen und ließ all den Alkohol meinen Rachen hinunter laufen. Erst dann stellte ich das Glas wieder ab und sah zu Denis. „Denis, das ist alles vollkommen okay.“, brummte ich nur leise vor mir her, weil ich sah, dass er sich trotzdem noch den Kopf darüber zerbrach. „Ich bin Dir auch nicht böse.“ Stattdessen zierte ein Lächeln meine Lippen, während ich eine Hand auf seinen Oberschenkel legte und mich etwas zu ihm vorbeugte. „Ich frage mich eher, ob Du immer noch wissen magst, wie es ist, mit mir zu schlafen.“, murmelte ich dann in die Nähe seines Ohres und entfernte mich dann auch schon wieder, um seine Reaktion abzuwarten, während ich meine Hand jedoch da ließ, wo sie war. Ich wollte den Versuch starten, ihn auf andere Gedanken zu bringen und wenn es klappte, waren es vielleicht vollkommen absurde, aber zufriedenstellende Gedanken. Denn dann hätte er sich das genommen, wonach er sich früher gesehnt hatte. Natürlich war es eigentlich vollkommen falsch, doch sah ich es nicht so an. Ich würde auch Constantin nichts davon erzählen, wenn es nun dazu kam. Denn es diente einzig und allein dazu, Denis von Manuel abzubringen. Wenn auch nur für ein zwei Tage. Es war nicht so, dass ich Constantin betrog, weil wir Stress hatten oder mir Denis besser gefiel. Natürlich war er außerordentlich attraktiv und ich liebte ihn über alles, dennoch empfand ich die Sache mit Constantin als besser und einfacher. Er war immerhin nicht mein Bruder. Vielleicht hätte es sonst ja etwas geändert. Aber so, wie die Dinge nun mal waren, hielt ich es weniger für einen wirklichen Betrug.
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BeitragThema: Re: Ruling Brothers & Secret Lovers   Di Aug 12, 2014 1:40 am

Denis:

Ich hatte die Gedanken längst verdrängt, die mich damals so gefoltert hatten. Trotzdem konnte ich mich mit Leichtigkeit an das Gefühl erinnern, wie sehr ich Valentin immer gewollt hatte. Und er machte mir diese Situation nur schwerer, als sie ohnehin schon war. Denn nachdem er eine Hand auf meinen Oberschenkel gelegt und mir gesagt hatte, dass er sich fragen würde, ob ich noch immer wissen wollte, wie es wäre, mit ihm zu schlafen, ging es mit mir völlig durch. Ich kam mir plötzlich total schwach vor, wusste gar nicht ob ich lieber davon rennen oder bleiben sollte. Der Gedanke an Sex mit meinem Bruder widerte mich nicht an, aber jetzt verstörte er mich. Aufgrund meiner Verliebtheit gegenüber Manuel fühlte ich mich nach meinen Worten bereits so, als hätte ich ihn zutiefst mit meinem Bruder betrogen, obwohl ich gar nicht mit ihm zusammen war. Mir war mittlerweile wärmer als noch zuvor, ich begann mich dennoch unwohl zu fühlen. „Ich würde mich hassen“, murmelte ich leise während ich seinem Blick auswich, allerdings recht schnell merkte dass mir das kaum möglich war. Seine Worte hatten mich so aus dem Konzept gebracht, dass ich verzweifelte. Ich hatte Valentin immer geliebt, mal mehr und mal weniger, aber es nun noch zu wagen mit ihm zu schlafen? Ich wusste dass ich das noch immer wollte. Immerhin hatte ich mich zwanghaft in Manuel verliebt und mir eingeredet, dass wir beide gut miteinander auskommen würden, wenn wir uns erst einmal richtig kennengelernt hatten. Tatsächlich verstanden wir uns gut, aber das reichte einfach nicht aus. Mir schien sogar so, als wäre es schon immer nur einseitig gewesen, selbst die einfache Freundschaft. Er hatte immer nur Sex gewollt, und ich Idiot hatte mich darauf auch noch eingelassen. Ich seufzte leise bevor ich zu Valentin sah. „Du zwingst dich dazu“, murmelte ich. „Du musst das nicht tun. Ich rechne dir hoch an dass du dich überhaupt mit mir getroffen hast.“ Meine Stimme zitterte, verdeutlichte nur dass ich seine Idee für unfassbar gut hielt, und mich kaum besinnen konnte. Mein ganzes Leben lang hatte ich nur einen Mann gewollt, und es war nur er gewesen. Und nun wo er mir die Möglichkeit geben wollte, verunsicherte es mich sogar. Ich machte mir Sorgen um mich – was wäre, wenn ich dann statt unter Manuel, unter Valentin leiden würde? Was würde geschehen, wenn ich dieses eine Mal mit ihm nicht vergessen könnte, und mich an jede Erinnerung aus der Nacht klammern würde? Ich schluckte schwer während ich ihm in die Augen sah, und langsam meine Hand auf seine legte, die immer noch auf meinem Oberschenkel ruhte. „Du würdest es hinterher nur bereuen. Ich will dir nicht zur Last fallen“, meinte ich leidend. „Das bin ich lange genug.“
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